Wie macht Ihr das eigentlich?!

Wie machen wir was?! Das ist manchmal die Frage, auch für uns – aber für die meisten Fragen gibt es ja doch eine Antwort… Zum Beispiel:

HAARESCHNEIDEN
Ganz einfach – wir schneiden uns die Haare selbst, mit Langhaarschneidern und Frisörscheren. Jeder für sich, und nur wenn es gar zu sehr zuppelt, wird mal gegenseitig nachkorrigiert.
Die Werkzeuge sind:

Andreas – BRAUN Langhaarschneider

Andrea: Phillips, einer der wenigen die bis zu 4 cm lange Haare zulassen

TRINKWASSER

… kommt mittels Fußpumpe aus einem Wasserhahn! Und der pumpt Wasser aus einem 35 l Tagestank aus Edelstahl, der unter der Küchenspüle eingebaut ist. Das Wasser selbst kommt aus eine Umkehr-Osmose-Anlage, einem Wassermacher der Firma EcH2O-Tec in Trinidad, und wir sind mit der Anlage sehr glücklich. Seit den Kanarischen Inseln haben wir nur noch selbst gemachtes Wasser auch im großen Brauchwassertank.  Zunächst wird der Tagestank gefüllt, alles weitere Wasser fließt durch einen Bypass/Überlauf in den Haupttank.
Wasser machen wir immer, wenn die Energie so reichlich aus den Solarpanelen und dem Windgenerator fließen – also derzeit fast täglich. Ansonsten läuft der Wassermacher alle 4 Tage, spätestens am 5. Tag.

BROTBACKEN

Brotbacken ist natürlich abhängig von der Verfügbarkeit von vernünftigen Mehlen, und das kann in den Tropen schon mal schwierig werden, oder auch nur in Ländern, in denen man gern “Luffen” ist…

Weißmehl ist natürlich selten oder nie ein Problem, und so sehr es einen auch schrecken mag, dass bei den amerikanischen Importmehlen immer “irgendwas” beigesetzt scheint, meist Ascorbinsäure, so sehr bewähren sie diese Mehle dann, wenn es um Haltbarkeit geht. Am besten halten sich von den Brotgrundstoffen allerdings Körner, und so bin ich auf steter Suche nac h Weizen- und Roggen-körnern. Und natürlich nach Roggenmehl. Roggenmehle haben wir bisher gefunden in Brasilien, Trinidad und auf Grenada – brasilianisches ist leicht geräuchert, schmeckt aber nicht schlecht, die anderen sind US-Importmehle, die trotz ihrer Eigenschaft als Vollkornmehl eine erstaunlich lange Haltbarkeit aufwiesen. Backen wir mit Körnern, wird das Mehl bzw. der Schrot mit einer Handmühle gemahlen, während der Hefe-Vorteig geht, für den wir Trockenhefe benutzen. Ab den Kanaren gab es dafür vakuumisierte 250 g-Päckchen zu erwerben, die sich dann in ein Lock&lock-Behältnis geleert über Monate treibfähig hält (hier mal verlinkt, weil das aus meiner Sicht die einzige Dose ist, die verdient mit “perfectly airtight” beworben zu werden. Da ist bei uns alles drin, Essen, Nähutensilien Schäkel, Elektronik).

Und Brot wird alle 4-5 Tage gebacken – meist zwei Laibe aus ungefähr 1,5 kg Mehl/Schrot. Triebmittel ist Hefe plus Trockensauer – die Aufzucht und Versorgung eigenen Sauers ist mir bei den wechselnden Kühlbedingungen einfach zu anstrengend, und der Trockensauer funktioniert hervorragend und ist sehr schmackhaft. Beziehen kann man den beim segelnden Windmüller und Bäcker Helmut , und der stellt auf seiner Seite auch gleich ein gut funktionierendes Grundrezept vor.
Ansonsten: “bread happens”; es ist niemals wirklich gleich.