{"id":101,"date":"2007-11-12T19:32:00","date_gmt":"2007-11-12T18:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=101"},"modified":"2012-09-07T08:13:23","modified_gmt":"2012-09-06T20:13:23","slug":"vom-leben-an-bord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2007\/11\/12\/vom-leben-an-bord\/","title":{"rendered":"Vom Leben an Bord"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich wollte auch mal jammern und nicht immer nur Gemecker von Leuten anh\u00f6ren, die im kalten Deutschland sitzen, die Lokf\u00fchrer streiken lassen und auf nassen Stra\u00dfen durch&#8217;s Dunkel rutschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leben an Bord ist n\u00e4mlich ganz sch\u00f6n schwierig. Da ist zum einem der Eigner, der stets zur Unzeit hinter mir steht und bedeutungsschwanger fragt, ob ich das Funkger\u00e4t, das Pactormodem etc. noch ben\u00f6tige. Bordleben hei\u00dft n\u00e4mlich Stromsparen, und was alles wie viel Energie verbraucht, ist mir erst klar, seit wir hier versuchen, mit unserer Energieversorgung autark zu wirtschaften. Also w\u00fcnscht man sich a. Sonne und b. Wind. Nicht der Segelei, des gebr\u00e4unten Teints oder des Wohlgef\u00fchls wegen, nein, wegen der Energieausbeute aus Solarpaneelen und Windgenerator. Eine Nacht am Ankerplatz: sind minus 2 Ampere-Stunden, das macht die Ankerleuchte im Masttopp (jaja, eine LED-Leuchte, Ihr Schlaumeier!), und das deckt der Windgenerator, wenn es nur ein bisschen weht. Aber dann kommt die dusselige Skipperin und l\u00e4sst den kleinen 100W-Inverter f\u00fcr die Computer laufen. \u00dcber Nacht! Was das kostet!<br \/>\nDas Bordleben ist auch schwierig, weil irgendwelche Sachen immer den Amateurfunk, unsere Quelle f\u00fcr Heimatkontakte und Wetterinformationen,  st\u00f6ren. Der K\u00fchlkompressor zum Beispiel ist so ein Kandidat. Also schaltet frau die K\u00fchlbox aus, wenn sie funken m\u00f6chte. Hoffentlich denkt sie daran, die auch wieder einzuschalten. Meistens nicht&#8230;\u00a0 Weiche Butter, lauwarme Milch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherung &#8222;2&#8220; st\u00f6rt auch. Also weg mit dem Verbraucherkreis. Kein Licht in der Pantry, im Vorschiff fehlt die Steuerbordseite. Und der Gasfernschalter h\u00e4ngt mit da dran. Das merkt sie erst, wenn sie sich wundert, dass der Kuchen nicht so recht durchgebacken ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gibt es viele \u00dcberraschungen, die alten, die immer mal wieder vorbeikommen &#8211; die nicht zugedrehte Sp\u00fclwasserleitung an der Bordtoilette hatten wir schon l\u00e4nger nicht mehr! &#8211; und auch neue. Der Au\u00dfenborder patscht seit 2 Tagen, was stundenlange Forschungsarbeiten im Dinghy nach sich zieht. Der Eigner grummelt vor sich ich, w\u00e4hrenddessen versuche ich es mal wieder mit dem Funken. So geht man dann ausnahmsweise mit guter Leistung raus in die Atmosph\u00e4re &#8211; und kriegt nichts zur\u00fcck, weil der Zentralserver in den USA gerade mal &#8222;down&#8220; ist. F\u00fcr den Nachmittag hatte ich Janna und Len zum Kuchen eingeladen, etwas gro\u00dfm\u00e4ulig, wie sich herausstellt &#8211; meine Mehlvorr\u00e4te lagen bei 90 g Restbestand. Und dann das mit dem Backofen, siehe oben&#8230;<br \/>\nSo reiht sich eine Frustration an die andere, und pl\u00f6tzlich ist die Populationsdichte auf der AKKA mit zwei Personen, zwei B\u00e4ren und zwei Foomps einfach zu hoch &#8211; eine(r) muss von Bord,\u00a0 ich werfe mich verzweifelt \u00fcber die Reling.  Nach einer gro\u00dfen Schwimmrunde rund um die Nachbarschiffe geht&#8217;s aber wieder. Und wir haben ja Wind und Sonne satt, f\u00fcr Energie UND Psyche. Kuchen geht mit Grie\u00df und beim Grie\u00dfkuchen verr\u00e4t Len mir, wo die Funkanlage zu optimieren ist. Funkroutinen lassen sich notieren, inklusive &#8222;K\u00fchlbox an&#8220;, &#8222;Sicherung 2 an&#8220;.<br \/>\nNoch was? Ach ja, Janna versteht meine Anwandlungen mit der hohen Populationsdichte.<br \/>\nWir haben nix zu jammern. Nur zu lachen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wollte auch mal jammern und nicht immer nur Gemecker von Leuten anh\u00f6ren, die im kalten Deutschland sitzen, die Lokf\u00fchrer streiken lassen und auf nassen Stra\u00dfen durch&#8217;s Dunkel rutschen. Das Leben an Bord ist n\u00e4mlich ganz sch\u00f6n schwierig. 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