{"id":1048,"date":"2010-09-27T20:55:03","date_gmt":"2010-09-27T20:55:03","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=1048"},"modified":"2010-09-29T04:10:17","modified_gmt":"2010-09-29T04:10:17","slug":"bora-bora","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/09\/27\/bora-bora\/","title":{"rendered":"Bora Bora"},"content":{"rendered":"<p>Bora Bora, 27.9.2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon wieder eine Woche um &#8211; und am Horizont guckt Maupiti \u00fcber die Brecher. Wir m\u00fcssten uns Richtung Tonga aufmachen, aber ganz leicht f\u00e4llt uns das nicht; es ist n\u00e4mlich erstaunlich beschaulich auf Bora Bora. Nachsaison?! Die Krise?! So ganz genau wissen wir es nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hatte ich vor Anreise noch gedacht, dass ich jetzt auf die Insel Publa Cumba ** komme (da tanzen, frei nach James Kr\u00fcss, die\u00a0 Helikopter und Jetskis Rumba&#8230;) war schon der erste Halt am Bora Bora Yacht Club eine \u00dcberraschung: der existiert n\u00e4mlich nur noch marginal. Wir hatten eine der Moorings genommen, weil wir mal wieder Lust auf ein richtig sch\u00f6nes Abendessen hatten, &#8222;wundervolles franz\u00f6sisch.-polynesisches Essen&#8220; wurde uns angepriesen. Es ist Sonntag &#8211; wir unternehmen einen Gang nach Vaitape. Ruhig ist es auf den Stra\u00dfen &#8211; nur die Hunde gr\u00fc\u00dfen uns freundlich. Klar, wir sind ja auch die einzige Abwechslung an diesem Tag. Der Ort: geschlossen. Kein Caf\u00e9, kein Restaurant f\u00fcr den schnellen Mittagssalat &#8211; von solchen Lokalit\u00e4ten gibt es sowieso nur eine Handvoll, auch wochentags. Zur\u00fcck am Yacht Club &#8211; wir sind schon ganz geschafft vom Latschen in der Sonne und alternierenden Rennen zwischen den Regenschauern! &#8211; sehen wir am Club-Tor das Schild &#8222;Bar ferm\u00e9&#8220;. Naja, Sonntag eben &#8211; aber weit gefehlt: Bar und Restaurant sind bis auf Weiteres geschlossen. Seltsam. Wie sich am Montag herausstellt, sind wenigstens die Preise f\u00fcr\u20ac\u2122s W\u00e4schewaschen die alten, stolzen: 1000 CFP f\u00fcr die Maschine; ich bin zwar dankbar, dass ich die Handt\u00fccher nicht von Hand waschen muss, aber auf\u20ac\u2122s Trocknen (noch einmal 1.000 &#8230;) verzichte ich und h\u00e4nge den Kram in den Wind. Nicht ganz m\u00fchelos, daf\u00fcr kostenfrei. Abends verabreden wir uns mit Louise und Chris von der QUEST zum Sundowner auf der wirklich sch\u00f6nen Anleger-\/Terassenkombination und lassen uns trotz &#8222;Bar Ferm\u00e9&#8220; ein Bier servieren. Cocktails gibt es, auf eindringliche Nachfrage auch, aber wir k\u00f6nnen uns nicht des Verdachtes erwehren, dass das alles unter der Hand geschieht. Vielleicht ist die Konzession abhanden gekommen &#8211; unter Seglern machen abenteuerliche Seemannsgarn-Geschichten von Nachbarschaftsstreit und abgestelltem Strom die Runde, gepaart mit Cyclonsch\u00e4den, die &#8222;OLI&#8220; im Februar hinterlassen hat. Schade &#8211; dies war DER Platz, wo alle hin mussten, wenn sie auf Bora Bora waren, und es war eher ein Kunstst\u00fcck, ein Pl\u00e4tzchen zu finden. Jetzt sind wir vielleicht 5 Boote, und es herrscht die entsprechende Ruhe. Sehr willkommene Ruhe, und offensichtlich durch beides bedingt, Nebensaison UND Krise. Waren es bis vor Kurzem w\u00f6chentlich noch 5, 6 Kreuzfahrtschiffe, die ihre Ladung \u00fcber die kleine Insel ergossen, kommt derzeit nur die vergleichsweise kleine &#8222;Paul Gauguin&#8220; aus Papeete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verkriechen uns f\u00fcr den angesagten Starkwind auf die Westseite des Inselchens Topua, s\u00fcdlich vom Pass und genie\u00dfen ein paar noch ruhigere Tage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings, wo immer man hier ist, eigentlich ist st\u00e4ndig eines dieser Luxushotels in Sicht, Sheraton, Interconti, Sofitel und viele mehr. Und alle haben sie ihre Behausungen auf Pf\u00e4hlen ins Wasser gesetzt, das kennen wir ja schon seit Moorea so. Neugierig wie wir sind, m\u00fcssen wir uns das doch wenigstens einmal n\u00e4her betrachten, und so erobern wir das nahe gelegene Hilton Bora Bora von der Seite des Wirtschaftshofes aus; geplant und gewollt ist es sicher nicht, dass abgerissene Segler hier ihr Dinghy anb\u00e4ndseln. Wir spazieren durch einer \u00e4u\u00dferst gepflegte Anlage, Palmen wiegen sich \u00fcber gro\u00dfen Sandfl\u00e4chen (was erkl\u00e4rt, was der kleine Saugbagger vor dem Riff eigentlich macht: Teppich produzieren!) Bisschen steril, finde ich, aber die H\u00e4user, die in der Parkanlage am Hang stehen, gefallen uns extrem gut. GENAU die Gr\u00f6\u00dfe, die wir uns f\u00fcr einen Altersruhesitz ertr\u00e4umen, dicke Holzbohlen, viel Glas unter einem gro\u00dfen Palmblattdach. 800 Euro pro Nacht m\u00fcsste ja wohl machbar sein (ich glaube, diese Anwandlungen hatten wir schon mal &#8211; damals, am Parador in Bayona&#8230;).\u00a0 Ich will nicht behaupten dass Grabesstille herrscht, aber die wenigen G\u00e4ste, die unter Palmen in den gro\u00dfen H\u00e4ngematten schaukeln,\u00a0 kann man an einer Hand abz\u00e4hlen. Dementsprechend sind wir die Einzigen an einer der Strandbars, und so ist Zeit, ein bisschen mit Anastasja zu quatschen, der jungen Barfrau. Die holt sich telefonisch zun\u00e4chst mal die Genehmigung ein, uns \u00fcberhaupt bewirten (und abkassieren!) zu d\u00fcrfen, und mixt uns dann etwas, unten blau, mittig gr\u00fcn, oben gelb. &#8222;Bora Bora Nui&#8220;, Ananassaft und Blue Curacao. Lecker. Und ziemlich teuer. Bis Weihnachten wird hier nicht allzu viel los sein &#8211; wir werden das Gef\u00fchl nicht los, dass das Gesch\u00e4ft einfach \u00fcberzogen wurde. Das Hilton war vor nicht allzu langer Zeit ein Sheraton, und in einem der Segelf\u00fchrer wurde vor dem Ankerplatz zwischen Topua\u00a0 und Topua Iti gewarnt: zu viele Hotelboote. Sheraton ist jetzt auf einem der Au\u00dfenmotus vertreten &#8211; nicht dass man sich aus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen h\u00e4tte, nein, es wurde eine weitere Anlage errichtet. Unsere &#8222;Vorfahren&#8220; von vor 3, 4 Jahren berichteten noch von ununterbrochenem Schwell, verursacht durch Tauchboote und Jetskis &#8211; alles Fehlanzeige. Wir haben es sch\u00f6n hier, und ruhig. Wenn man mal vom Donnern der Brandung absieht. Und die wird in den n\u00e4chsten Tagen wieder mal zunehmen &#8211; Grund genug, das Wetter hier abzuwarten. Nicht der schlechteste Platz daf\u00fcr. Bora Bora halt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">** Vielleicht muss ich das erkl\u00e4ren. Die Geschichte geht so: K\u00e4pt&#8217;n Dado ger\u00e4t zu den Gl\u00fccklichen Inseln hinter dem Winde (wir auch!). Nicht alle auf seinem Schiff d\u00fcrfen alle diese besonderen Inseln besuchen, wo man aus Musik Bauwerke machen kann, oder wo Gem\u00e4lde pl\u00f6tzlich Wirklichkeit werden- das d\u00fcrfen nur nur solche, die das Talent zum Gl\u00fccklichsein haben. Die 4 M\u00f6wen an Bord, die Maus Philine, Tante Julie&#8230; (Und wir nat\u00fcrlich). Alle anderen Besatzungsmitglieder und Passagiere werden t\u00e4glich vom Ankerplatz zur Insel Publa Cumba gebracht, denn&#8220; &#8230;auf der Insel Publa Cumba tanzen die Insekten Rumba!&#8220; In fliegenden Teetassen und \u00e4hnlichen Gef\u00e4hrten gelangt man zur Insel, und die ist ein riesiger Napfkuchen, von dem man essen kann, man kann aber auch auf Puderzuckerpisten Skifahren und auf Seen aus Himbeersaft Motorboot fahren.\u00a0 Vollbespa\u00dfung eben, so wie an einem richtigen Touristenzentrum. Damit auch der ungl\u00fccklichste Reisende ein bisschen &#8222;Gl\u00fcck&#8220; hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bora Bora, 27.9.2010 Schon wieder eine Woche um &#8211; und am Horizont guckt Maupiti \u00fcber die Brecher. Wir m\u00fcssten uns Richtung Tonga aufmachen, aber ganz leicht f\u00e4llt uns das nicht; es ist n\u00e4mlich erstaunlich beschaulich auf Bora Bora. Nachsaison?! 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