{"id":128,"date":"2007-12-21T20:34:13","date_gmt":"2007-12-21T18:34:13","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=128"},"modified":"2012-09-07T08:52:23","modified_gmt":"2012-09-06T20:52:23","slug":"bei-hans-karl-im-krankenhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2007\/12\/21\/bei-hans-karl-im-krankenhaus\/","title":{"rendered":"Bei Hans-Karl im Krankenhaus&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u20ac\u00a6. oder: verschlungene Wege.<br \/>\nDas war ja eine sch\u00f6ne Tour heute morgen. Ich gebe zu, ich liebe es seit  vielen Jahren: fremde St\u00e4dte mit Rad  (siehe Br\u00f6tchenholen in  Kopenhagen) oder, wie dieses Mal, als \u00dcbrigbleibsel vom Eignerabholen  und  Gasflaschentauschen, mit dem Leihauto zu bereisen. Heute f\u00fchlte es  sich an wie eine Mischung aus Athen  (Berufsverkehr, also: Ellbogen  raus!)  im Fr\u00fchling (Sonnenschein!) und Nairobi fr\u00fchmorgens (exotische  Ger\u00fcche,  merkw\u00fcrdige Bebauung\u20ac\u00a6).<br \/>\nAlso, ich musste zu Hans-Karl. Weil ich in der letzten Woche bei Dr.  Luis Dominguez xxx war, bei der Sanidad  Estranjera, einer Art  Auslandsabteilung des Gesundheitsamtes. Im Geb\u00e4ude der Bombeiros, der  Feuerwehr. Schon  die zu finden war ein Abenteuer &#8211; stadtplanerischer  Irrwitz, Dein Name ist Las Palmas. Nachdem ich &#8211;  verschwitzt vom Radeln  im doch hei\u00dfen Dezember &#8211; vorgesprochen und mein Anliegen geschildert  hatte, durfte ich  gleich kehrt machen und zur Bank radeln, wo ich die  Arztgeb\u00fchr \u00fcberweisen musste, 16,84 f\u00fcr eine  Gelbfieberimpfung. Mit der  Quittung in der Hand zur\u00fcck, kriegte ich dann von Dr. Juan yyy zzz  meine Spritze  \u20ac\u00a6. Ein Job f\u00fcr Heiner und Barbara! 100%ig keine Schlangen  von n\u00f6ligen Ostfriesenpatienten mehr, sondern ab  und an mal der  vorbeibummelnde Seemann, eine nette Skipperin oder vielleicht auch mal  ein Neuank\u00f6mmling aus  Westafrika. Denke ich so. Der Andrang w\u00fcrde mit Sicherheit erlauben, eine Reihe  sch\u00f6ner B\u00fccher in der  Schublade zu haben. Bei Patientenalarm einfach  die Schublade zumachen\u20ac\u00a6 Einer k\u00f6nnte den Empfangsarzt machen,  der  andere die Spritze schwingen, umschichtig vielleicht?! Reichlich  weiteres Personal zum Umschichten der  Papiere und zur Kontrolle der  Geldeing\u00e4nge vorhanden! Sunshine guaranteed\u20ac\u00a6<br \/>\nEgal. Dr. Luis hatte ich auch nach dem state of the art der  Malariaprophylaxe f\u00fcr Westafrika befragt, und er  kullerte sehr sch\u00f6n  mit den Augen: &#8222;Andrea, es muy importante \u20ac\u00a6\u20ac\u009d Er sa\u00df zwar unter einer  Malarone-Karte,  verwies aber darauf, dass man hier ja schon fast in der  dritten Welt sei und somit Lariam allein schon aus  Kostengr\u00fcnden den  Vorzug g\u00e4be. Und bei uns sowieso, da wir ja l\u00e4nger als 3 Wochen auf die  Prophylaxe  angewiesen seien. Meine Information war zwar, dass Lariam  auf  den Kanaren nicht verf\u00fcgbar ist, aber nein, es  gibt eine Quelle  mit Betonung auf &#8222;eine\u20ac\u009d &#8211; man geht, ganz logisch, schnell mit dem Rezept  zur Post (nicht etwa  zur Bank!), bezahlt auf ein Konto der Deutschen  Bank einen Betrag von n mal 22,98 je Packung Lariam und wendet  sich mit  Quittung und Rezept bewaffnet vertrauensvoll an die Apotheke des  Milit\u00e4rkrankenhauses Juan Carlos I.  Hans-Karl, sozusagen, und der sitzt  mit seinem Hospital oben auf einer Bergkuppe und schaut \u00fcber die Stadt.   Und ich schaute erst einmal ziemlich entgeistert auf den Stadtplan.  Bis an den Fu\u00df des Berges hatte ich mich  ja schon herangetastet und  hatte &#8211; au\u00dfer einer Odyssee an den Postschaltern, wo ich mich  f\u00e4lschlicherweise  unter &#8222;dinero\u20ac\u009d,  Geldangelegenheiten, eingereiht  hatte &#8211; auch schon sch\u00f6ne Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen im Stadtteil Triana   besichtigt, in Einbahnstra\u00dfen gewendet etc.pp. Die Canarios, tja, die  spinnen, was die Verkehrsf\u00fchrung  betrifft, ich glaube, ich erw\u00e4hnte es  schon. Es gibt reihenweise Einbahnstra\u00dfen, aber alle in die gleiche   Richtung. Nach vielen Kilometern und nicht zu selten im n\u00e4chsten Tal  erst gibt es eine M\u00f6glichkeit umzukehren  oder endlich zielgerichtet  abzubiegen. Da kann es dann mal sein, dass man statt des   Hiper-Dino-Supermarktes  &#8222;gleich um die Ecke\u20ac\u009d lieber den aus dem  n\u00e4chsten Stadtteil aufsucht\u20ac\u00a6 So \u00e4hnlich heute auf dem Weg zu  Hans-Karl,  aber ich war gewarnt und entsprechend wachsam &#8211; Ute, die  &#8222;FREYA\u20ac\u009d-Bordfrau hatte vor ein paar Tagen  die Expedition mit dem Rad  bereits entnervt abgebrochen und einen Taxifahrer bem\u00fcht. Es war  wirklich ein sehr  weiter, sehr verschlungener Weg hinauf auf den Berg,  den man die ganze Zeit \u00fcber sich sah, die unglaublich  langen  Ampelphasen zerren an den Nerven, im Stadtplan verzeichnete Kreisel sind  keine\u20ac\u00a6 &#8211; aber nach einer  Weile dr\u00fcckte mir dann eine schon  weihnachtlich gestimmte Dame in einem Krankenzimmer-B\u00fcro im 5. Stock des   Krankenhauses Lariam f\u00fcr 229,80 in der Hand, vier P\u00e4ckchen f\u00fcr die  &#8222;Petit Fleur\u20ac\u009d, sechs  f\u00fcr uns. Uff. Und  nun geschwind das Leihauto  zur\u00fcckgeben. Noch 20 Minuten bis in die Innenstadt. Aber wie bereits  erw\u00e4hnt, die  spinnnen, die Canarios, und dank der genialen  Verkehrsf\u00fchrung war ich auf steilem Pfad bergab innerhalb 3  Minuten  wieder an dem Punkt, an dem der lange Umweg seinen Ausgang genommen  hatte. Und nach 15 Minuten am  Corte Ingl\u00e9s. Absolut p\u00fcnktlich konnte  ich das Auto warnblinkend auf dem B\u00fcrgersteig abstellen, dem Verleiher   den Schl\u00fcssel zuwerfen und mich zum Boot aufmachen. Elegant und  effektiv\u20ac\u00a6<br \/>\nNun wei\u00df ich, wer da oben aus dem alten Kastell auf die AKKA herabschaut: Juan Carlos I und sein Krankenhaus!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u20ac\u00a6. oder: verschlungene Wege. Das war ja eine sch\u00f6ne Tour heute morgen. Ich gebe zu, ich liebe es seit vielen Jahren: fremde St\u00e4dte mit Rad (siehe Br\u00f6tchenholen in Kopenhagen) oder, wie dieses Mal, als \u00dcbrigbleibsel vom Eignerabholen und Gasflaschentauschen, mit &hellip; <a href=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2007\/12\/21\/bei-hans-karl-im-krankenhaus\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9lYZL-24","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}