{"id":134,"date":"2008-01-18T10:23:00","date_gmt":"2008-01-18T09:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=134"},"modified":"2012-09-07T09:42:50","modified_gmt":"2012-09-06T21:42:50","slug":"hafentage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/01\/18\/hafentage\/","title":{"rendered":"Hafentage"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Hafentag. Einer wie jeder andere, zum Beispiel vorgestern. Es hatte heftig geregnet am Vorabend und so richtig kam das Wetter  gestern nicht wieder in Schwung. Die Wetterlage insgesamt ist mal wieder merkw\u00fcrdig: Wenn auf friedlich aussehenden GribFiles von einem Tag auf dem anderen Tiefs auftauchen, ist irgendetwas faul. Kurzweilig ist es dennoch, ungef\u00e4hr so:<br \/>\nNach dem Morgenkaffee kommen Ross und Wei mit ihrer GEMINI vom Ankerfeld wieder in die Marina &#8211; ung\u00fcnstige Wetterlage, keine Abreise in den n\u00e4chsten 2 Tagen. Und gleich danach biegt Bill um die Ecke, Ferrozementyacht SPANGLE, unser Nachbar und Ungl\u00fccksrabe aus Figueira da Foz und Cascais und Porto Santo. Und nachdem wir ihn gl\u00fccklich fest haben, hei\u00dft es von Ross&#8216; Seite &#8222;&#8230;coffee!&#8220; weil: Bill ist einh\u00e4ndig unterwegs und m\u00fcde von 24 schlaflosen Stunden auf See, und wenn man schon Kaffee kocht, kann man den ganzen Pantalan einladen, der sich dann ins GEMINI-Cockpit quetscht: Ross und Wei, nat\u00fcrlich,  Bill, der amerikanisch-vietnamesische Suen und seine Frau, Jochen, Traudl, Chantal, Jean-Claude, Jean-Pierre, das Kleinzeug namens Dant\u00e9, Emery und Izhbel  nicht zu vergessen. Damit ist der Vormittag schon mal fast dahin. W\u00e4hrend Andreas in Sachen Elektronik unterwegs ist (unsere neuen UKW-Handys werden noch mit Mikros f\u00fcr den Hemdkragen ausger\u00fcstet),  l\u00f6chere ich Ross, der noch unser Pantalan-Guru f\u00fcr Amateurfunk ist und einen elektronischen Overkill pflegt, zu Kurzwellenfragen, und was dabei  herauskommt, ist ein Ortstermin  auf der AKKA mit Kalibrierger\u00e4t. Bis dahin muss schnell noch das Moskitonetz fertiggestellt werden, und dazu ein weiterer Hechtsprung in die Stadt; nachdem mir  tags zuvor schon das Bleiband ausgegangen war (&#8222;&#8230;10 metros m\u00e0\u00a1s de bajo en plomo!&#8220;) wundert sich der Mann in der Merceria nun endg\u00fcltig, was ich mit 50 m  Schr\u00e4gband mache. Und da die Erkl\u00e4rung, dass die mosquetera nicht f\u00fcr la cama, sondern el barco ist, recht stockend verl\u00e4uft, wird er nun wohl denken, dass ich das ganzen Schiff in Moskitonetz geh\u00fcllt habe. Was die Mengen an Schr\u00e4g-und Bleiband erkl\u00e4ren w\u00fcrde.  Kurz danach ist mal wieder Getr\u00e4te und Winken angesagt: Jochen + Traudl brechen Richtung Kapverden auf, wir verabreden uns mal locker f\u00fcr Brasilien, die Seglerwelt ist ja in der Tat klein. Dann ist es 17 Uhr, und wir kriegen von Ross unsere geballte Ladung an Ham-Radio-Wissen verpasst. Ganz so schlimm sieht es um unsere Anlage nicht aus, mein Elektroniker hat das alles ganz richtig gemacht, aber dennoch wollen wir noch ein paar Ferritperlen kaufen gehen. &#8222;Tomorrow morning, about 9!&#8220; , und ich kriege nun doch noch ein Antennenbuch verschrieben. Mittlerweile ist es dunkel, Eilfahrt zum Corte Ingl\u00e9s, denn gleich kommen Urs und Caroline zum Fischfondue. Zur\u00fcck am Pantalan ein Riesen-Hafenkino.  Ein Traditionssegler liegt l\u00e4ngsseits und ein fetter Bugspriet st\u00f6kert Richtung AKKA. Der Eigner steht mit einem gro\u00dfen Kugelfender bewaffnet da und  versucht im Verein mit anderen Seglern und der Hafenpolizei, beim Anlegen zu helfen. Ganz sch\u00f6n schwierig zu man\u00f6vrieren das Teil, drum ist Stress allenthalben angesagt, der Bordhund gibt der angespannten Stimmung den Rest. Endlich mal wieder ein &#8222;richtiges Schiff&#8220; als Nachbarn&#8230; Und was ist es? Stallgeruch von der Schlei &#8211; 12 Jahre alt: &#8222;Die Zwillinge von Kappeln&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fondue zieht sich dann bis Mitternacht hin, mit Kerzen und Wein und &#8211; na klar, PETITE FLEUR bringt Hibiskusbl\u00fcten mit. Und da sich die Gespr\u00e4che nicht nur um  Trinidad (&#8222;&#8230; unbedingt!&#8220;) und Senegal (&#8222;&#8230; Malaria?!&#8220;) , schweres Wetter (kennen wir alle noch nicht) und Pantalan-Klatsch drehen, streifen wir auch den Amateurfunk, erfahren wir im Nebensatz von Urs, dass Caroline sich gerade eine Morsetaste gebastelt hat (waaahh!!), und sich nat\u00fcrlich unserer Expedition zum Funkladen anschlie\u00dfen  wird.<br \/>\nUnd die war heute fr\u00fch war einigerma\u00dfen erfolgreich: der Eigner erwirbt Ferritkerne, Caroline auch, Ross kriegt endlich eine Koax-Abisolierzange, und ich scherze derweil mit Wei und Izhbel  &#8211; ich gebe n\u00e4mlich den DAU. Die Schein-Funkerin. Einfach keine Ahnung&#8230; Alle zusammen nehmen wir noch einen Kaffee in GEMINIs Lieblings-Fr\u00fchst\u00fcckslokal. Eine Pastelaria f\u00fcr die hiesigen &#8211; Churros, Schokolade und Kaffee f\u00fcr alle, nicht mal einen 5er kostet das. Nicht schlecht. Ross sagt dazu &#8222;2-speed economy&#8220; &#8211; ein Gang  f\u00fcr die Touristen und einer f\u00fcr die Canarios. Das lassen wir uns gefallen.  24 Stunden sind um. Ein Hafentag. Fast wie jeder andere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hafentag. Einer wie jeder andere, zum Beispiel vorgestern. Es hatte heftig geregnet am Vorabend und so richtig kam das Wetter gestern nicht wieder in Schwung. 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