{"id":1421,"date":"2011-09-17T22:19:00","date_gmt":"2011-09-17T22:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2011\/09\/17\/von-haapai-nach-vavau\/"},"modified":"2011-09-17T22:19:00","modified_gmt":"2011-09-17T22:19:00","slug":"von-haapai-nach-vavau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2011\/09\/17\/von-haapai-nach-vavau\/","title":{"rendered":"Von Ha&#8217;apai nach Vava&#8217;u"},"content":{"rendered":"<p>Pangai, Lifuka\/Tonga, 18.9.2011<\/p>\n<p>Sie kommen! Sie kommen uns entgegen! Die anderen Segler meine ich, die, die jetzt schon nerv\u00f6s werden, weil man ja &#8222;bald&#8220; nach Neuseeland aufbrechen muss. Und dann gucken sie ein bisschen komisch, wenn wir kundtun, dass wir heute abend nach Norden aufbrechen. Hier sind doch sage und schreibe 2 andere Schiffe&#8230; Anticyclisch segeln ist nicht schlecht.<\/p>\n<p>In Pangai &#8211; Hauptort der Ha&#8217;apai-Gruppe &#8211; haben wir am Freitag einklariert, im Vielzweck-Beh\u00f6rdenh\u00e4uschen, wo Finanzabteilung, Post und Zoll sich in die R\u00e4umlichkeiten teilen. Es geht recht traditionell zu, ta&#8217;ovala ist Beamtenpflicht, und Andreas macht, w\u00e4hrend wir warten, Scherzchen, dass der Raum, den diese um den Bauch gewickelte Bastmatte bietet, sehr praktisch zu nutzen sei: f\u00fcr die Vorablage, um Post zu sortieren oder f\u00fcr das Lunchpaket.  Der Z\u00f6llner ist nett &#8211; wir haben ja eigentlich nix mit dem Zoll zu tun, wir m\u00fcssen uns nur als Seefahrer zwischen den Inselgruppen melden und bzw. nach Vava&#8217;u auschecken &#8211; er fragt, ob wir denn auch schon Wale gesehen h\u00e4tten.  Na klar, und was f\u00fcr welche und wie viele! Ha, sagt er, in Vava&#8217;u werdet Ihr daf\u00fcr BEZAHLEN m\u00fcssen, und teilt einen Seitenhieb auf den dort (vor)herrschenden Tourismus aus.  Wir bieten an, auf der R\u00fcckfahrt unseren Obulus zu entrichten &#8211; nach St\u00fcckzahl vielleicht?  Wir k\u00f6nnten eine Strichliste f\u00fchren?! Ach, nein, nur eine kleine Wal-Pauschale w\u00e4re ganz nett. Das alles ist im korrekten Tonga nat\u00fcrlich wirklich nur ein Scherz, aber vielleicht bringen wir beim n\u00e4chsten Mal einen Kuchen mit. S\u00fc\u00dfes geht in Tonga bekanntlich immer.<\/p>\n<p>Ha&#8217;apai &#8211; das war f\u00fcr uns &#8222;Paradies frei Haus&#8220;. Weitgehend jedenfalls &#8211; nat\u00fcrlich sind in Naturalien bezahlte Essenseinladungen kein &#8222;Geschenk&#8220;, und dass wir gleich zweimal in Uoleva im &#8222;Serenity Beaches&#8220; zum Abendessen eingekehrt sind, schl\u00e4gt auch zu Buche, aber es war eine willkommene Abwechslung, wenn einem so langsam die Frischwaren ausgehen. An einem Abend mussten ein paar Inselh\u00fchner dran glauben, und einmal war ein Wahoo an die Angel gegangen. Das Resort (6 Holzh\u00e4uschen im Palmenhain und ein gro\u00dfes offenes &#8222;Gemeinschaftsdach&#8220; (Bar, Restaurant und Lounge) am Strand erinnerte uns ein bisschen an alte Zeiten in Ostafrika, wo man mit allen G\u00e4sten (hier: 12) zusammen am Tisch sa\u00df. Bei Petroleumlampenschein verzehren wir unser Essen und lassen uns die Wal-Abenteuer des Tages berichten. Elektrizit\u00e4t kommt nur aus Solarquellen, wie man auch mit Solarduschen, die tags\u00fcber zum Aufw\u00e4rmen am Strand ausliegen, auskommen muss, aber die luftigen H\u00e4uschen haben alles, was man braucht.  Strand gibt es zu beiden Seiten der Insel, man kann stundenlang wandern, laufen, schnorcheln, paddeln &#8211; sicher eine Empfehlung f\u00fcr Leute, die diese Art von Schlicht-Luxus zu sch\u00e4tzen wissen.  Und da Semi, der Chefin Partner, gut kochen kann, bleiben wir einen Tag l\u00e4nger als geplant &#8211; unsere Portion Einsamkeit hatten wir ja beim letzten Stopp in Uonukuhihifo genossen, und von Trubel kann man in Uoleva auch nicht gerade sprechen.<\/p>\n<p>Auch hier, auf Lifuka, geht es gem\u00e4chlich zu, aber immerhin hat es das Mariners Caf\u00e9 zu einer Internetverbindung gebracht, tonganisch langsam, aber doch hoch willkommen, und so lassen wir uns mehr als bereitwillig ein Bier verkaufen und nehmen leckeres &#8218;ota ika zu uns. Im Mariners Caf\u00e9 sind Greg und seine polnische Freundin &#8222;h\u00e4ngengeblieben&#8220;; w\u00e4hrend sie sich um die G\u00e4ste k\u00fcmmert, schippert Greg mit seiner GWENDOLYN raus und zeigt Touristen die Wale.<br \/>\nWas die Versorgung auf Lifuka betrifft, bin ich den Mitseglern v\u00f6llig auf den Leim gegangen, ich hatte \u00fcber Funk gefragt, ob man vielleicht Zwiebeln oder Knoblauch kaufen k\u00f6nne (MAHUINI: &#8222;&#8230; also solche exotischen Sachen?! Wei\u00df nich&#8216; &#8230;&#8220;) und Walter meinte mich wegen des Erwerbs von Eiern von Familie zu Familie schicken zu m\u00fcssen.  Alles weit gefehlt, es gibt mehrere kleine Shops, teils tonganisch, eher aber chinesisch gef\u00fchrt, und da kriegt man alles, was man (dringend) ben\u00f6tigt, sogar Taschenlampen in Ghettoblasterform. Wir haben nicht getestet, ob es sich nun um ein Radio oder eine Taschenlampe handelt oder gar um beides&#8230;  Dass der Stapel neuseel\u00e4ndischer UHT-Schlagsahne, der im Regal steht (&#8222;keep refrigerated at all times!&#8220;) im M\u00e4rz abgelaufen ist, macht ja nix, ich hoffe da gibt es f\u00fcr uns vielleicht Nachschub in Neiafu\/Vava&#8217;u.  Also fahren wir gleich los. Schlagsahne kaufen. Walter sagt: &#8222;Lichter der Gro\u00dfstadt&#8220;. Lassen wir uns \u00fcberraschen &#8211; 6.000 Einwohner und viele, viele Boote&#8230;  Wir freuen uns schon auf die R\u00fcckreise. Mit vielen Stopps in Ha&#8217;apai.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pangai, Lifuka\/Tonga, 18.9.2011 Sie kommen! Sie kommen uns entgegen! Die anderen Segler meine ich, die, die jetzt schon nerv\u00f6s werden, weil man ja &#8222;bald&#8220; nach Neuseeland aufbrechen muss. 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