{"id":143,"date":"2008-02-10T23:08:00","date_gmt":"2008-02-10T22:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=143"},"modified":"2012-09-07T10:17:43","modified_gmt":"2012-09-06T22:17:43","slug":"akka-afrikalainen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/02\/10\/akka-afrikalainen\/","title":{"rendered":"AKKA Afrikalainen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich gebe es zu, es ist geraten, aber so ungef\u00e4hr wird es auf Finnisch hei\u00dfen: AKKA, die Afrikanerin. Wir sind da. Ferne Kontinente, erster Teil: Afrika. Fein hat sie das gemacht, unsere Gans. Ein bisschen traurig war sie ja bisweilen, wenn ihr die kleine Schwester PETITE FLEUR immer wieder davonlief bei den leichten Winden, aber heute fr\u00fch, da kam ihre Stunde. Es briste ein bisschen auf und schon flog sie davon. Bei den Petite Fleurs hat die Reise \u00fcbrigens einen anderen Namen: die G\u00e4nsebl\u00fcmchenfahrt.<br \/>\nAKKA und Petite Fleur. Ein nettes Paar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Vormittag liegen wir mitten im frischen Nordost &#8211; da freut sich der Windgenerator! &#8211; vor Hann Plage, einem Vorort von Dakar. Hier gibt es einen Yachtclub, eigentlich gleich zwei, wir liegen vor dem Klassiker, dem Cercle de la Voile de Dakar, mit ?berraschend vielen, vor allem franz\u00f6sischen Seglern zusammen. FREYA ist noch da, PRESENT liegt vor uns, zur Rechten Petite Fleur, hinter uns die Wanderer. Kurz nach der Ankunft kam gleich ein motorisiertes B\u00f6tchen vorbei, der &#8222;Passeur&#8220; wollte sich vorstellen. Ein bisschen colonial bastard-style: Man bet\u00e4tigt das Schiffshorn und flugs kommt der Taxidienst  &#8211; oder, wie wir beobachten konnten, auch nicht ganz so flugs! &#8211; vorbeigetuckert und schippert einen an Land. Dort waren wir noch nicht, unter der selbst gen\u00e4hten Senegal-Gastlandflagge weht also noch die Flagge Q, und das bleibt auch so bis morgen. Jetzt ist es Abend; wir hatten nach dem Ankerman\u00f6ver und Anker-Tauchen schnell ein Couscous gemacht &#8211; der Wind singt dazu sein Lied, der Windgenerator zischt, der Muezzin ruft aus der Stadt, es dudelt afrikanisch vom Strand &#8230; &#8230; &#8230; und dann muss jemand mit dem Hammer vorbeigekommen sein. Tiefschlaf. Unter der Anspannung, die uns wachgehalten hatte, verbarg sich wohl doch ein dickes M\u00fcdigkeitspolster, das wir nun abtragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reise war wirklich sch\u00f6n und lehrreich. Zun\u00e4chst mal haben wir ein ganz klare Lektion zur Geduld erhalten und diese auch geschluckt&#8230; Wir sind selten schneller als 5 Knoten gelaufen, \u00fcber weite Teile waren es 4, 4,5, 3,5. Folgerung: Na, dann dauert es eben einen Tag l\u00e4nger! Verproviantiert bis zur Oberkante w\u00e4ren uns kurzfristig h\u00f6chstens die Orangen ausgegangen. Und das ZIPF-Roggenbrot aus Gran Canaria. Allerdings hatten wir Gl\u00fcck mit Windrichtung und dem moderaten Seegang: 8 Tage &#8222;Waschmaschine&#8220; w\u00e4ren uns sicher mehr auf die Nerven gegangen, es war gerade so schon wackelig genug. Bis auf einen kurzen Seekrankheitsverdacht bei mir ging es uns durchgehend gut, und ich werde versuchen, das Thema weiter nach unserem Reff-Prinzip abzuhandeln: &#8222;&#8230; wenn Du anf\u00e4ngst dar\u00fcber nachzudenken, dann tu&#8217;s!&#8220;.  Wenn ich also anfange, \u00fcber meinen Magen nachzudenken, dann werfe ich eine Pille ein. Wobei ich meine, dass mir die VOMEX A Retard-Kapseln am besten tun, ich f\u00fchle n\u00e4mlich \u00fcberhaupt keine M\u00fcdigkeit. Hoffentlich gibt es die noch irgendwo auf dieser Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schlaferei, das ist so eine Sache &#8211; ich leide mehr unter einem Schlafdefizit als Andreas, der meint, dass er mit dem Wachrhythmus noch Wochen unbeeintr\u00e4chtig h\u00e4tte weitersegeln k\u00f6nnen (siehe oben  \ud83d\ude09 ). Ich f\u00fcrchte, dass sich bei mir die M\u00fcdigkeit noch weiter kumulieren wird. Petite Fleur geht ganz diszipliniert &#8211; Schweizer eben! Das zeigte sich allenthalben! &#8211; 3-Stunden-Wachen \u00fcber 24 Stunden, wir nur in der Nacht, und da schenken wir uns auch gegenseitig mal die eine oder andere Stunde, meinen<br \/>\naber, das ein bisschen mehr Planm\u00e4\u00dfigkeit auch Sinn machen k\u00f6nnte. Folgerichtig hat mein Eigner, als ich ihn heute eine Stunde versp\u00e4tet um 3 weckte, meine Bemerkung, mich doch bitte dem Plan gem\u00e4\u00df um 5 zu rufen, in die Tat umgesetzt. ES WAR EIN SCHERZ! Aber die Morgend\u00e4mmerung  war ja nicht mehr  weit, und au\u00dferdem \u00fcbe ich gern einh\u00e4ndige Segelman\u00f6ver und Trimmen, also hatte ich einen guten Morgen.<br \/>\nDen Windpiloten haben wir erst in den letzten 36 Stunden bem\u00fcht, und er hat das wunderbar gemacht, erstmalig wieder seit der Starkwindfahrt nach Porto Santo. Nach den Mucken, die er Richtung Lanzarote gezeigt hatte, machte er das auch toll heute fr\u00fch, als es frisch mit Halbwind bzw. am Wind zur Sache ging. Das Problem war &#8211; neben einer beseitigten Schwerg\u00e4ngigkeit &#8211; wohl eher, dass wir mit unserer Trimmerei nicht geduldig genug waren und an diesem Punkt noch ein bisschen Erfahrung brauchen.<br \/>\nUnd wir brauchen den Windpiloten ganz ernsthaft, hatten wir doch erschreckend hohe Energieverbr\u00e4uche zu registrieren &#8211; der &#8222;gro\u00dfe&#8220; Autopilot, das Radar in der Nacht, der tagelang durchlaufende Kartenplotter; auch der kleine Pinnenpilot, der alternativ die Windsteueranlage lenken kann und dann das Funken &#8211; all das sind Stromfresser.<br \/>\nMein neuer Lieblingsstromfresser ist und bleibt allerdings &#8211; neben den Laptops, ganz klar! &#8211; der Wassermacher. Willkommen an Bord, gut dass wir Dich haben.<br \/>\nDas hilft AKKA Afrikalainen und ihrer Crew auf dem Weg durch fremde Kontinente. Teil 1, Afrika, hat gerade begonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gebe es zu, es ist geraten, aber so ungef\u00e4hr wird es auf Finnisch hei\u00dfen: AKKA, die Afrikanerin. Wir sind da. Ferne Kontinente, erster Teil: Afrika. Fein hat sie das gemacht, unsere Gans. 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