{"id":144,"date":"2008-02-14T14:57:24","date_gmt":"2008-02-14T12:57:24","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=144"},"modified":"2012-09-07T10:48:56","modified_gmt":"2012-09-06T22:48:56","slug":"na-ga-deff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/02\/14\/na-ga-deff\/","title":{"rendered":"Na ga deff &#8230;"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">\n<p>oder: Guten Tag!<br \/>\nDas war Wolof\u20ac\u00a6 Weiter sind wir allerdings mit der Landessprache noch  nicht gekommen, obwohl wir schon ein bisschen h\u00e4tten dazulernen k\u00f6nnen.  Andere Leute hier sprechen Mandinga, und wenn ich einigen in die  schmalen Sahara-Gesichter schaue, dann sind auch noch andere Sprachen im  Spiel. Der kleinste gemeinsame Nenner ist das Franz\u00f6sische, das geht  auch ganz gut.<br \/>\nDakar. Was soll ich sagen\u20ac\u00a6 Soll ich vom Polizeioffizier auf der  Passkontrolle erz\u00e4hlen? Schmunzeln und Scherzchen und scheele  Seitenblicke auf die T\u00fcr, durch die ein Zeuge kommen k\u00f6nnte &#8211;   unumwunden war es nicht, aber doch eindeutig, wie er da nach einer  kleinen Geldzuwendung fragte. Oder von dem Polizisten, der uns auf dem  Flur ansprach und gern in Deutschland arbeiten w\u00fcrde? Fu\u00dfb\u00f6den auf dem  Airport putzen? Ich k\u00f6nnte auch vom Z\u00f6llner berichten, den ein Kollege  in seinem B\u00fcro weckte, damit er unsere Schiffe einklarieren konnte. In  nicht ganz korrekter Kleidung, daf\u00fcr ohne Frage nach &#8222;cadeau\u20ac\u009d.  Die  Uniformjacke zog er an, als er der Unterschrift wegen zum Chef musste.  Auch die Hosenbeine wurden dazu heruntergekrempelt &#8211; Ordnung muss sein.  Wir nehmen an, dass, kaum hatten wir ihm den R\u00fccken gedreht, die  Schlafmatte wieder vom Aktenschrank gewurschtelt wurde <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-includes\/images\/smilies\/icon_wink.gif?w=584\" alt=\";)\" data-recalc-dims=\"1\" \/> \u20ac\u00a6 Es sind ja auch nicht wirklich viele Segler abzufertigen. Ich kann  von Mama L\u00ef\u00bf\u00bdgumes berichten, die vor dem Tor des CVD sitzt und geduldig  auf Kunden f\u00fcr Auberginen und Erdn\u00fcsse, Kartoffeln und Avcados wartet,  von ihrem eher schlitzohrigen Fruchtverk\u00e4ufer-Pendant, der einem viel zu  viel in die T\u00fcte packt und noch mehr daf\u00fcr verlangt, vom Gewusel am  Port des Pecheurs, wo wir uns in der Mittagszeit an trocknenden  Haifischflossen, gesch\u00e4lten Orangen, Erdn\u00fcssen und diversen  undefinierbaren Snacks vorbei durch die Massen Richtung Zoll quetschen.  Und immer wieder gibt es eine witzige Bemerkung, hin oder her. Wir  lachen hier viel &#8211; mit den Senegalesen, \u00fcber uns alle zusammen.<br \/>\nAch,dann erz\u00e4hle ich doch einfach vom Stra\u00dfenverkehr. Das ist auch  sch\u00f6n. Ein bisschen heimisch-afrikanisch f\u00fchlen wir uns schon.<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Ampel_7_1.JPG\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-1.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Ampel_7_1.JPG\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Ampelanlagen ben\u00f6tige allerdings manchmal kleine Nachbesserungen\u20ac\u00a6 In die Stadt kommt man von hier aus mit dem Taxi.<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-2.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Taxi_1_1.JPG\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-2.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Taxi_1_1.JPG\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Schon rein automobiltechnisch taugen die Taxen zum Abenteuer, man  freut sich, wenn die T\u00fcren schlie\u00dfen, man freut sich auch, wenn man die  Radlager h\u00f6rt und die Sto\u00dfd\u00e4mpfer durchschlagen &#8211; immerhin bedeutet das,  dass beide Elemente vorhanden sind <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-includes\/images\/smilies\/icon_wink.gif?w=584\" alt=\";)\" data-recalc-dims=\"1\" \/> . Was den Fahrpreis betrifft, waren wir eingehend gebrieft und hatten  moderate 2000 CFA, ca. 3 Euro, f\u00fcr die Fahrt zur Mole 2 ausgehandelt,  aber das schlie\u00dft ja nicht aus, dass so ein Fahrer einen pl\u00f6tzlichen  Ged\u00e4chtnisschwund erleidet, wenn er auf 5000 herausgeben soll. Eine  andere Variante des Taxi-Abenteuers kann man dadurch umgehen, dass man  dem Fahrer ins Gesicht schaut, wenn man mit ihm verhandelt &#8211; wenn dieser  eher leer blickt, wenn man das Ziel nennt, besteht eine gewisse  Wahrscheinlichkeit, dass er den Weg nach Hann Plage oder den Port des  Pecheurs nicht kennt\u20ac\u00a6<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-3.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Len Taxi_3_1.jpg\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-3.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Len Taxi_3_1.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Oder nicht verstanden hat. So landet man dann statt an Mole 10 an  Mole 8, muss sich, weil nun wir ziemlich bl\u00f6de schauen, da beim falschen  Zoll angekommen, auf R\u00fcckfragen hin mit einem &#8222;\u20ac\u00a6 vous n\u20ac\u2122avez pas de la  confiance!\u20ac\u009d belehren lassen.Das ist dann mal weniger witzig gemeint und  hat einen Touch von &#8222;Rassistin!\u20ac\u009d<br \/>\nEs gibt allerdings nicht nur die gelb-schwarzen Taxen, sondern auch die Minibusse<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-4.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Minibus_2_1.jpg\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-4.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Minibus_2_1.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>die einen gern irgendwohin mitschleppen m\u00f6chten &#8211; &#8222;\u20ac\u00a6 Kleinvieh macht  auch Mist und darum nehmen wir die Toubabs mal dahin mit, wo sie  eigentlich nicht hin m\u00f6chten\u20ac\u00a6\u20ac\u009d Das allerdings kannten wir ja schon von  den Matatus auf der anderen Seite des Kontinents &#8211; non, merci! Also geht  man zu Fu\u00df die l\u00f6cherige, staubige Stra\u00dfe weiter, und unversehens h\u00e4lt  ein &#8222;Clando\u20ac\u009d, ein illegales Taxi, ganz gleich, ob das jemand ist, der  sich seinen Lebensunterhalt st\u00e4ndig damit verdient und bei dem der  Technikstandard sich an dem der registrierten Taxen orientiert (oder  darunter!) oder, wie in meinem Fall, ein junger Mann, der versucht, mit  dem funkelnden Gesch\u00e4ftsfahrzeug schnell einen Franc nebenbei zu machen.  Non, merci quand meme\u20ac\u00a6<br \/>\nDie ganz offizielle Variante der Transportes in die Stadt war allerdings  der Hammer des gestrigen Tages: eine reine Guck-Tour in die City.  Busfahrt, mit DDD &#8211; Dakar Dem Dikk.<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-5.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Bus_6_1.jpg\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-5.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Bus_6_1.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Statt 2000 nur 125 CFA pro Nase. Als ich einsteige &#8211; alter blauer  Pariser \u00d6PNV-Bus, mittlere T\u00fcr &#8211; denke ich so, dass nach mir eigentlich  niemand mehr einsteigt, aber es wird gequetscht und gequiekt, und schon  passen unter anderem auch noch Len und Janna auf die Fuhre.sowie  Caroline und Urs, dessen Bein dann sp\u00e4ter mal kurz in der T\u00fcr klemmen  wird. Ich stehe breitseits vor dem B\u00fcdchen des Schaffners, h\u00e4ndige ihm  Geld aus, das von irgendwoher durchgereicht wird, und reiche die  s\u00e4uberlich und einzeln  gestempelten Tickets wieder hinaus, die dann  wieder von Hand zu Hand bis zum Addressaten gehen. Will jemand von  hinten aussteigen, so beginnt er ein paar Stationen vorher den m\u00fchsamen  Weg nach vorn. Ich stelle da vor dem Schaffnergitter ein besonderes  Hindernis dar, also wende ich mich dem Kandidaten zu und wir drehen uns  dann gemeinsam Richtung T\u00fcr. Plopp! Das nennt man Tuchf\u00fchlung! Ich will  nicht behaupten, dass uns nun alle Insassen als besonderen Gewinn auf  dieser Fahrt empfanden, aber es wurde mal wieder ordentlich gelacht. Und  schon waren wir an der Place de l\u20ac\u2122Independance und das n\u00e4chste  Abenteuer ging los. Das hie\u00df &#8222;guide\u20ac\u009d abwehren.<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135723-6.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar Guide_4_1.jpg\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135723-6.jpg?w=584\" alt=\"Dakar Guide_4_1.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Nicht wirklich einfach und nur mit etwas Bestimmtheit zu schaffen. Aber das ist eine andere Geschichte.<br \/>\nDanach waren wir &#8211; geschafft.  Und hatten uns eine Pause in unserer  Clubbar im CVD verdient. Was machen Segler, wenn sie nicht segeln oder  basteln?<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/20080214-135724-7.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none;\" title=\"Dakar CVD_5_1.jpg\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-photos\/thumb.20080214-135724-7.jpg?w=584\" alt=\"Dakar CVD_5_1.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/div>\n<p>Man sieht hier den Eigner, mit Janna, Len, Barbara und Reinhard. WiFi  hei\u00dft das Zauberwort &#8211; Surfen im Internet. Und schnacken, \u00fcber  westafrikanische Fl\u00fcsse. Und frittierte, mit Fisch gef\u00fcllte  Teigt\u00e4schchen mit scharfer So\u00dfe essen, die uns &#8222;Mama Peche\u20ac\u009d, wie ich sie  mal nennen will, im Plastikeimer vorbeibringt. Heute hat sie auch  wieder Jannas Lieblings-Snacks dabei, das hat sie versprochen: Kandierte  Erdn\u00fcsse. Es wird Zeit den Passeur herbeizurufen, um rechtzeitig f\u00fcr  die kandierten N\u00fcsse vor Ort zu sein. Und um diesen Blogbeitrag  abzuschicken.<br \/>\nNa ga deff, allerseits!<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oder: Guten Tag! Das war Wolof\u20ac\u00a6 Weiter sind wir allerdings mit der Landessprache noch nicht gekommen, obwohl wir schon ein bisschen h\u00e4tten dazulernen k\u00f6nnen. 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