{"id":155,"date":"2008-03-10T23:31:00","date_gmt":"2008-03-10T22:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=155"},"modified":"2012-09-07T11:16:31","modified_gmt":"2012-09-06T23:16:31","slug":"saly-und-anderes-aus-schwarzafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/03\/10\/saly-und-anderes-aus-schwarzafrika\/","title":{"rendered":"Saly und anderes aus Schwarzafrika"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Frisch in Gambia angekommen noch schnell ein R\u00fcckblick auf die Woche in Saly: Wir haben es genossen!<br \/>\nSchwimmen ohne Choleragefahr, tauchen um den Rumpf (und schrubben). Jus de Bissap in der Strandbar des Hotels Espadon. Nicht mal die Jetskifahrer haben uns wirklich langfristig gest\u00f6rt &#8211; wenn es gar zu doll kam, schwamm Janna eben nicht das &#8222;magische Dreieck&#8220; zwischen Petite Fleur, Present und AKKA, sondern verlegte sich aufs Aquajogging. Ich auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten: Gem\u00fctliche Abende mit Len und Janna, mit Caroline und Urs, Internet (zeitweise) von Bord. Und beim letzten Sundowner im Strandrestaurant dann ein Prototyp f\u00fcr mich: Caroline, die T\u00fcftler- und Bastlerin hat mir eine Decksdusche gebaut! Genial&#8230; Aus einer Wasserflasche mit zwei Schraubverschl\u00fcssen &#8211; einer davon vielfach durchstochen, ein Brausedeckel. Ein Liter S\u00fc\u00dfwasser reicht! Danke, Caroline! Bild folgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schlimm wie erwartet war es in Saly mit dem Tourismus nicht &#8211; es gab in der Tat das eine oder andere schwarz-wei\u00dfe P\u00e4rchen, aber augenf\u00e4llig war das nicht, ebensowenig die Bemerkung, dass Afrika verjagt worden sei. Die Hotelanlagen waren so afrikanisch oder europ\u00e4isch wie das Interconti in Nairobi oder anderswo, klar. Afrika lag zwar nicht direkt am Strand, da grillten die Franzosen und Belgier, und nicht einmal das in Massen, aber gleich dahinter begann es, ein fast normales Afrika-Dorf mit Fischerbehausungen, Pirogen am Strand, mit Hochzeitstamtam und muridischen Gottesdiensten. Die Gem\u00fcsefrauen freuen sich, wenn man t\u00e4glich wiederkommt, Brot gibt es in der gro\u00dfen Krimskramsbude gegen\u00fcber. Zugegeben, dass wir die W\u00e4sche in einer franz\u00f6sisch geleiteten W\u00e4scherei abgeben und gegen kleines Geld waschen lassen konnten, ist sicher dem Tourismus und den vielen Hotels  geschuldet. Selbst mein voll gestopfter Seesack wirkte zierlich neben den riesigen Palmblattk\u00f6rben mit der Hotelw\u00e4sche, aber die Gelegenheit war g\u00fcnstig. Finanziell und topografisch.<br \/>\nDie W\u00e4scherin hatte angedeutet, dass es au\u00dfer dem Supermarch\u00e9 Oasis Midi, downtown Saly, auch in Mbour Superm\u00e4rkte gebe. Das k\u00f6nnte man ja mal probieren, dachten wir und arrangierten schnell einen Sammelausflug. Taxiverhandlung &#8222;on the go&#8220;, das kennt der geneigte Leser ja nun schon. Wir n\u00e4hern uns Mbour, zweitgr\u00f6\u00dfter Fischerhafen des Landes. Auff\u00e4llig viele Pferdekarren &#8211; Caroline tippt auf Araberpferdchen, ich finde, sie sehen ganz sch\u00f6n &#8222;maulig&#8220; aus, aber es fehlen die langen Eselsohren.<br \/>\nUnd dann trifft uns der schwarzafrikanische Schlag: Riesengew\u00fchle auf dem Markt am Fischerhafen. Im Wasser Pirogen jedweder Gr\u00f6\u00dfe, Pferde ziehen ihre Karren m\u00fchselig bis an die Bordw\u00e4nde und lassen sie beladen. Sehr tapfer, die kleinen&#8230; Es stinkt streckenweise bestialisch, und so habe ich keine rechte Lust, mir auch noch die Fischr\u00e4ucherei zeigen zu lassen. Wir dr\u00e4ngen uns zur\u00fcck durch die Massen &#8211; Menschenmassen, Abfallmassen, Warenmassen. Gem\u00fcse wird in Qualit\u00e4ten verkauft, die ich unbesehen dem Kompost \u00fcberantworten w\u00fcrde. H\u00fcfthoch liegt der M\u00fcll auf einem Haufen, die ortsans\u00e4ssigen Ziegen suchen sich noch die sch\u00f6nsten Leckerbissen heraus. Frauen waschen Salat in undefinierbarer brauner Br\u00fche. In den Seitengassen wird es dank der nahenden Siesta etwas ruhiger, zumal auch das Freitagsgebet die Stra\u00dfen fegt. Wir horchen eine Weile an einer katholischen Kirche einem Gottesdienst &#8211; die ehemals animistischen S\u00e9r\u00e9re dieser Gegend sind christianisiert, im Gegensatz zu den anderen Volksgruppen, die fast ausschlie\u00dflich islamisch sind. In den staubigen Gassen sitzen nur noch wenige H\u00e4ndlerinnen, wir begucken selbst gebundene Palmstrohbesen, probieren Baobabfr\u00fcchte, begucken mysteri\u00f6s ausschauendes gr\u00fcnes &#8222;Couscous&#8220; und kaufen einen kleinen Bissap-Vorrat. Und sind froh, als wir dann durch die Bullenhitze wieder zu unseren Schiffen gekarrt werden. Home sweet home, oder besser: boat sweet boat&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch in Gambia angekommen noch schnell ein R\u00fcckblick auf die Woche in Saly: Wir haben es genossen! Schwimmen ohne Choleragefahr, tauchen um den Rumpf (und schrubben). Jus de Bissap in der Strandbar des Hotels Espadon. 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