{"id":157,"date":"2008-03-12T11:27:00","date_gmt":"2008-03-12T10:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=157"},"modified":"2012-09-07T11:33:45","modified_gmt":"2012-09-06T23:33:45","slug":"bolonfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/03\/12\/bolonfahrt\/","title":{"rendered":"Bolonfahrt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nein, kein Tippfehler&#8230;<br \/>\n&#8222;Bolon&#8220; nennen sich hier die Seitenarme der Fl\u00fcsse in den Mangroven. Und da man in Half Die die Schiffe nicht &#8222;without constant anxiety&#8220;, wie der Segelf\u00fchrer sagt, allein h\u00e4tte liegen lassen k\u00f6nnen, und wir doch noch ein paar Besorgungen in Banjul machen wollen, haben wir uns nach Oyster Creek verlegt. Wir liegen in einem mangrovenumgebenen Ententeich und drehen mit einigen gro\u00dfen Pirogen Pirouetten im Tidenstrom. Ein britischer Langfahrt-Katamaran ist noch da und drei, vier ortsans\u00e4ssige Yachten.<br \/>\nIn der Ferne rauscht ein bisschen Verkehr \u00fcber die Denton Bridge nach Banjul hinein und unter der Br\u00fccke, hinter der Sandbank, die Atlantikbrandung. Sehr friedlich.<br \/>\nDie Nacht nach dem Einklarieren vor Half Die verbrachte die halbe Crew selig schlummernd unter dem Mosktionetz und die andere H\u00e4lfte&#8230; Naja, die funkte ein bisschen rum, schrieb Blogbeitr\u00e4ge, verrammelte den Niedergang mit dem Luftschott und die Decksluken von innen&#8230; Gl\u00fccklicherweise gab es auch auf der PETITE FLEUR eine Phase der Aufr\u00fcstung, ich war also nicht allein. Dennoch &#8211; eigentlich habe ich bis 5 Uhr morgens auf &#8222;Besuch&#8220; gewartet, hie\u00df es doch, dass &#8222;&#8230;boats have been robbed while the owners were asleep on board&#8230;&#8220; Den Eigner k\u00fcmmerte das gar nicht, w\u00e4hrend ich Pfefferspray, Presslufthupe und Funkger\u00e4t bereithielt. Half Die, Half sleep&#8230;<br \/>\nAm Morgen ein etwas verkatert klingender Urs an der Funke, die Heiserkeit wohl weniger einem Alkoholgenuss geschuldet als dem schlechten Schlaf und der senegalesischen Yachtiepest, die mittlerweile dort angekommen ist. Im Gegensatz zur PRESENT (Janna), WANDERER (Reinhard), AKKA (ich) und PANTHERA (Holger) leisten sich aber die Bl\u00fcmchen alle beide eine kleine Infektion. Dennoch: eine weitere Nacht wollten wir hier nicht bleiben, und es geht los, zum Turnbull Bolon, der nicht einmal in den elektronischen Seekarten verzeichnet ist. Taktisch machen wir aus, dass die AKKA mit dem gr\u00f6\u00dferen Tiefgang hinter der kleinen PETITE FLEUR herf\u00e4hrt, und diese uns kritische Wasserst\u00e4nde her\u00fcberfunkt. Wir fummeln uns bis zur Einfahrt des Chitabong-Bolons vor &#8211; schon mal nicht so einfach, die L\u00fccke auszumachen. Ich schaue angestrengt auf die Horizontlinie des Mangroveng\u00fcrtels, bis ich in der Wasserlinie die Einkerbung entdecke. In der Einfahrt soll es dann &#8222;tricky&#8220; sein, weil die S\u00e4nde sich verschieben. Vor uns schl\u00e4gt die Petite Fleur merkw\u00fcrdige Haken &#8211; wir haben Springzeit und sind mit auflaufendem Wasser und 3 Stunden zum Hochwasser losgefahren, das sollte doch eigentlich passen. Passt auch &#8211; kurz nachdem wir ein &#8222;&#8230; nur noch 1,80 m&#8230;&#8220; h\u00f6ren, saugt sich die AKKA schon im Mud fest. W\u00e4hrend wir noch \u00fcberlegen, dr\u00fccken  uns Strom und Wind wieder raus, und ein freundlicher Engl\u00e4nder, der mit einem Speedb\u00f6tchen aus dem Bolon kommt, bedeutet uns, dass wir noch dichter an der Mangrovenkante entlang fahren sollen.<br \/>\nKurzer Bedenkzeitkringel, Ruder mitschiffs, ein bisschen Gas und &#8230; durch. Vieleicht waren 3 Stunden zum Hochwasser doch noch ein bisschen fr\u00fch, denn knapp war es, auch im zweiten Anlauf. Danach tasten wir uns nach Anleitung von Herrn Jones aus dem Jahre 1996 und mit Funkansage von Caroline durch die Mangroven. Touristenboote kommen uns aus Oyster Creek entgegen, einer winkt ab, dass wir da nicht durch k\u00f6nnen, aber wir sind sicher: steigendes Wasser &#8211; es muss; so tief gehen wir ja nun doch nicht!<br \/>\nEin Auge auf dem Tiefenmesser festgenagelt, das andere starrt auf die Wasseroberfl\u00e4che: nach einer Weile gew\u00f6hnt man sich ans Schielen, wir schl\u00e4ngeln uns voran. Nicht gerade Rekordzeit, als wir nach 1 Stunde und 45 Minuten in Oyster Creek den Anker fallen lassen &#8211; Herr Jones braust hier in einer dreiviertel Stunde durch, aber Spa\u00df gemacht hat es schon.<br \/>\nJetzt ist erst einmal aufr\u00e4umen, AKKA s\u00e4ubern (unglaublich! Sahara allenthalben!), Brotbacken angesagt. Und Auskurieren auf Petite Fleur, nat\u00fcrlich. Und so ganz lange werden wir nicht allein bleiben &#8211; PRESENT und WANDERER machen sich morgen auf den Weg. Tipps f\u00fcr die Bolonfahrt sind schon gemailt&#8230; Und dann warten erst richtig viele Bolons auf uns, flussauf Richtung Mother Africa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, kein Tippfehler&#8230; &#8222;Bolon&#8220; nennen sich hier die Seitenarme der Fl\u00fcsse in den Mangroven. 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