{"id":1591,"date":"2012-03-06T22:11:16","date_gmt":"2012-03-06T09:11:16","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=1591"},"modified":"2012-03-07T11:44:23","modified_gmt":"2012-03-06T22:44:23","slug":"sydney-stadt-und-leute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/06\/sydney-stadt-und-leute\/","title":{"rendered":"Sydney &#8211; Stadt und Leute"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1593\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1593\" data-attachment-id=\"1593\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/06\/sydney-stadt-und-leute\/bluem-3-sisters\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?fit=390%2C520&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"390,520\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"BlueM 3 Sisters\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?fit=224%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?fit=390%2C520&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-1593\" title=\"BlueM 3 Sisters\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?resize=390%2C520\" alt=\"Blue!! Mountains. Der blaue Dunst ist Eukalyptus-Dampf...\" width=\"390\" height=\"520\" srcset=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?w=390&amp;ssl=1 390w, https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/BlueM-3-Sisters.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w\" sizes=\"(max-width: 390px) 100vw, 390px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-1593\" class=\"wp-caption-text\">Blue (!!) Mountains. Der blaue Dunst ist Eukalyptus-Dampf...<\/p><\/div>\n<p>Katoomba, 7.3.2012<\/p>\n<p>Das ist der Fluch der b\u00f6sen Tat &#8211; oder der S\u00e4umigkeit: der Blogger wei\u00df schon nicht mehr, wo er, wo sie anfangen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sydney liegt hinter uns, wir stehen da, wo wir nicht hinwollten, n\u00e4mlich in einem BRITZomobil, wie wir die Dinger in Neuseeland (wir sind ja echte Kiwis mit einem richtigen Kiwi-PKW*) ver\u00e4chtlich genannt haben, und Britzomobile stehen halt auf Campingpl\u00e4tzen alle zusammen. Huh. Wir geh\u00f6ren zur Herde. Wir hatten einen &#8222;Backpacker&#8220; gebucht, das sind die abgelegten Campervans von Britz und Maui, Apollo und so fort, und kriegten gestern doch tats\u00e4chlich einen BRITZ Voyager vorgesetzt &#8211; dabei hatte ich get\u00f6nt: &#8222;&#8230; nee, aber bitte kein BRITZ!&#8220;\u00a0 Never say &#8222;never&#8220;&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mobil ist jedoch von der Firma sicher gut ausgew\u00e4hlt, der gemeine Australien-Campervanfahrer leiht sich das Ding f\u00fcr 2, max. 3\u00a0 Wochen und h\u00e4tt&#8217;s gern sch\u00f6n und sauber; unsere\u00a0 Pl\u00e4ne sehen eher die &#8222;harte Tour&#8220; vor, und so sieht unser Voyager zumindest innen auch aus: definitiv ziemlich gebraucht, Marke: &#8222;&#8230; den k\u00f6nnen wir gut nach Alice Springs schicken!&#8220;\u00a0 Uns soll es recht sein. Eine Nummer gr\u00f6\u00dfer als gebucht, aber alles in allem recht f\u00fcr unsere Zwecke.\u00a0 So what. We hit the road. Zwar hatte der Eigner mit Leatherman und Grips eine Reparatur schon  &#8222;ausgef\u00fchrt&#8220;, ein frei baumelndes Relais, das wir bei der ersten  \u00d6lkontrolle entdeckten, aber wir waren heute trotzdem mal vorsorglich in der Werkstatt; Diagnose: alles bestens. Suuper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck auf Null dieser Australienreise. Zun\u00e4chst mal meine Entschuldigung an alle Australier, die ich mit &#8222;Gebell&#8220; und &#8222;direkter Art&#8220; getroffen hatte: bislang waren alle sehr nett.<br \/>\nUnd ein paar waren besonders nett.\u00a0 Sydney war nat\u00fcrlich viel &#8222;Rumlaufen in der Stadt&#8220; und die derzeitigen Regenf\u00e4lle hier in New South Wales haben es ja wohl sogar bis in die deutschen Nachrichten geschafft, also k\u00f6nnt Ihr Euch denken, dass es auch viel &#8222;Rumgelaufe in Museen&#8220; war. Und anderen Sehensw\u00fcrdigkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nummer eins: Mittwochnach(t)mittag &#8211; der Himmel wird schwarz und schw\u00e4rzer, wir n\u00e4hern uns dem Maritime Museum und die aufmerksame Ticketverk\u00e4uferin mahnt uns, doch bitte zuerst die Schiffe im Hafen anzuschauen &#8211; es k\u00f6nnte schlie\u00dflich &#8222;etwas regnen&#8220;.\u00a0\u00a0 Wohl wahr (wir haben uns f\u00fcr den R\u00fcckweg dann Plastikt\u00fcten zum \u00dcberst\u00fclpen geleistet!). Auf den Schiffen trafen wir auf die erste Serie begeisterter Freiwilliger, die in Sydneys Museen Dienst tun und mitrei\u00dfende F\u00fchrungen veranstalten, hier Peter, Paul und &#8211; nein, nicht Mary! &#8211; John.\u00a0 Zerst\u00f6rer, Gew\u00fcrzh\u00e4ndler, UBoot.\u00a0 Voller Begeisterung, voller Spa\u00df an der Geschichte der beiden gar nicht mal so alten Navyschiffe, voller Geschichten um &#8222;Blockadebrechen&#8220; bei gro\u00dfen Man\u00f6vern und Gruselstories \u00fcber das UBootfahren rund um die Technik. Und dann Paul auf dem Gew\u00fcrzh\u00e4ndler\u00a0 &#8222;Duyfken&#8220; (einem Nachbau) voller Freude an Geschichte und Entdeckungsreisen, mit einem dicken Stein im Brett f\u00fcr Heinrich den Seefahrer und die Portugiesen im Allgemeinen, voller Witz.\u00a0 Es war ja nicht\u00a0 Cook, der als erster Europ\u00e4aer australischen Boden betreten hat, und Paul hat zur Duyfken, dem holl\u00e4ndischen Gew\u00fcrzh\u00e4ndler (so um 1600) gleich eine Aborigines-Geschichte beizusteuern: der Kapit\u00e4n, Willem Janszoon, wurde n\u00e4mlich, als er im Golf von Carpentaria Wasser bunkern wollte, von den Aborigines zun\u00e4chst mal nett empfangen. Bis er nach eben solchen Mengen von Wasser verlangte, n\u00e4mlich f\u00e4sserweise, dass es den Aborigines merkw\u00fcrdig vorkam: das kann man doch nicht alles auf einmal trinken!\u00a0 Nein, so viel Wasser gibt es nicht! Und schon flogen die Speere.\u00a0 Recht hatten sie&#8230;\u00a0 Und damit war die erste &#8222;Entdeckung&#8220; Australiens beendet. Und Janszoon keinen Schimmer, dass er da einen neuen Kontinent betreten hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit war Tag 1 1\/2 geschafft, wir waren so platt wie unsere F\u00fc\u00dfe (ja, danke, der Ferse geht es ziemlich gut! Dank Crocs&#8230;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_1594\" style=\"width: 385px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1594\" data-attachment-id=\"1594\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/06\/sydney-stadt-und-leute\/syd-opera-utzon\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?fit=375%2C520&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"375,520\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Syd Opera Utzon\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?fit=216%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?fit=375%2C520&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-1594\" title=\"Syd Opera Utzon\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?resize=375%2C520\" alt=\"Joern Utzon - zur Er\u00f6ffnung der Oper keiner Silbe wert...\" width=\"375\" height=\"520\" srcset=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?w=375&amp;ssl=1 375w, https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Syd-Opera-Utzon.jpg?resize=216%2C300&amp;ssl=1 216w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-1594\" class=\"wp-caption-text\">Joern Utzon - zur Er\u00f6ffnung der Oper keiner Silbe wert...<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tag 2 (den ersten halben lasse ich ab jetzt weg&#8230;) hatte sch\u00f6nes Wetter f\u00fcr uns bereit, also: Botanic Garden zwo (denn der liegt auf dem Weg) und dann\u00a0 THE OPERA HOUSE. Oder anders: nette Guides, 2. Teil.\u00a0 Megan.\u00a0 Wieder voller Freude f\u00fcr dieses besondere Bauwerk, Sympathie f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Architekten, den man zur Einweihung nicht nur nicht eingeladen hatten, sondern den man nicht einmal erw\u00e4hnt hat. Das \u00e4ndert sich mittlerweile. J\u00f6rn Utzon ist zwar mittlerweile gestorben, aber man \u00fcbernimmt f\u00fcr die Renovierung des Opernhauses mehr und mehr die alten Pl\u00e4ne Utzons, hat dazu seinen Sohn engagiert und Megan meinte hoffnungsfroh: &#8222;&#8230; und dann haben wir irgendwann ein originales Utzon-Operhaus&#8220;.\u00a0 Es war aber auch so beeindruckend genug, die Gr\u00f6\u00dfe, das Design. Die Urteile schwanken zwischen &#8222;Gruppensex von Schildkr\u00f6ten&#8220; zu Bill Brysons &#8222;Reiseschreibmaschine gef\u00fcllt mit Austern&#8220;. Der Welt modernstes &#8222;Weltkulturerbe&#8220;-Geb\u00e4ude, der Wiedererkennungswert liegt auf dem zweiten Platz. Hinter &#8222;Mickey Mouse&#8220;! Megaan konnte \u00fcbrigens noch eine besondere Eigenschaft der Australier belegen: die Spielfreude. Die Oper \u00fcberstieg die geplanten Baukosten um 90 Millionen Dollar &#8211; die Diskussion war gro\u00df, wie man das wohl bezahlen sollte, bis man auf die Idee kam, eine Opernhaus-Lotterie zu starten. Ganze 18 Monate hat es gedauert, bis die spielfreudigen Australier ihre Ikone bezahlt hatte. Aber nicht nur vom Opera House konnte Megan schw\u00e4rmen, sondern auch von Veranstaltungen&#8230; Und dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_1595\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1595\" data-attachment-id=\"1595\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/06\/sydney-stadt-und-leute\/syd-opera-night\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?fit=520%2C390&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"520,390\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"SYD Opera Night\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?fit=300%2C224&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?fit=520%2C390&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-1595\" title=\"SYD Opera Night\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?resize=520%2C390\" alt=\"Sydney Opera House. Beeindruckend\" width=\"520\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?w=520&amp;ssl=1 520w, https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/SYD-Opera-Night.jpg?resize=300%2C224&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-1595\" class=\"wp-caption-text\">Sydney Opera House. Beeindruckend<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freitag, 3. Tag in Sydney, Regen, Regen, Regen. Und &#8222;nette Guides&#8220;, die n\u00e4chste: Diana, voller Witz f\u00fcr Sydneys Siedlungsgeschichte in den &#8222;Hyde Park Barracks&#8220;, den restaurierten Unterk\u00fcnften f\u00fcr die Verbannten. Unglaubliche Geschichte(n) konnte Diana produzieren, von der Tatsache, dass fast 30 Jahre vergingen, bis \u00fcberhaupt eine Unterkunft f\u00fcr die Verbannten geschaffen wurde (bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Str\u00e4flinge, oder wie man sie nennen will, am Nachmittag um 15 Uhr frei, damit sie sich eine Unterkunft <em>suchen<\/em> konnten; nat\u00fcrlich musste man bei diesem System nach Sonnenaufgang erst einmal nach diesen Leuten suchen, die hier doch eine Kolonie f\u00fcr das Britische Empire aufbauen sollten &#8211; sehr effektives System). Bis der Schotte MacQuarie kam (jetzt wei\u00df ich endlich, wie man den ausspricht!) und f\u00fcr &#8222;Ordnung&#8220; sorgte. Die Str\u00e4flinge waren \u00fcber die neue Unterkunft begeistert und bauten sie in Windeseile und bester Perfektion, bis sie merkten, dass es nun mit der sch\u00f6nen Freiheit vorbei war&#8230; Zu sp\u00e4t. Die &#8222;Siedler&#8220;Geschichten endeten bei Dianas Mutter, die die Str\u00e4flingsvergangenheit der ersten Bewohner (85% waren Diebe, und eher Mundraub als gelegentlich mal ein Pferd&#8230;) standhaft negierte; aber, so Diana, sie wurde nicht m\u00fcde zu betonen: &#8222;&#8230; we are 6th generation Australians &#8211; and&#8230; WE ARE BRITISH!&#8220;.<br \/>\nAch, sch\u00f6n ist es, sich Geschichte so plastisch vorf\u00fchren zu lassen, und zu sehen wie Diana, liebvoll und bedauernd die kleine Holzsilhouette ihres Lieblingsstr\u00e4flings in den Arm nahm. Johnny Johnson. Der lie\u00df keine Zweitstrafe aus, ein renitenter Bursche, der Einzelhaft absa\u00df, Fu\u00dfeisen bekam\u00a0 und bis zu 100 Peitschenhiebe mit der neunschw\u00e4nzigen Katze bekam (die hier besonders d\u00fcnn war &#8211; man hatte kein Interesse, H\u00e4ftlinge an der Arbeit zu hindern!). Die 100 kriegte er \u00fcbrigens, weil, wie Diana vermutet, dem Richter bei der x-ten Verhandlung gegen Johnny der Kragen platzte: Maximalstrafe wegen&#8230; Na, was wohl?! Wegen &#8222;anst\u00f6\u00dfiger Sprache&#8220;.\u00a0 Johnny wurde \u00fcbrigens nach 10 Jahren entlassen, nicht aus der Kolonie, das stand nur den wirklich reinen Westen zu, aber aus der Haft. Was aus ihm geworden ist?! Keine Ahnung, sagt Diana &#8211; &#8222;wir&#8220; haben damals einen Strich gemacht und uns um die Vergangenheit nicht mehr gek\u00fcmmert. Vorw\u00e4rts schauen, das ist australisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Samstag. 4. Tag. Langsam wird&#8217;s fad&#8230; Es ist grau, schw\u00fclwarm &#8211; und es regnet. Spaziergang auf die Harbour Bridge, vorbei \u00fcbrigens, wie jeden Tag, an der Wooloomooloo-Bay, wo wir immer &#8222;R\u00fcssel, R\u00fcssel&#8220; rufen. Die alten Lagerh\u00e4user sind zu schicken Appartments und einem Luxushotel umgebaut, aber Russell Crowe l\u00e4sst sich leider nicht blicken. Durch &#8222;The Rocks&#8220;, die Wiege der Stadt Sydney, &#8222;oh&#8220; und &#8222;ah&#8220; f\u00fcr die weniger mutigen als zahlungskr\u00e4ftigen Besteiger der Br\u00fcckenb\u00f6gen und ein Abstecher ins &#8220; The Rocks Discovery Museum&#8220;, sehr sch\u00f6n, aber dieses Mal leider ohne freundlichen australischen F\u00fchrer &#8211; uns fehlt schon was.\u00a0 Fr\u00fch daheim, denn am Abend&#8230; Concert Hall. Ich darf es gar nicht sagen. Es war &#8222;interessant&#8220;, wir genie\u00dfen ein bisschen Opera House-Atmosph\u00e4re, denn es gibt au\u00dfer Polohemdtr\u00e4gern auch durchaus wohlgekleidete Damen und Herren, die der Zauberfl\u00f6te zustreben &#8211; die hatten wir abgew\u00e4hlt. Nein, wir hatten &#8222;Sydney Symphonie Orchestra&#8220; gew\u00e4hlt, in der riesigen Concerthall, und das Orchester war nicht allein &#8211; nein, auch Olivia Newton John sang sich durch ihr (ur)altes Repertoire, von Grease bis Xanadu. Ein bissel schade, dass wir doch die Geduld f\u00fcr das Ukulele Orchestra of Great Britain nicht aufgebracht haben. Die spielen heute, und ich <em>h\u00e4tte<\/em> mir eine Ukulele zum Mitspielen besorgt.<br \/>\nO.K. . Concert Hall abgehakt. Es war nett, aber ohne G\u00e4nsehaut. Vielleicht h\u00e4tte es mehr G\u00e4nsehaut bei der Alternativ-Veranstaltung des Abends gegeben, denn Sydney barst an diesem Wochenende vor wild verkleideten Menschen und vor allem gleichgeschlechtlichen P\u00e4rchen. Das nennt man hier &#8222;Mardi Gras&#8220; und h\u00e4lt eine \u00e4u\u00dferst beliebte, wilde\u00a0 Parade ab &#8211; danach l\u00e4sst man die Sau raus. AKKAnautenspa\u00df?! Na, jaaa&#8230;\u00a0 Immerhin bekamen wir &#8211; als mittlerweile routinierte U\/S-Bahnfahrer noch ein paar lustige Szenen mit, 16-j\u00e4hrigen Playboy-Bunnies und ein paar Dragqueens und so.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sonntag, 5. Tag. Es regnet?! Ja, am Abend, ein paar Tropfen, ansonsten ein herrlicher Sonnentag; Fr\u00fchst\u00fcck bei Eleni, die freundliche Griechin aus dem Potts Point Deli neben unserem Hotel empfiehlt uns einen Gang zur Elizabeths Bay, und pl\u00f6tzlich sind wir weg von den Touristen am Kings Cross oder der Innenstadt.\u00a0 Nur noch Sydneysiders, wie die Leute sich hier nennen. Hunde, Segelboote, schicke H\u00e4user, alte H\u00e4user. Spielende Kinder, Strandspazierg\u00e4nger. Ein Fischschwarm in der Bay! Schnell die Angel vom Balkon geschmissen! Das normale Leben. \u00dcbrigens sind Sydneysiders alles M\u00f6gliche, wie wir feststellen, mit einem Schwergewicht auf\u00a0 &#8222;asiatisch&#8220;, aber viele schwere Akzente sind zu h\u00f6ren, namentlich griechisch. Unglaublich.\u00a0 Ob eine weitere der Leiteigenschaften, die wir feststellen, &#8222;typisch Sydney&#8220; ist, muss sich noch herausstellen, aber wahrscheinlich ist es mehr die Tatsache, dass wir als Pazifikreisende und Bewohner des l\u00e4ndlichen Neuseeland die neue Mobilphonmanie noch nicht so hautnah erlebt haben. ALLE haben so ein Ding am Ohr, vom B\u00fcrohengst (in Office-Bermudas!) bis zur h\u00f6chsthackigen Plateausohlentr\u00e4gerin im kleinen Schwarzen auf dem Weg zu Oper. Die Konzentration, die man dem Telefon zuwendet, fehlt allerdings h\u00e4ufig an anderer Stelle. Der &#8222;Slow-Man&#8220;, der doch mit seinem Slow\/Go-Wendeschild eigentlich den Verkehr an der Baustelle regeln soll, schaut\u00a0 konzentriert auf sein Display, und noch nie haben wir so viele Kollisionen zwischen Fu\u00dfg\u00e4ngern beobachtet. Und dementsprechend weit fliegende iPhones gesehen. Sehr lustig, zumindest f\u00fcr Simpel wie uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun gut. Der Sonntag sollte unser letzter Tag in Sydney sein, bevor wir die Stadt verlassen. &#8222;Going bush&#8220;, wie man hier sagt.\u00a0 Zur Feier des Tages hatten wir uns &#8222;Oper, die zweite&#8220; geg\u00f6nnt, dieses Mal &#8222;Studio&#8220;, die Experimentalb\u00fchne. Megans Empfehlung (siehe oben, mit Oliva NJ hatte sie nix zu tun!), und sie hatte uns gebrieft: um die B\u00fchne ist gut, aber die ersten 3 Reihen sind gef\u00e4hrlich. Kapiert und gebucht &#8211; eine Sitzplatzreservierung findet nicht statt. Um halb 7 ist Einlass, man l\u00e4sst alle auf einmal ins (Manegen)Rund, wir sitzen ungef\u00e4hrlich in der 4. Reihe &#8211; und k\u00f6nnen nun beobachten, wie die Mitarbeiter der &#8222;Soiree&#8220;, so hei\u00dft die Show, augenscheinlich Zuschauer lenken, strategisch platzieren. Die Musik (der Aufw\u00e4rmer am Vorabend war Alfie Boe gewesen, ein Poptenor mit lauen Scherzen) ist ausgesprochen lustig, Zirkusmusik zwischen Radetzkymarsch River Kwai.<br \/>\nUnd dann geht es los. Da &#8222;die erz\u00e4hlte Cabaretshow&#8220; an dieser Stelle sicher ein Flop w\u00e4re, nur so viel: sollten &#8222;La Soir\u00e9e&#8220; oder &#8222;La Clique&#8220; irgendwo auftreten &#8211; unbedingt anschauen. Wir haben schon lange nicht mehr so anhaltend gelacht, Tr\u00e4nen gelacht! Captain Frodo, der (urkomische) Schlangenmensch. Mooky, die Clownin. Die &#8222;British Gents&#8220;, Balancek\u00fcnstler. Nicht zuletzt Mario, der jonglierende &#8222;Freddy Mercury&#8220;-Verschnitt. Wusstet Ihr, das &#8222;Another one bites the dust&#8220; eigens f\u00fcr Jonglage-K\u00fcnstler geschrieben wurde? Bei Mario\/Freddy zumindest fallen B\u00e4lle immer zu diesem Refrain&#8230;. Der Abend war einsame Spitze und wenn etwas spitzenm\u00e4\u00dfig ist, muss man schnell abhauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben wir gemacht. Wir sind in Katoomba, in den Blue Mountains und freuen uns auf Busch und Outback und Melbourne, auf Aborigine-Kultur und Pinguine. Und ein bisschen auf die R\u00fcckkehr nach Sydney. Vielleicht gibt es ja nochmals ein Highlight.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis denne &#8211; Bilder folgen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">* zu dem Kiwi-Auto, unserem Mitsubishi Grandis, muss man Freund Doug zitieren, seines Zeichens AUDI-Importeursmitarbeiter&#8230;\u00a0 &#8222;That&#8217;s\u00a0 a real Kiwi Car &#8211; for the Polynesians!&#8220;\u00a0 Genau. Japanschlurre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katoomba, 7.3.2012 Das ist der Fluch der b\u00f6sen Tat &#8211; oder der S\u00e4umigkeit: der Blogger wei\u00df schon nicht mehr, wo er, wo sie anfangen soll. Sydney liegt hinter uns, wir stehen da, wo wir nicht hinwollten, n\u00e4mlich in einem BRITZomobil, &hellip; <a href=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/06\/sydney-stadt-und-leute\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9lYZL-pF","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1591"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1591"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1592,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1591\/revisions\/1592"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}