{"id":1607,"date":"2012-03-13T19:50:05","date_gmt":"2012-03-13T06:50:05","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=1607"},"modified":"2012-03-23T12:45:54","modified_gmt":"2012-03-22T23:45:54","slug":"riesiges-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/13\/riesiges-australien\/","title":{"rendered":"Riesiges Australien&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Hill End, 12.3.2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_1624\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1624\" data-attachment-id=\"1624\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2012\/03\/13\/riesiges-australien\/broken-hill-riesiges-australien\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?fit=520%2C390&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"520,390\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Broken Hill Riesiges Australien\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?fit=300%2C224&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?fit=520%2C390&amp;ssl=1\" class=\"size-full wp-image-1624\" title=\"Broken Hill Riesiges Australien\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?resize=520%2C390\" alt=\"So gro\u00df ist Australien!\" width=\"520\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?w=520&amp;ssl=1 520w, https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/Broken-Hill-Riesiges-Australien.jpg?resize=300%2C224&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-1624\" class=\"wp-caption-text\">So gro\u00df ist Australien!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwiiiierig. Australien ist ein gro\u00dfes Land &#8211; und gerade eben r\u00fcckt Melbourne ein bisschen von der geplanten Route, wenn es so etwas wie einen Plan \u00fcberhaupt gab.   Standort: Hill End, n\u00f6rdlich von Bathurst gelegen. Der Weg dorthin f\u00fchrt an Sofala vorbei&#8230; alles alte Goldgr\u00e4berst\u00e4dte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich komme mir wirklich ein bisschen bl\u00f6d vor mit meinen Kenntnissen \u00fcber Australien; ich wusste &#8222;vor Bill Bryson&#8220; nix von Goldrausch und schon gar nix von &#8222;Bernard Holtermann&#8220;. Den haben wir heute besucht: ein kleines Museum, das &#8222;History Hill&#8220; genannt wird, stellt solche Massen an Exponaten \u00fcber die Goldrauschzeit aus, dass uns nach 3 Stunden im Kopf ganz schwummerig wird. Ein manischer Sammler namens Malcolm Drinkwater ist da am Werk, und der zeigt alles von &#8222;First Fleet&#8220; (die Ankunft der ersten Briten) bis zur Liste der im Dienst umgekommenen Polizisten der Goldrausch-\u00c4ra. Dazwischen liegen kleine Kapitel \u00fcber chinesische Golddigger (sehr erfolgreich, sehr unbeliebt), Goldabbau und -verarbeitung, eine kleine Muster-Mine, Sprengstoffe, Pistolen, Opiumphiolen, gr\u00fcnlich leuchtendes Glasgeschirr (wegen des Urangehaltes&#8230;), &#8222;P\u00fctt un&#8216; Pann&#8220; eben. Und immer wieder Bernard Holtermann, der eigentlich Bernhard Otto H. hie\u00df, aus Hamburg angereist war und sich im Wesentlichen dadurch auszeichnete, dass er den gr\u00f6\u00dften goldf\u00fchrenden Gesteinsbrocken gefunden hat, der jemals ausgebuddelt wurde. Ausgesorgt hatte er zwar, machte aber dennoch &#8211; erfolgreich &#8211; weiter und endete als schwerreicher Parlamentarier in Sydney.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Museumsbesuche und \u00e4hnliche Arten des Zeitvertreibes also verfolgen wir hier.  Genau, Ihr Lieben, die Ihr Euch \u00fcber uns lustig macht, ich zitiere mal O-Ton Berlin: &#8222;&#8230; die haben aber wirklich mal Urlaub n\u00f6tig&#8230;&#8220;, oder haltloses Gel\u00e4chter von Freundinnen, denen ich eine &#8222;Urlaubsreise nach Australien&#8220; ank\u00fcndige. Yes, Ihr Witzbolde, es geht uns gut, und wir genie\u00dfen unsere privilegierte Situation sehr, obwohl wir wirklich h\u00e4ufig an Euch denken, die patienten- und anderweitig geplagte Familie, Schokoladen-Manufaktur-Ackerer, die Studenten, und nicht zu vergessen die mit dem frischen Baby Janto samt Schwester Eske&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Gro\u00dfe Lust &#8211; und Unlust abzureisen &#8211; machten uns die Blue Mountains. So unscheinbar sie sich geben, wenn man sich von Sydney n\u00e4hert (&#8222;&#8230; da bleiben wir vielleicht eine Nacht&#8230;&#8220;), so gro\u00dfartig sind sie, wenn man darin umherstapft oder von oben anschaut. Nach Wentworth Falls und dem &#8222;easy&#8220; Overcliff Walk zwischen Evans Lookout und Govetts Leap kam ein herrlicher Sonnentag, an dem wir den &#8222;anderen&#8220; Weg zum Govetts Leap beschritten, vom Campingplatz via Popes Glen. Schlange, Blutegel, alles dabei, und aus genau diesem Grunde immer wieder hohe Konzentration auf den Weg durch den wahrhaft dichten Busch &#8211; das l\u00e4sst einen schon mal einen Abzweig \u00fcbersehen. Wir hatten uns schon entschieden, nach dem Bau eines Wasserrrades am &#8222;Boyds Beach&#8220;, einer kleinen Sandbank im Fl\u00fcsschen, umzukehren, als wir nur ein paar Schritte bergauf die Schilder sahen, die uns wieder auf den rechten Pfad in und durch die Wildnis f\u00fchrten. Wirklich spannend, wirklich lohnend. Oben am Govetts Leap  steht man dann da, wo anno 1836 Charles Darwin gestanden und gegr\u00fcbelt hat, wie diese Landschaft zustande gekommen sein mag. Wir waren also in allerbester Gesellschaft mit dieser Frage &#8211; nur konnten wir eine Brosch\u00fcre zum Thema erstehen; zu Darwins Zeiten hatte es noch nicht mal Alfred Wegener gegeben, und damit hatte er nicht den Hauch einer Ahnung, dass und wie sich Kontinente zu Urzeiten verschoben und gehoben haben m\u00f6gen.   Die Landschaft ist so beeindruckend, dass wir &#8211; siehe oben, &#8222;da bleiben wir nur eine Nacht!&#8220; &#8211; die 6. \u00dcbernachtung &#8222;Blue Mountains&#8220; anschlie\u00dfen um am Sonnabend den Fu\u00dfweg hinunter an den Fu\u00df der Kliffs zu wagen. Wieder strahlender Sonnenschein. Wenn wir nicht von unten nasse F\u00fcsse holten wegen mehrfacher Durchquerung des Flusses und Balanceakten auf Steinen und B\u00e4umen, dann kam der Segen von oben, prasselnd von einem Wasserfall, den es zu unterqueren galt oder in feinen, langen Wasservorh\u00e4ngen, die von den \u00dcberh\u00e4ngen troffen. Dazu ein geradezu unwirkliches Wasserkonzert: Br\u00fcllen, Rauschen, Wummern, Pl\u00e4tschern, immer sch\u00f6n abwechselnd. Wenn nur der Gedanke an den R\u00fcckweg nicht gewesen w\u00e4re. Nach 3 Stunden und ein paar Minuten waren wir wieder oben, dieser unglaublich (geradezu ekelhaft!) fitte 66-j\u00e4hrige jumpt leichtf\u00fc\u00dfig die Felswand hinauf, w\u00e4hrend ich greinend hinterher schnaufe. Zur Belohnung kriege ich oben feierlich mitgeteilt, dass ich soeben 934 Stufen &#8211; in Fels gehauene, nat\u00fcrliche, h\u00f6lzerne etc. &#8230; &#8211; hinter mich gebracht habe. Das ist doch ein Abendessen im sch\u00f6nen Blackheath Theater Caf\u00e9 wert. Bis dahin hatte ich auch wieder Luft&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Sonntag dann die Weiterreise. Highlights: Au\u00dfer &#8222;gro\u00dfem Shopping&#8220; bei COLES in Bathurst (und zwei Runden Mount Panorama Race Course Bathurst! 60 km\/h mit Camper&#8230;)\u00a0 zuvor ein Besuch von BUNNINGS Hardware in Lithgow, um noch ein bisschen Hauskram aufzustocken: Wunderschwamm f\u00fcr die Tee-fleckigen Tassen, Klebehaken f\u00fcr Geschirrt\u00fccher, ein kleiner Eimer (wof\u00fcr der wohl ist?!) &#8211; dieses wird das sch\u00f6nste und bestausgestattete Campmobil, dass je in Alice zur\u00fcckgegeben wurde. Auch ein Lautsprecherkabel geht mit, schlie\u00dflich werden uns in K\u00fcrze die Radiostationen ausgehen, daf\u00fcr werden die Strecken umso l\u00e4nger werden. Im Visitors Centre von Bathurst treffen wir auf Lillian, die uns zun\u00e4chst nur sagen soll, welche Stra\u00dfen wegen der Hochw\u00e4sser derzeit gesperrt sind, und der wir im Laufe des Gespr\u00e4ches gestehen, eigentlich keinen wirklichen Plan zu haben. Nun haben wir einen ungef\u00e4hren: Broken Hill und umzu hei\u00dft das Ziel (wenn uns unterwegs nicht was anderes einf\u00e4llt). Das geht ganz sch\u00f6n nach Nordwest und ist schon mitten im Outback.  Genau die richtige Frau, um diesen Planungsmangel einzugestehen &#8211; man muss sich von Begeisterung nur anstecken lassen, schon wei\u00df man, wo&#8217;s langgeht. Zum Sonnenuntergang mit K\u00e4ngurus.   Bis denne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hill End, 12.3.2012 Schwiiiierig. Australien ist ein gro\u00dfes Land &#8211; und gerade eben r\u00fcckt Melbourne ein bisschen von der geplanten Route, wenn es so etwas wie einen Plan \u00fcberhaupt gab. Standort: Hill End, n\u00f6rdlich von Bathurst gelegen. 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