{"id":3710,"date":"2015-06-21T13:02:26","date_gmt":"2015-06-21T05:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=3710"},"modified":"2015-06-21T14:09:03","modified_gmt":"2015-06-21T06:09:03","slug":"unglaubliches","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2015\/06\/21\/unglaubliches\/","title":{"rendered":"Unglaubliches"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3716\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3716\" data-attachment-id=\"3716\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2015\/06\/21\/unglaubliches\/dsc01924\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"768,1024\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-WX220&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1434005457&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;44.5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.033333333333333&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"DSC01924\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg?fit=584%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-3716\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924-225x300.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"Eingewurzelt\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01924.jpg?w=768&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3716\" class=\"wp-caption-text\">Eingewurzelt<\/p><\/div>\n<p>Phnom Penh Airport, 19.6.2015<\/p>\n<p>Ganz sch\u00f6n viel Unglaubliches in und \u00fcber Kambodscha. Wo anfangen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0O.K.\u00a0 In Siem Reap also, das den Ank\u00f6mmling zun\u00e4chst einmal mit einem nicht erwarteten Aufgebot an L\u00e4den und vor allem Hotels \u00fcberrascht. Die Stadt lebt vom Tourismus und ist, wenn man mal von Zielen wie ein paar Inseln im Golf von Thailand oder Sihanoukville absieht, <em>der<\/em> Publikumsmagnet Kambodschas: das ber\u00fchmte Angkor Wat\u00a0 m\u00fcssen eben alle gesehen haben. Mr. Thanh, unser Guide, spricht von 6000 Touristen am Tag &#8211; in der Hochsaison, die aber derzeit nicht herrscht. Aber auch 3000 sind eine Hausnummer. Unser Haus-Tuktuk schl\u00e4ngelt sich durch die immer interessanten\u00a0 Seitenstra\u00dfen der Stadt, wo Eisen gedengelt wird und M\u00f6nche ihre Almosen einsammeln. Vorbei an Hotels auf quadratkilometergro\u00dfen Arealen, die nicht einmal 10 Zimmer haben. High, high, high, high &#8211; high society. Der Tempel von Ta Promh wurde zum Beispiel f\u00fcr den Film Tomb Raider missbraucht, und da muss der Filmset ja irgendwo unterkommen. Gerade rechtzeitig vor dem ersten Busansturm erreichen wir die Kassenh\u00e4uschen am Standrand. 40 Dollar sind f\u00e4llig, pro Nase, f\u00fcr 3 Tage, die man sich gl\u00fccklicherweise, wie sich\u00a0 herausstellen soll, \u00fcber eine Woche frei verteilen kann. Und dann: Angkor Wat. Die schlichte Schipperin wei\u00df zwar, dass Angkor Wat vielleicht nicht so ist, wie ihr das in den Jugendjahrb\u00fcchern der 60er Jahre beschrieben wurde &#8211; dampfender Urwald und Tempelruinen! -, aber als wir uns dem Schutzgraben n\u00e4hern, ist schon alles klar. Das APSARA-Projekt der K\u00f6lner Fachhochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (hallo, Neffe!) und andere Restauratoren haben ganze Arbeit geleistet. B\u00e4ume stehen hier nur zur Dekoration.\u00a0 Nein, um der Wahrheit die Ehre zu geben, die Franzosen haben nat\u00fcrlich &#8211; ganz Franz\u00f6sisch-Indochina &#8211; die Restaurationsarbeiten im 19. Jahrhundert begonnen, mit dem damals \u00fcblichen geringen Sinn f\u00fcr Erhaltung des Originalzustandes zugunsten einer idealisierten Vorstellung, was eigentlich bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts immer so weiterging &#8211; jedenfalls sieht man an diversen Stellen eher dilettantische Bem\u00fchungen, die Geb\u00e4ude mit etwas Beton zumindest vor dem Einsturz zu bewahren. Was die Bauf\u00e4lligkeit betrifft stellen wir uns in den kommenden Tagen denn auch h\u00e4ufig die Frage: so viele Touristen &#8211; so viele M\u00f6glichkeiten, wenn nicht unter die R\u00e4der, dann doch unter die fallenden Klamotten zu kommen. Da w\u00fcrde ein deutsches Ordnungsamt mal richtig f\u00fcr Ordnung sorgen!<\/p>\n<div id=\"attachment_3717\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3717\" data-attachment-id=\"3717\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2015\/06\/21\/unglaubliches\/dsc01913\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1024,768\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-WX220&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1434004623&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;7.89&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.002&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"DSC01913\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?fit=584%2C438&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-3717\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913-300x225.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"Ta Prohm - Der meiste fotografierte Spung der Welt\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01913.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3717\" class=\"wp-caption-text\">Ta Prohm &#8211; Der meiste fotografierte Spung der Welt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also gehen wir hinein&#8230; Jenseits des Dammes, der den 200 m breiten Graben \u00fcberbr\u00fcckt, erheben sich in der Ferne zun\u00e4chst hohe, aber doch erstaunlich kleine Tempelgeb\u00e4ude auf freiem Feld. Aber keine Sorge, die Tempel werden gr\u00f6\u00dfer, je n\u00e4her man kommt (wie \u00fcberraschend&#8230; ) und schlie\u00dfen sich zusammen zum gr\u00f6\u00dften Sakralbau der Welt. Nat\u00fcrlich f\u00fchrt uns Mr. Thanh erst einmal zur APSARA-H\u00fctte, die ein wenig zu Restaurationstechniken erkl\u00e4rt; wir k\u00f6nnen auch Guido Westerwelle &#8222;Hallo&#8220; sagen, der hier stellvertretend f\u00fcr die Republik h\u00e4ngt. Und dann geht&#8217;s hinein in die Tempelanlage. Mr. Thanhs Kenntnisse sind wirklich umfassend &#8211;\u00a0 er macht das ja auch m\u00f6glichst t\u00e4glich, wenn denn der Touristenfluss ausreichend ist, die Hauptsaison muss den Unterhalt f\u00fcr die 6k\u00f6pfige Familie bringen. Die zu entdeckenden Dinge sind so reichlich, dass auch er vor den Reliefs stehen bleibt und verbl\u00fcfft ist, endlich den abgeschlagenen Kopf eines Kriegertorsos zu entdecken, den er schon so lange gesucht hat. Diese Reliefs erz\u00e4hlen eine reiche Geschichte und viele Geschichten &#8211; Khmergeschichte vor allem, Schlachtenget\u00fcmmel, religi\u00f6se Riten. Es kommen S\u00f6ldner aus fernen L\u00e4ndern vor, Kriegsgefangene, es wird auf den Reliefs gekocht, getrunken, geliebt. M\u00f6nche, Lehrer, Baumeister. Und nat\u00fcrlich: K\u00f6nig und K\u00f6nigin von vorn und hinten und ihre Symbole. Die S\u00fcdseite zeigt auch einen Abriss der Baugeschichte, vor allem die hierarchische Orrdnung. Der Baumeister war der Gunst des K\u00f6nigs, der ja Auftraggeber war, insofern v\u00f6llig ausgeliefert, weil &#8222;man&#8220; nur dem K\u00f6nig zuliebe bauen konnte. Will sagen: nur ein beliebter K\u00f6nig konnte so viele Freiwillige bereitstellen, wie es dieses immense Bauvorhaben erfordert, und nicht nur diese Tempelanlage, sondern auch andere wurden in unglaublich kurzer Zeit erstellt. Freiwillig&#8230; kennen wir ja von Asterix&#8216; und Obelix&#8216; r\u00f6mischen Gegnern.\u00a0 Die gilt es halt zu bestimmen. Aber vielleicht sorgt eine solche freiwillige Leistung ja f\u00fcr gutes Karma, insofern liegen wir mit unserer Sichtweise der Dinge mal wieder n\u00fcchtern-s\u00e4kularisiert falsch.<br \/>\nUnd weiter geht es; man kann zum Beispiel stundenlang den Frisuren der Apsara-T\u00e4nzerinnen nachforschen. Flie\u00dfbandarbeit war bei den Steinmetzen nur am Rande gefragt. Jede T\u00e4nzerin, so sehr sie sich \u00e4hneln m\u00f6gen, eine eigene Pers\u00f6nlichkeit. Und die ganze Masse Sandstein ist mit nicht enden wollenden Ziselierungen verziert. Einfach&#8230; ich sagte es schon: unglaublich.<br \/>\nDie Anlage ist gewaltig und beeindruckend &#8211; und voll. Den Aufstieg zum zentralen Turm sparen wir uns f\u00fcr einen anderen Tag auf und gucken uns lieber einen Moment die Touristenstr\u00f6me an, die die steilen Treppen hinauf- und hinabklettern. China muss halb entleert sein, und dann diese Selfie-Schie\u00dfer! Fragt sich, wie die Selfieinteressenten im Gedr\u00e4nge der Hochsaison zum Schuss kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir ziehen weiter &#8211; Mr. Thanh ist Spezialist im Erkennen von Besuchszeitl\u00fccken, und so landen wir in Ta Prohm w\u00e4hrend der Mittagszeit f\u00fcr S\u00fcdostasiaten: ab 11:30 h wird es hier &#8222;ertr\u00e4glich&#8220;. Ta Prohm ist nun tats\u00e4chlich so, wie man es sich beim Stichwort &#8222;Angkor Wat&#8220; vorstellt &#8211; Urwaldriesen \u00fcberwachsen Tempelruinen. Vielleicht sollte man hier einmal anf\u00fcgen, dass &#8222;Angkor Wat&#8220; eigentlich nur den vorher beschriebenen Zentraltempel bezeichnet. Angkor war das Zentrum des Khmerreiches vom 9. bis ins 12. Jahrhundert, immerhin mit 1 Million Menschen (unglaublich!). Die heute besuchte Region um Angkor Wat umfasst zahllose Tempelanlagen, und im Zentrum liegt Angkor Thom, eine 3&#215;3 km umfassende Schutzanlage, die einen K\u00f6nigspalast aus dem 12. Jahrhundert und einen weiteren beeindruckenden Tempel enth\u00e4lt, n\u00e4mlich den von Bayon. Und der bildet dann auch &#8211; nach einer gen\u00fcsslichen Mittagspause &#8211; unseren Tagesabschluss. Mr. Thanh trifft den Besuchszeitpunkt genau: es sind kaum noch Besucher da, auch zieht sich der Himmel zu, was zum gespenstischen Eindruck beitr\u00e4gt und seine Geschichten vom Khmeralltag, die er vor den Tempelreliefs vortr\u00e4gt, noch unterstreicht, dazu l\u00e4cheln 216 riesige Buddhagesichter milde auf uns herab. Bayon?! Mein Favorit. Unglaublich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Tempel-Tag haben wir uns einen Ruhetag f\u00fcr m\u00fcde Beine erlaufen, den wir in der Stadt Siem Reap verbringen. Wir frequentieren nicht die &#8222;Pub Street&#8220;, wo alles, was Touristenbeine hat, gegen Abend aufl\u00e4uft, aber man kann auch wundersch\u00f6n modernes Kambodschaleben begucken, auf dem Markt, in den Wats, auf der Stra\u00dfe.\u00a0 Naja, kennt Ihr ja alles schon aus fr\u00fcheren Beschreibungen, aber wir schauen gern in Hinterh\u00f6fe, stehen gern vor diesen Werkst\u00e4tten, die man tags\u00fcber auf dem B\u00fcrgersteig ausbreitet, um aus Stahlplatten mit der Hand und ohne weitere Schutzbekleidung mit dem Brenner dicke irgendwas-Scheiben zu schneiden. Naives Staunen, immer wieder, und danach ein Coffee Latte im &#8222;Blue Pumpkin&#8220;, wo man auf tiefen Sofas hocken und Vishnu und Shiva gute M\u00e4nner sein lassen kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_3719\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01933.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3719\" data-attachment-id=\"3719\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2015\/06\/21\/unglaubliches\/angkor-wat-hoechstes-glueck\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01933.jpg?ssl=1\" data-orig-size=\"\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"[]\" data-image-title=\"Angkor Wat &#8211; H\u00f6chstes Gl\u00fcck\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01933.jpg?fit=300%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01933.jpg?fit=1024%2C1024&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-3719\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC01933-225x300.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"Angkor Wat - Des Touristen h\u00f6chstes Gl\u00fcck\" width=\"225\" height=\"300\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3719\" class=\"wp-caption-text\">Angkor Wat &#8211; Des Touristen h\u00f6chstes Gl\u00fcck<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">N\u00e4chster Tag: Tempel. Tempel in Eigenregie diesmal, wir nehmen die Hotelfahrr\u00e4der (zu dem Hotel gibt es dann noch einen Nachschlag, sp\u00e4ter!). Immerhin liegt Angkor Wat an die 8 km entfernt drau\u00dfen, und weitere Tempel noch entsprechend weiter. Hei\u00df. Schwei\u00dftreibend. Wir schlie\u00dfen die R\u00e4der an der &#8222;Terrasse der Elefanten&#8220; an, Elefanten in Stein gemei\u00dfelt, wohlgemerkt. Ich bin in meinen brasilianischen Shorts angeradelt gekommen und bekomme von der Kambodschanerin auf der anderen Stra\u00dfenseite ein fr\u00f6hliches Winken, als ich die Beinlinge an die Hose zippe. Das kriegt kurz sp\u00e4ter eine besondere Bedeutung, denn vor uns spaziert ein junges Paar \u00fcber den Wall zum K\u00f6nigspalast&#8230; Hottest Pants, m\u00f6chte man sagen, und der W\u00e4chter am Zugang zur Anlage sagt schlicht: &#8222;&#8230;no!, Not like this!&#8220;. Die junge Frau wendet sich wutschnaubend ab: &#8222;&#8230;Incredible&#8230;!&#8220; . Ich biete ihr mein Seidentuch aus Laos an, das ich sicherheitshalber mitschleppe, f\u00fcr was f\u00fcr eine Verh\u00fcllung auch immer; eigentlich ist sie so entr\u00fcstet \u00fcber die Unversch\u00e4mtheit, sie nicht einlassen zu wollen, dass sie es nur z\u00f6gerlich annimmt.\u00a0 Ich wiederum finde es unglaublich, dass man es bis mitten hinein nach Kambodscha oder Thailand oder Laos schafft, ohne sich bewusst zu sein, dass diese Tempelst\u00e4tten auch nur im Entferntesten f\u00fcr die Ortsans\u00e4ssigen eine spirituelle Bedeutung haben k\u00f6nnten. Wirklich unglaublich. Als wir mit dem Tempel und der sch\u00f6nen Aussicht von oben fertig sind, bekomme ich aber von zwei jungen deutschen Touristinnen eine andere Sichtweise der Dinge serviert. Da sie vorher in Indien und Burma waren, kommen sie &#8222;vorbereitet&#8220; und in Sarongs gewickelt, aber auch hier besteht Unverst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass man Spaghettitr\u00e4gertops und freie Bauchnabel moniert: &#8222;&#8230; muss man wohl mit leben, aber hier laufen doch sowieso nur noch Touristen rum!&#8220;.\u00a0 Ich find&#8217;s ignorant&#8230; Unglaublich.<\/p>\n<div id=\"attachment_3718\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3718\" data-attachment-id=\"3718\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2015\/06\/21\/unglaubliches\/dsc02004\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"768,1024\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.3&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-WX220&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1434177767&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.45&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"DSC02004\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg?fit=584%2C779&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-3718\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004-225x300.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"Adopt a Garuda!\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/DSC02004.jpg?w=768&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3718\" class=\"wp-caption-text\">Adopt a Garuda!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wir?! Nach Preak Khan &#8211; wild, verfallen, \u00fcberwachsen, mit der M\u00f6glichkeit einen Garuda zu adoptieren. Garudas sind <em>die<\/em> Schutzg\u00f6tter jener Zeit, halb Mensch, der Rest L\u00f6we und Raubvogel gemischt. Gern sitzen sie auf dem Kopf der Schlange, die das Symbol des K\u00f6nigs ist, genauer gesagt: auf einem der sieben K\u00f6pfe. Diese Schlangen-Drachenwesen, getragen von einer Vielzahl von G\u00f6ttern und D\u00e4monen (zu gleichen Teilen, nat\u00fcrlich!)\u00a0 bewachen auch die Zug\u00e4nge nach Angkor Thom, vier an der Zahl. Aber da sich der Erbauer von Angkor Thom schon langsam dem Buddhismus zuwendet, sind die Tore von T\u00fcrmen mit einem l\u00e4chelnden Buddhagesicht in alle vier Himmelsrichtungen gekr\u00f6nt. Dass der L\u00e4chelgrad je nach Blickrichtung ein unterschiedlicher ist, haben wir nicht nachvollziehen k\u00f6nnen, aber die Idee ist sch\u00f6n: ein strahlendes nach Osten, der aufgehenden Sonne und dem Leben entgegen, in Gegenrichtung, zur untergehenden Sonne und dem Tod entgegen gefasst und melancholisch. Dazu Gnade und Gelassenheit. Wenn es doch nur dabei bliebe. Auch Buddhisten k\u00f6nnen anders&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt ist Schluss f\u00fcr heute &#8211; wir sind zur\u00fcck auf AKKA. Ich liefere Bilder nach, diese hier sind nur ein paar Stellvertreter. Mein Hauptbildlieferant ist mit der unglaublich unspirituellen Reparatur der K\u00fchlbox besch\u00e4ftigt&#8230;<br \/>\nWe&#8217;ll be back shortly!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Phnom Penh Airport, 19.6.2015 Ganz sch\u00f6n viel Unglaubliches in und \u00fcber Kambodscha. 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