{"id":4383,"date":"2016-04-23T21:15:08","date_gmt":"2016-04-23T19:15:08","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=4383"},"modified":"2016-04-23T21:15:08","modified_gmt":"2016-04-23T19:15:08","slug":"draussen-nur-kaennchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/04\/23\/draussen-nur-kaennchen\/","title":{"rendered":"Drau\u00dfen nur K\u00e4nnchen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Campingplatz &#8222;Alte Br\u00fccke&#8220;, Swakopmund\/Namibia<\/p>\n<p>21.4.2016<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tjaja. Drau\u00dfen nur K\u00e4nnchen. Geht&#8217;s noch deutscher?\u00a0 Bemerkenswertes Land, dieses Namibia! Wir sind schon halb fertig mit unserer Reise,\u00a0 die am Sonnabend, dem 9. April, mit der \u00dcbernahme eines eilig ausgesuchten Campmobils begann. Brian von der Firma Bushlore wies uns ein: komplizierte Sache, so ein Dachzelt ohne Kinken und geklemmte Daumen aufzustellen, aber das meiste andere kannten wir ja schon. 4-Radantrieb, Reifendruck im Sand und solcherlei. Trotzdem brauchten wir noch den Nachmittag zum Packen. Aber dann! Hey, wir fahren in die W\u00fcste!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Etappe f\u00fchrte uns an den Cederberg Mountains vorbei bis Springbok,\u00a0 einem kleinen Kupferbergbaust\u00e4dtchen, nicht mehr weit von der namibischen Grenze, und dennoch weit ab von jedem anderen\u00a0 Schuss, da oben im Norden der Northern Cape-Provinz. Seit vielen Kilometern schon hatten wir uns gefragt, was die Leute hier oben eigentlich treiben. Und vor allem: was hat damals die Vortrekker mit ihren Ochsenkarren getrieben, au\u00dfer der Abscheu vor den britischen Machthabern am Kap? Lange vorbei die Landstriche mit Weinbau und Zitrusproduktion. Kein Rooibos-Tee mehr auf kargem Boden, es ist nur noch hei\u00df und trocken und rot. Dass wir in Springbok noch etwas zu essen und zu trinken bekommen &#8211; reine Gl\u00fcckssache, dass an diesem Sonntagabend noch nicht alle B\u00fcrgersteige hochgeklappt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Vormittag rollen wir nach Namibia hinein. Die Grenze liegt an einem beeindruckenden Canyon, gut warm haben wir es hier. Und f\u00fcr Spannung ist auch gesorgt, denn die Namibische Polizei will wissen,\u00a0 ob diese rosa Lappen international g\u00fcltige F\u00fchrerscheine sind. Na klar sind sie das, steht doch vorn drauf, &#8222;driving license&#8220;, und au\u00dferdem haben wir ja noch eine amtlich beglaubigte \u00dcbersetzung (etwas angejahrt, aus Neuseeland) zur Hand. Ich denke, diese Art der Beweisf\u00fchrung h\u00e4tte durchaus schief gehen k\u00f6nnen, aber die junge Beamtin schickt uns schlie\u00dflich mit einem &#8222;&#8230; kann das eigentlich nicht erkennen&#8230;&#8220; in die namibische Weite. Puuh. Da ging neulich unsere Passkontrolle zwischen Dar es Salaam und Zanzibar leichter: &#8222;&#8230; oh! Red passports! Diplomats? Bitte hier entlang&#8230;&#8220; Sch\u00f6ne Diplomaten mit abgegrabbelten Rucks\u00e4cken. Und ohne internationale F\u00fchrerscheine. Wie kriegt man so etwas, wenn man in Deutschland nicht einmal mehr gemeldet ist? Und dann sind die Dinger auch nur f\u00fcr ein Jahr g\u00fcltig und m\u00fcssen pers\u00f6nlich abgeholt werden. Sehr praktikables Verfahren, zumindest f\u00fcr uns&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landschaft wird noch trockener. Keetmanshoop, Tankstopp. Die erste deutsche Kultur\u00fcberraschung: der \u00e4u\u00dferst kleinw\u00fcchsige (hei\u00dft das so?) Tankstellenhelfer wei\u00df mit detailierten Kenntnissen \u00fcber deutsche St\u00e4dte zu gl\u00e4nzen und sagt sie nach Gr\u00f6\u00dfe oder wahlweise der geografischen Lage nach auf. &#8222;&#8230; ich war in der deutschen Schule!&#8220;. Nach dem Sinn des Gelernten wagt der Eigner nicht zu fragen, zumal sich das auch rein auf Deutschland beschr\u00e4nkt. Schweden? Gro\u00dfbritannien? N\u00f6.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chste Kultur\u00fcberraschung steht an. Keetmanshoop ist zwar ein t\u00e0\u00bdpisches, also weitgehend sensationsfreies Landst\u00e4dtchen &#8211; Bank, Post, Landmaschinenhandel &#8211; aber es hat au\u00dfer einer eindeutig dem deutschen Erbe zuzuordnenden Backsteinkirche zumindest noch einen weiteren Festpunkt f\u00fcr den deutschen Touristen zu bieten: das &#8222;Kaiserliche Postamt&#8220;. Da m\u00fcssen AKKAnauten nat\u00fcrlich hin, parken folgerichtig auch direkt davor und r\u00fchren den rituellen Nachmittags-Schnellkaffee an, auf den kaiserlichen Postmeistersstufen zu genie\u00dfen; und weil die Gelegenheit so g\u00fcnstig ist und uns schon am Vortag von einem Drittel der in Kapstadt erworbenen Sahnetorte etwas \u00fcbel war (diese Gier aber auch immer!), verf\u00fcttern wir die Reste der Torte passend zu deren Kulturprogramm an eine deutsche Reisegruppe. Wir hoffen, dass Schwarzw\u00e4lder Kirsch vor einem deutsch-kolonialen Amtsgeb\u00e4ude der H\u00f6hepunkt dieses &#8222;Wikinger-Reise&#8220;tages war. Wir brechen auf und schaffen es gerade so eben vor Einbruch der Dunkelheit unser Dachzelt aufzuklappen,\u00a0 auf einem riesigen, leeren Campingplatz in Marienthal.\u00a0 Klappt gut und ohne Verrenkungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mir schon am ersten Tag ausnehmend gut gefallen hatte, bleibt uns auch bei der Weiterfahrt nach Windhoek erhalten: wir rollen auf plattem, hunderte Millionen Jahre alten Meeresboden entlang, parallel zur Abbruchkante der ehemaligen Steilk\u00fcste. Ab und zu erheben sich mehr oder weniger fern Vulkankegel aus der flachen Landschaft. Faszinierend. Mit Sicherheit ein Paradies f\u00fcr Geologen &#8211; ich nehme mir vor, in Windhoek mehr dazu zu erfahren.\u00a0 Mittags sind wir dort und beziehen ein fertiges Zelt &#8211; so m\u00fcssen wir f\u00fcr Fahrten nicht das Dachzeltgeraffel auf- und abbauen &#8211; auf dem Urban Camp, einem recht beliebten Campingplatz am Rande der Stadt. Als wir fragen, wie weit es ist, in die Stadt zu laufen, werden wir mit einem &#8222;zu weit, zu hei\u00df&#8220; beschieden, ein &#8222;freies&#8220; Taxi koste 10 N$ pro Person, auf dem R\u00fcckweg dann 20. Funktaxen das Mehrfache. Hm. Na, gut. Es steht auch an jedem Zelt ein Schild, dass man sich hier in einer afrikanischen Metropole befinde (Metropolinchen eigentlich&#8230;) und man immer sch\u00f6n aufpassen solle. Kein Rumlaufen in der Dunkelheit, und was der Dummheiten mehr sein m\u00f6gen. Dabei war mein erster Eindruck (Shoprite, PicknPay etc. &#8230;) eigentlich &#8222;nur ein weiteres s\u00fcdafrikanisches Landst\u00e4dtchen&#8220; gewesen. So sieht es auch aus, mit dem kleinen Unterschied, dass die Masse an deutschen Touristen noch gr\u00f6\u00dfer als in S\u00fcdafrika ist und auff\u00e4llige Mengen an deutschsprachigen Unternehmern sich dazugesellen. &#8222;MegaBuild Pupkewitz&#8220; steht dann da, und die etwas muffig erscheinende Dame\u00a0 im Caf\u00e9 Vienna bringt ein &#8222;&#8230; was w\u00fcnschen Sie?&#8220; hervor. Das war aber schon, nachdem wir das alte deutsche Fort umschritten, die etwas schr\u00e4g zwischen Neugotik und Art D\u00e9cor angesiedelte Christuskirche passiert und festgestellt hatten, dass Herr L\u00fcderitz, der ja eigentlich nur seine pers\u00f6nlichen Gesch\u00e4ftsinteressen in diesem kargen Teil S\u00fcdafrikas mit kaiserlichem Schutz versehen lie\u00df, nicht mehr da sitzt, wo man ihn bis vor kurzem bewundern konnte: auf einem Pferd auf dem &#8222;Reiterdenkmal&#8220;. Dort hebt nun ein afrikanisches Paar die H\u00e4nde, an denen noch die gesprengten Ketten baumeln; nicht zu reden von der Darstellung darunter: kaiserliche Soldaten vor einem Baum mit Gehenkten. Die netten Deutschen aus S\u00fcdwest. Reiterdenkmal hei\u00dft das Monument dennoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da war der Besuch im Transnamib-Museum eindeutig netter. Herr Konrad f\u00fchrt uns in die kleine Ausstellung \u00fcber die Entwicklung der Eisenbahn in Deutsch-S\u00fcdwest ein und beantwortet auch Fragen zur Familiengeschichte der Konrads und zu den auff\u00e4lligen Sprachgewohnheiten: wir k\u00f6nnen gar nicht glauben, dass er mit seinem eindeutig hamburgisch gef\u00e4rbten, reinen Deutsch hier geboren und gar in 3. Generation ans\u00e4ssig ist. Man spricht halt deutsch in den Familien, die Kinder besuch(t)en die deutschen Schulen&#8230; Ganz langsam wird&#8217;s wohl weniger mit dem Deutschtum &#8222;&#8230; beim Schreiben f\u00e4ngt es an, das beherrschen meine Kinder schon nicht mehr so gut&#8230;&#8220; Andere, mit denen wir sprechen, verweisen auf die\u00a0 vielf\u00e4ltigen Kontakte in die alte Heimat, die kulturerhaltend wirken. Unser Schluss ist eigentlich: diese Gesellschaft war und ist deutsch-national gepr\u00e4gt und konnte sich, obwohl die Kolonialjahre sehr gez\u00e4hlt waren (25 vielleicht),\u00a0 gut hier halten, denn danach kamen die S\u00fcdafrikaner, namentlich die Buren. Es lie\u00df sich wohl gut wei\u00df-\u00fcberlegen leben, die Ideen waren \u00e4hnlich, wahrscheinlich sind sie es noch. Was sicher seinen Niederschlag in der modernen Politik des befreiten Namibia findet &#8211; die Diskussionen um Landumverteilung sind akut wie eh und je. Und wenn man die Vororte zu den St\u00e4dten und D\u00f6rfern anschaut, gibt es wenig Unterschiede zu den Townships S\u00fcdafrikas. Interessant fand ich die Aussage einer Deutsch-Namibierin, der ich erz\u00e4hlte, dass mir mehrere wei\u00dfe S\u00fcdafrikaner gesagt hatte, sie w\u00fcrden nach Namibia gehen, wenn es in S\u00fcdafrika zum politischen Chaos k\u00e4me: &#8222;&#8230;. dann haben wir hier auch keine Chance. Wirtschaftlich h\u00e4ngen wir 100%ig\u00a0 an S\u00fcdafrika. Wie ein Satellitenstaat&#8230;&#8220; Und Herr Konrad vom TransNamib-Museum? &#8220; &#8230; h\u00e4tten wir mal unsere W\u00e4hrung an den chinesischen Y\u00fcan geh\u00e4ngt&#8230;&#8220;\u00a0 H\u00e4tte, h\u00e4tte&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sagen wir \u00fcbrigens auch. H\u00e4tten wir mal. Keinen Besuch in der wundersch\u00f6nen, kleinen &#8222;Earth Science&#8220;-Ausstellung auf dem Gel\u00e4nde des Ministeriums f\u00fcr Mining and Energy gemacht. Wir h\u00e4tten was verpasst, es war wirklich interessant. Wir h\u00e4tten allerdings auch nicht einen Nachmittag bei der Polizei verbacht. Und einen Vormittag bei der deutschen Botschaft&#8230; und auch nicht die Firma PG GLASS kennengelernt. Ich h\u00e4tte noch mein\u00a0 sch\u00f6nes Sony-Tablet, Andreas seinen Pass, seinen Laptop. Und wir zusammen viele Bilder aus den letzten Monaten. Als wir n\u00e4mlich unser Auto von diesem Ministeriumsparkplatz (Elektrozaun und Schlagb\u00e4ume) fahren wollen, ist eine Scheibe eingeschlagen, und wir sind Rucksack und Handtasche los. Ja, macht man nicht und h\u00e4tte, h\u00e4tte. H\u00e4tten wir den Kram halt nicht im Innenraum, sondern im Campingabteil gestaut. Immerhin lernt man auf diese Weise interessante Leute kennen. Namibier, denen es nicht anders gegangen ist, zum Beispiel. Witzige Polizisten (mei, sind das lange Leitungen hier!). Helke, die im Ministerium auch f\u00fcr die Earth Science Ausstellung verantwortlich ist und uns \u00fcber den ersten Schrecken hinweghilft, telefonieren l\u00e4sst und einen Begleiter f\u00fcr die Polizei bereitstellt. Auf dem Campingplatz treffen wir danach eine Truppe Franzosen, die ein ernsthaftes Offroad-Abenteuer hinter sich haben, unsere Altersgruppe \u00fcbrigens, und die uns ihre Routen und Roadbooks zeigen und uns aufmuntern. Nach zwei Tagen Aufr\u00e4umungsarbeiten geht&#8217;s mit leichter Versp\u00e4tung, aber mit neuem Tablet weiter nach Etosha. The show must go on &#8211; unser Reiseschwung und besonders die Neigung, das Auto irgendwo unbeaufsichtigt stehen zu lassen, haben allerdings etwas abgenommen, und immer wieder stellen wir fest: &#8222;&#8230; Mist, das Satellitentelefon&#8230;&#8220; Mist, meine Haarb\u00fcrste, Mist, der F\u00fchrerschein, das Powerbank, die USB-Adapter. Und dann die Daten, viele, viele ungesicherte Bilder&#8230; Ganz sch\u00f6ner K\u00e4se.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etosha ist f\u00fcr uns &#8222;so l\u00e0\u00a0l\u00e0\u00a0&#8222;. Zwei Wochen zuvor noch in der Serengeti, dagegen m\u00fcssen mancherlei Nationalparks abfallen, nicht nur Etosha, aber es macht trotzdem Spa\u00df. Und damit ist auch schon der n\u00f6rdlichste Punkt der Reise erreicht.\u00a0 Der n\u00e4chste Platz liegt schon s\u00fcdwestlich und\u00a0 ist wunderbar staubig, wunderbar, weil man trotz W\u00fcstenumgebung in Flussbett des Aba Huab unter B\u00e4umen im Schatten liegt. W\u00fcstenelefanten werden uns zwar avisiert, aber lassen sich nicht blicken &#8211; das sind die mit den extra langen Beinen, damit kann elefant in kargen Gegenden 60, 70 km t\u00e4glich laufen. Wasser braucht der W\u00fcstenelefant \u00fcbrigens sp\u00e4testens am 5. Tag &#8211; tapfere Kerle! Aba Huab ist der Fluss am Fu\u00dfe von Twyfelfontein &#8211; und weil der meist trocken liegt, sind &#8222;tapfere Kerle&#8220; auch die Leute, die sich in den 40er Jahren hier neben der Gro\u00dfwildj\u00e4gerei an Ziegen- und Schafswirtschaft versucht haben: ein David Levin mit Frau und 3 Kindern. Nach 12 Jahren wurden die &#8222;Twyfel&#8220; an der Zuverl\u00e4ssigkeit der Wasserquelle zur Gewissheit, dass sich das Siedeln hier nicht lohnt. Wenn man sich die Gegend anschaut, m\u00fcsste man das eigentlich von Anfang an geahnt haben, sagen wir, aber wir haben hier schon reichlich Beispiele f\u00fcr extreme Siedlungsr\u00e4ume gesehen, will sagen: wir haben keine Ahnung. Nicht umsonst gibt es hier ein bekanntes Lehrinstitut f\u00fcr Landwirtschaft in extrem trockenen Landschaften. Was Twyfelfontein aber zu bieten hat, sind Hunderte toller Buschmann-Felsgravuren, Tierabbildungen, aber auch ein paar topografische Hinweise zu Wasserl\u00f6chern. Wenn man die Vielzahl der abgebildeten Tiere betrachtet, wird einem klar, dass es hier vor 2000-4000 Jahren deutlich feuchter gewesen sein muss. So viele Giraffen! Rhinos, Elefanten, Antilopen, und weil es sich um Nomaden handelte, die auch die gar nicht so weit entfernte K\u00fcste besuchten, gibt es auch einen Pinguin und eine Robbe zu sehen. Sehr sch\u00f6n, und unser junger F\u00fchrer, Karon, der sich hier das Geld f\u00fcr das n\u00e4chste Schuljahr verdient (sehr m\u00fchsam&#8230;) macht die Besichtigung zum Gewinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter! Es folgt wieder ein Bergbaust\u00e4dtchen, Uist. Wir sind die einzigen G\u00e4ste auf dem Campingplatz des Brandberg Restcamps, in den Zimmern tummeln sich allerdings 20 Grundsch\u00fcler auf Schulausflug mit dem Erziehungspersonal. Gl\u00fccklicherweise sind wir fr\u00fch dran, so dass ich den 25m-Pool f\u00fcr mich habe, das Freibadgequietsche setzt erst sp\u00e4ter ein. Diese Lodge war bestimmt mal das soziale Zentrum der Mineurgemeinde, drum auch das Schwimmbad. Heute ist noch ein bisschen Zinnabbau im Gange und sehr viel Mineral-Kleinverkauf von der lokalen Bev\u00f6lkerung, durchreisende Opfer &#8211; Touristen &#8211; gibt es t\u00e4glich. Stimmung: den Siedlungen im australischen Outback nicht un\u00e4hnlich. Wer nichts zu tun hat &#8211; und das sind augenscheinlich einige &#8211; sitzt vor dem Supermarkt im Schatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Uist kommt eines der Highlights dieser Reise. Schade, dass ich im Moment noch keine Bilder zeigen kann, denn die Spitzkoppe, die sich neben den Pondokbergen aus der Ebene erhebt, ist einfach nur sch\u00f6n. Fantastische Gesteinsformationen f\u00fcr viel Gestaune und viele Erinnerungen an den Ayers Rock\/Uluru und die Kata Tjutas. Unser Lunch genie\u00dfen wir unter dem Steilhang der Gro\u00dfen Spitzkoppe, bewundern Klippschliefer beim Baumklettern, lassen Starlinge und Weber in unseren Suppenschalen baden und trinken und erfreuen uns an den Erdm\u00e4nnchen, die den Glanzstaren die gespendeten Apfelst\u00fccke klauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Abend wollen wir in Henties Bay sein, also fahren wir Richtung K\u00fcste. Ein weiteres Naturwunder setzt ein: aus der Wolkenwalze, die wir unterqueren, str\u00f6mt Regen auf den W\u00fcstensand. Da freut sich jedes staubige W\u00fcstenpfl\u00e4nzchen. Henties Bay stellt sich als gruselig-lieblose Ansammlung von Ferienh\u00e4usern heraus, hier ist der Hund verfroren, also weiter nach Swakopmund. Und dort trifft uns der deutsch-koloniale Schlag. Nicht, dass es noch viele bauliche Spuren g\u00e4be, vielleicht die alte, kaiserliche Kaserne, ein paar Gr\u00fcnderzeitvillen, dazu ein bisschen Fachwerk-Dekofake hier und da. Aber die Bev\u00f6lkerung ist zu einem Gro\u00dfteil so deutsch wie die Stra\u00dfenschilder. Von &#8222;Erichs Restaurant&#8220; \u00fcber &#8222;Swakopmunder Buchhandel&#8220; bis &#8222;Hier nicht parken&#8220;. Bleibt anzumerken, dass die Amtssprache englisch ist, wenn man nicht von Hause aus Nama oder Ovambo spricht&#8230; Aber ich gebe es zu: &#8220; Drau\u00dfen\u00a0 nur K\u00e4nnchen&#8220; fehlt noch. Wir hoffen diesbez\u00fcglich auf L\u00fcderitz&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Campingplatz &#8222;Alte Br\u00fccke&#8220;, Swakopmund\/Namibia 21.4.2016 Tjaja. Drau\u00dfen nur K\u00e4nnchen. Geht&#8217;s noch deutscher?\u00a0 Bemerkenswertes Land, dieses Namibia! Wir sind schon halb fertig mit unserer Reise,\u00a0 die am Sonnabend, dem 9. April, mit der \u00dcbernahme eines eilig ausgesuchten Campmobils begann. 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