{"id":448,"date":"2008-11-30T16:34:00","date_gmt":"2008-11-30T15:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/11\/30\/zahnarzt-und-staulisten-und-andere-freuden\/"},"modified":"2008-12-01T01:12:44","modified_gmt":"2008-12-01T00:12:44","slug":"zahnarzt-und-staulisten-und-andere-freuden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2008\/11\/30\/zahnarzt-und-staulisten-und-andere-freuden\/","title":{"rendered":"Zahnarzt und Staulisten und andere Freuden"},"content":{"rendered":"<p>Jacar\u00e9, 30.11.2008<\/p>\n<p>Ganz langsam werden wir fertig. Soeben (Sonntag!) kommt Philippe, der Marinaeigner und bringt das Paket vorbei, in dem unsere Post und die neue 500 GB-Festplatte stecken, Sachen, die uns Traudl aus Deutschland nach Brasilien geschleppt hat. Mit dem Tracking von Postsendungen ham wa&#8217;s ja hier &#8211; das P\u00e4ckchen ist sicher seit Freitag hier, aber im Tracking steht es seit 24.11. auf &#8222;encaminhado, Em tr\u00e0\u00a2nsito para CTE RECIFE&#8220;. Na, wenn es auch ohne Tracking ankommt, soll es uns ja egal sein. Blue Songs Ankerwinde ist auch da, so sind alle zufrieden; au\u00dfer mir, ich h\u00e4tte gleich zwei solche fetten Festplatten bestellen sollen.<br \/>\nAndreas berauscht sich w\u00e4hrend ich die Platte f\u00fcttere (und Blog schreibe) an Rechnungen der Energiewerke Isernhagen und neuen Steuernummern. Aufw\u00fchlende Post, wie er sagt&#8230;<\/p>\n<p>Seit Freitag nimmt die Aufbruchstimmung zu &#8211; ich habe Proviant gekauft, mal wieder nur mit einem peripheren Plan, aber voll sind die Schapps jetzt definitiv. Tomaten in Dosen gibt es nicht, und dabei schreibt Bernd aus Trinidad, dass Tomaten in French Guyana 15 \u201a\u00ac pro Kilo kosten. Wir werden auf Papaya-Gem\u00fcse umsteigen m\u00fcssen. Der Einkauf verlief ein bisschen kompliziert: mit dem Bus zum Carrefour, nur dort gibt es das Steviapulver f\u00fcr eben jenen Bernd, der eine Jahresdosis nach Trinidad geordert hat. Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass die Preise im Carrefour eigentlich ein bisschen hoch sind; also doch kein Provisioning beim Carrefour, sondern zur\u00fcck nach Intermares! Und so ging dann der Maximalumsatz des Tages an den \u00f6rtlichen Litoral-Supermarkt. Da kriegt man auf die billigen Preise auch noch Rabatt auf Barzahlung und eine Taxifahrt mit dem ganzen Ger\u00f6del &#8222;on top&#8220;. Es grinst die Bordfrau zufrieden. Brasilianischer Kaffee ist nun im \u00dcberma\u00df an Bord; wir erinnern uns an die verzweifelte Suche nach nicht-Instantkaffee in der Karibik &#8211; wahrscheinlich k\u00f6nnen wir dort mittlerweile in gemahlenem Kaffee baden, die Globalisierung hat bestimmt vor Grenada und Co. nicht Halt gemacht. Dennoch &#8211; die gebunkerten 50 Pakete werden ein Weilchen reichen. Verschiedene Mehlsorten f\u00fcr anheimelnde Brote, und &#8222;die Sache mit dem Konus&#8220; wurde auch wieder belebt, alle PETflaschen sind wieder voller Fettucine und Spaghetti. Hatte ich dazu schon mal gesagt, dass ich das eigentlich ausgesprochen praktisch finde? Es kommt immer eine Portion Nudeln aus der \u00d6ffnung! Das Prinzip bleibt bestehen&#8230;<br \/>\nSeit Freitag sind wir auch mit unseren Zahnbehandlungen fertig &#8211; sehr nettes Gef\u00fchl, wir haben n\u00e4mlich einen englisch sprechenden Argentinier ausgegraben, der hier ganz in der N\u00e4he seit 4 Monaten eine Praxis betreibt und Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr hatte, dass wir &#8222;mal ganz rasch&#8220; alles durchgeguckt haben wollten. Guillermo Gutierrez und Frau Kenia, der Doctora der Parodontologia. Mit Andreas hat er sich ganze 10 Stunden besch\u00e4ftigt, samt Extraktion und was allem dazu geh\u00f6rt; ich hatte an die 3 Stunden auf der Uhr &#8211; was aber auch daran liegt, dass die Praxis eine one-man-show ist, sprich: keine Helferin mal einen Bohrer wechselt. Und dann geht ein Teil der Zeit auch noch auf Kosten der Tatsache, dass wir Kurzabrisse in brasilianischer und argentinischer Geschichte erhielten, \u00fcber Kultur und Unkultur in Brasilien berichtet oder Lebensgewohnheiten im Allgemeinen geschildert wurden; Karneval, Kriminalit\u00e4t und Eitelkeiten, Lula, Chavez und Morales. Hatten wir alles. Das alles auf englisch-portugiesisch-spanisch, und dem Patienten bleibt nichts anderes \u00fcbrig als ein nasales &#8222;&#8230;ngngnng! Gaa, gaaaa!&#8220; von sich zu geben, abwehrend oder best\u00e4tigend, ganz nach Wahl. Gefallen hat es uns allemal &#8211; erschwingliche Leistungen, beruhigende Ergebnisse und unterhaltsamer Aufenthalt. Und nun l\u00e4cheln wir mit dem brasilianischsten aller L\u00e4cheln in die Welt &#8211; ein ganz breites mit polierten Z\u00e4hnen. Einer der Kernunterschiede zwischen den Brasilianern und den Argenitniern: letztere halten sich n\u00e4mlich eher die Hand vor den Mund. Sagt Guillermo.<\/p>\n<p>Z\u00e4hne wollen wir dann demn\u00e4chst auch dem Atlantik zeigen. Wenn wir den t\u00e4glichen Funkrunden mit der Present Glauben schenken d\u00fcrfen, wird es zeitweise ganz sch\u00f6n windig. Und Welle hat&#8217;s auch. Aber nur zeitweise.<\/p>\n<p>Drum ist jetzt Schluss &#8211; ich muss unsere Seebeine raussuchen. Wo hatte ich die noch mal gelagert?? Beim Roggenmehl?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jacar\u00e9, 30.11.2008 Ganz langsam werden wir fertig. Soeben (Sonntag!) kommt Philippe, der Marinaeigner und bringt das Paket vorbei, in dem unsere Post und die neue 500 GB-Festplatte stecken, Sachen, die uns Traudl aus Deutschland nach Brasilien geschleppt hat. 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