{"id":4518,"date":"2016-09-17T15:20:59","date_gmt":"2016-09-17T13:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=4518"},"modified":"2016-09-19T16:07:30","modified_gmt":"2016-09-19T14:07:30","slug":"rentner-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/09\/17\/rentner-unterwegs\/","title":{"rendered":"Rentner unterwegs"},"content":{"rendered":"<p>Jacar\u00e9, 14.9.2016<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gestern gab es eine Laut\u00e4u\u00dferung zu diesem verwaisten Blog, also soll\u00a0 wieder ein bisschen Unwesentliches mitgeteilt werden. Voil\u00e0\u00a0.<br \/>\n&#8222;Voil\u00e0\u00a0&#8220; ist ein gutes Stichwort, wir \u00fcben flei\u00dfig unser Franz\u00f6sisch in dieser Umgebung &#8211; die gesamte Marinabelegschaft &#8222;parliert&#8220;, und ein Gro\u00dfteil der Segler ebenfalls. Schweiz, Frankreich, Belgien, wobei &#8222;Belgien&#8220; aber, wie \u00fcblich, auch noch flie\u00dfend Englisch, Deutsch, Fl\u00e4misch, Niederl\u00e4ndisch spricht&#8230; bisschen peinlich, so eine Sprachf\u00fclle.\u00a0 Wir arbeiten uns also an den sprichw\u00f6rtlich fremdsprachenfaulen Franzosen ab, die m\u00fcssen unser Radebrechen nun ertragen; und die meisten freut&#8217;s, faulheitshalber. Ansonsten habe ich mich f\u00fcr diesen gest\u00fcckelten Brasilienaufenthalt mit mir darauf geeinigt, dass ich bis auf die absoluten Basics keine Portugiesischbem\u00fchungen starte, denn das Spanische ist ebenso tief vergraben, und das werden wir in den n\u00e4chsten Wochen ben\u00f6tigen. Das zunehmende Alter verlangt einen sparsamen Umgang mit den schwindenden Geistesgaben&#8230;\u00a0 ja, ja &#8211; kann man f\u00fcr kontraproduktiv halten, aber das stete, vielf\u00e4ltige Bem\u00fchen ist so anstrengend! Und unser Bem\u00fchen gilt haupts\u00e4chlich den immer schwieriger werdenden Computerinhalten. Ich f\u00fcrchte, Windows10 wird unsere letzte Betriebssytemversion werden, die wir noch selbst\u00e4ndig bew\u00e4ltigen; ich habe noch nie so viel Googeln oder nachschlagen m\u00fcssen, und jetzt kommt auch noch diese Android-Smartphonerei obendrauf: die beiden Systeme wollen miteinander spielen, wo ich nicht mitspielen will und sollen es manchmal, aber dann kann ich sie nicht dazu bringen (jaul! Gestern war so ein Tag mit allzu kryptischen Installationsanleitungen f\u00fcr eine Bank-App.\u00a0 Dat duurt&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der kurze Deutschlandaufenthalt war genau das: kurz. Die Neusch\u00fclerin Eske haben wir verpasst, daf\u00fcr den alten Onkel im Spreewald bewundert, dessen Geistesgaben, siehe oben, nicht wirklich einen 94j\u00e4hrigen vermuten lassen. Die Schwester wurde 70, hapuu. Sch\u00f6ne G\u00e4rten gab&#8217;s dort zu sehen und eine witzige Geburtstagsgesellschaft. Viel Museum in Berlin und umzu, sch\u00f6ne Stunden mit Bruder und Schw\u00e4gerin, Schwatzen mit alten Nachbarn und Kollegen &#8211; und dann war es auch schon vorbei. Nachdem wir bei Ankunft in Frankfurt schon leichte Zweifel hatten, ob wir wirklich mal Vielflieger waren und Frankfurt unsere Drehscheibe &#8211; erstaunlich wie sehr man da mittlerweile auf der Suche nach dem Autovermieter herumirren kann! &#8211; waren wir f\u00fcr den R\u00fcckflug schon am Vorabend nach FRA gereist, zwecks Stressvermeidung. Sch\u00f6ne Unterkunft: Hotel Goethe, in einem Industriegebiet nahe der Messe und eindeutig von &#8222;buntem Deutschland&#8220; gemanagt. Nett und g\u00fcnstig &#8211; und rein gesellschaftspolitisch lehrreich f\u00fcr Andersdenkende. Aber die fr\u00fche Anreise half auch nicht viel &#8211; den Autovermieter haben wir auch bei der Fahrzeugr\u00fcckgabe erst im zweiten Versuch gefunden. Rentner unterwegs? M\u00f6glicherweise. Wir verpassen eine Gate\u00e4nderung. Die gn\u00e4dige Frau steht in einer langen Schlange von Toilettenbesuchsanw\u00e4rterinnen, treu-deutsch-doof. 8 Frauen, 6 Kabinen. Es dauert, bis die angehende Rentnerin merkt, dass 5 von diesen T\u00fcren einfach nur ordentlich geschlossen, die Klos aber nicht besetzt sind. Also nee &#8211; meine Merkbefreiuung nimmt drastische Z\u00fcge an. Man sollte f\u00fcr die n\u00e4chsten Reisen einen &#8222;Unattended Senior&#8220;-Service in Erw\u00e4gung ziehen&#8230;<br \/>\nAllen Dusseligkeiten zum Trotz sind wir dennoch heil in Recife gelandet. CONDOR hat das prima gemacht, es gab keinen Grund zu weiterer Rentnerverwirrung. Eines allerdings ging zu Herzen: wie schon auf dem Hinweg war das Flugzeug voller Brasilianer, es liefen diverse brasilianische Slapsticks in der Kabine ab: vor allem das mitgeschleifte &#8222;Handgep\u00e4ck&#8220; zu verstauen, dessen Umfang in vielen F\u00e4llen als &#8222;gep\u00e4cktr\u00e4gerpflichtig&#8220; einzustufen war,\u00a0 sorgte f\u00fcr Kurzweil, der entstehende, lautstarke Streit eindeutig &#8222;brasileiro&#8220;.\u00a0 Wunderbar. Und dann: die<em> applaudieren\u00a0<\/em> tats\u00e4chlich, wenn der Flieger aufsetzt. Ich nehme jedenfalls an, dass es nicht die paar deutschen Urlaubsg\u00e4ste waren, die\u00a0 beim Touchdown\u00a0 in Recife sogar &#8222;Hallelujah&#8220;-Rufe laut werden lie\u00dfen, Dabei h\u00e4tten die Fl\u00fcge nicht unspektakul\u00e4rer sein k\u00f6nnen.<br \/>\nBernardo holt uns ab, seines Zeichens Taxifahrer mit Neigung zu abruptem Bremsen und Beschleunigen sowie wilden Spurwechseln\u00a0 &#8211; wir hatten dieses Verkehrsverhalten, das wir in den 80ern in Rio so bewundert hatten,\u00a0 eigentlich schon ein bisschen vermisst, aber offensichtlich gibt es Relikte, und Bernardo geh\u00f6rt dazu. Er singt und pfeift, vor allem aber fuchtelt er zum Schimpfen anhaltend mit beiden Armen. Taxifahren mit Bernardo ist immer spannend!<br \/>\nIn Jacar\u00e9 schaukelt AKKA friedlich und \u00e4rgert sich nun wahrscheinlich \u00fcber die Ruhest\u00f6rung. Wir verbreiten auch wirklich Hektik &#8211; die Rentnerunruhe treibt uns sofort weiter. Wir packen. Unser lange gehegter Wunsch war, von Brasilien aus auch dieses Mal &#8222;das andere S\u00fcdamerika&#8220; anzuschauen. 2008 ging es mit F\u00e4hren den Amazonas hinauf, dann in die peruanischen Anden und nach Bolivien. Jetzt zieht es uns nach S\u00fcden, Chile, Argentinien. Da war doch was? Richtig! Kap Horn! Da unsere Crew, allen voran der \u00e4ngstliche Hauptb\u00e4r Magerm\u00e4nnchen, ein eindeutiges &#8222;Veto!&#8220; zu einer Seglreise nach Feuerland eingelegt haben, bleibt AKKA in Jacar\u00e9. Wir fliegen! Am Mittwoch zun\u00e4chst mal nach Santa Cruz de la Sierra in Bolivien, von da mit Bus und Flug und allem was sich sonst so bewegt durch Chile. Salzw\u00fcsten! Berge! PATAGONIA!<br \/>\nMal schauen, wie wir Wollsocken, dicke Schuhe und M\u00fctzen in den Rucks\u00e4cken unterbringen! Rentner unterwegs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jacar\u00e9, 14.9.2016 Gestern gab es eine Laut\u00e4u\u00dferung zu diesem verwaisten Blog, also soll\u00a0 wieder ein bisschen Unwesentliches mitgeteilt werden. 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