{"id":4569,"date":"2016-10-13T22:11:01","date_gmt":"2016-10-13T20:11:01","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=4569"},"modified":"2016-10-14T02:27:51","modified_gmt":"2016-10-14T00:27:51","slug":"der-nabel-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/10\/13\/der-nabel-der-welt\/","title":{"rendered":"Der Nabel der Welt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4580\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/10\/13\/der-nabel-der-welt\/tmp_27734-fb_img_14764045603081132899807\/\" rel=\"attachment wp-att-4580\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4580\" data-attachment-id=\"4580\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/10\/13\/der-nabel-der-welt\/tmp_27734-fb_img_14764045603081132899807\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?fit=638%2C480&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"638,480\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"tmp_27734-fb_img_14764045603081132899807\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?fit=300%2C226&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?fit=584%2C439&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-4580\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807-300x226.jpg?resize=300%2C226\" alt=\"und AKKA oben rechts\" width=\"300\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?resize=300%2C226&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?resize=399%2C300&amp;ssl=1 399w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764045603081132899807.jpg?w=638&amp;ssl=1 638w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4580\" class=\"wp-caption-text\">und AKKA oben rechts<\/p><\/div>\n<p>Hanga Roa\/Osterinsel, 13.10.2016<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Te pito o te henua, der Nabel der Welt, so sagt man hier. Allerdings gibt es viele solcher Nabel in Polynesien, und eigentlich kann es auch hei\u00dfen: Ende der Welt. Oder Ecke&#8230; Alles ganz richtig. 3 Ecken hat die Osterinsel &#8211; es ist, bis auf ein paar Felslein tats\u00e4chlich nur eine, also &#8222;die Osterinsel&#8220; in der Einzahl &#8211; und vielleicht war auch jede dieser Ecken einstmals ein Nabel und jeder Nabel ein eigenes Ende der Welt. Eines ist klar: die Insel ist entlegen. S\u00fcd\u00f6stlichste Ecke des polynesischen Dreiecks, das im Norden in Hawai&#8217;i endet und im S\u00fcdwesten in Neuseeland. Polynesien, das riesige. Ich freue mich unglaublich, noch einmal hier gewesen zu sein &#8211; schon diese vokalreiche Sprache finde ich toll. Der Hang zur Blume im Haar, zu dicken, sch\u00f6nen Tatoos. Und auch wenn vom\u00a0 Erbe Rapa Nuis nicht so schrecklich viel \u00fcbertragen ist, man lehnt sich an Tahitianisches oder Marquesanisches an. Ansonsten: Lebensgrundlage Tourismus. Das wurde schon vor einer Woche klar, als wir in der Fr\u00fch den Check-In-Schalter von LAN bzw. LATAM erreichten &#8211; es wird derzeit t\u00e4glich ein Flieger voll nach Rapa Nui geschaufelt, und zur\u00fcck,\u00a0 je 300, 400 Leute. Einige davon nat\u00fcrlich Einheimische, so dass sich die neugierige Rucksackreisende an dem einen oder anderen Haardutt oder dem &#8222;Regen&#8220;-Tattoo am Hals erfreuen kann. Der Flug selbst geht, siehe oben, Ende der Welt, auch nicht gerade mal um die Ecke, 5 Stunden dauert der Spa\u00df, aber danach gleitet man eine Weile im Sinkflug \u00fcber pazifisches Wasser, bis die Landebahn von Matavere aus dem Nichts auftaucht. Warm und feucht ist es. Blumenkranz zur Begr\u00fc\u00dfung. Ein Minibus, leicht polynesisch, holpert uns ein paar hundert Meter zum Hotel, das den Namen des ersten Siedlers tr\u00e4gt: Hotu Matu&#8217;a. Weitr\u00e4umig ist es hier jedenfalls nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dorf begegnen uns die Bewohner mit Regenjacken und Gummistiefeln &#8211; auf das Wetter ist nicht so recht Verlass. Es kann nass von oben sein, muss aber nicht, und frischer Wind l\u00e4sst einen in der schw\u00fclen Feuchte unangenehm abk\u00fchlen, dabei ist unsere Erk\u00e4ltung noch nicht vorbei. Pfui. An der Fischermole sitzen wir eine Weile und bestaunen den Schwell, der hereinl\u00e4uft, zur gro\u00dfen Freude junger Surfer. Auf den vorgelagerten Felsen klettern zwei Frauen herum und angeln sich das Familienessen. Ein Segler &#8211; einer von vielleicht 30 im Jahr, die es hierher treibt &#8211; liegt an einer Mooring. Gem\u00fctlich sieht anders aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_4583\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/10\/13\/der-nabel-der-welt\/tmp_27734-fb_img_14764047279791205976301\/\" rel=\"attachment wp-att-4583\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4583\" data-attachment-id=\"4583\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2016\/10\/13\/der-nabel-der-welt\/tmp_27734-fb_img_14764047279791205976301\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?fit=640%2C479&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"640,479\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"tmp_27734-fb_img_14764047279791205976301\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?fit=584%2C437&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-4583\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301-300x225.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"Hanga piko, Hafeneinfahrt\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?resize=401%2C300&amp;ssl=1 401w, https:\/\/i2.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/tmp_27734-FB_IMG_14764047279791205976301.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4583\" class=\"wp-caption-text\">Hanga piko, Hafeneinfahrt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im AKKAnautentempo geht es voran: noch ein Tag im Dorf, mit Kaffeetrinken, ausgiebigem Surfen (wir haben von einem Seglerkollegen in Jacar\u00e9 lauter s\u00fcdamerikanische SIMkarten geerbt, und die chilenischen EnTel und Movistar tun&#8217;s auch im tiefen Ozeanien). Ganz langsam weichen Laufnase und Husten. Erstes polynesisches Vergleichsessen: w\u00e4hrend man auf den Sonnenuntergang lauert und au\u00dferdem die \u00e4u\u00dferst spannend anzuschauende Einfahrt zur Mole von Hanga Piko beobachten kann, gibt es Ceviche vom Kana Kana (ein lokaler Barrakuda) und vom Tunfisch. Der Kana Kana ist besser, auch in der gebratenen Version. Lokal merken und ansparen&#8230; wir halten aus Kostengr\u00fcnden ansonsten gern ein Hotelzimmerpicknick ab, die Minimercados geben alles her, was man braucht und eingeflogen werden kann. Im Hafen liegt eine Lederr\u00fcckenschildkr\u00f6te herum. Fischer kl\u00e4ren uns \u00fcber ihren Widerstand gegen den geplanten Marine-Nationalpark auf, aber da wird&#8217;s dann mit der Verst\u00e4ndigung ein bisschen schwierig. Und mir fehlt kraft meiner Naturschutzneigung auch das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Tunfisch-Longline-Fischen, und daf\u00fcr, dass man nternationale Schutzbeh\u00f6rden, die wirklich tatkr\u00e4ftig mit den Rapa Nui zusammenarbeiten und ihnen alleinige Fischereirechte in der Region zubilligen wollen, als Kolonialisten bezeichnet. An dieser Stelle ist die Bev\u00f6lkerung denn auch gespalten. Wie allerdings die Kontrolle dieses riesigen Seegebietes, n\u00e4mlich 200 nm rund um die Insel, gew\u00e4hrleistet werden soll, ist mir auch nicht klar. Nebenan kampieren Rapa Nui-Familien dauerhaft und lassen schwarze und Inselfahnen im Protest gegen das Luxushotel Hangaroa Eco Village. Eco ist sicher fein, aber ungern auf Grund, den man den Einheimischen abgeschwindelt hat. Gleiches gilt f\u00fcr den Flughafen, und immer wieder blitzen Hinterlassenschaften der Pinochet-Aera durch. Da lie\u00dfen sich wohl leicht Gesch\u00e4fte machen, und umso erboster k\u00e4mpfen die RapaNui um Rechte. Rechte \u00fcbrigens, die man ihnen \u00fcber viele Jahrzehnte vorenthalten hatte. Bis in die fr\u00fchen 50er war die Bewegungsfreiheit der Einwohner auf den Ort Hanga Roa beschr\u00e4nkt, Landrechte hatten sie nicht, die Insel seit 1888 an einen britischen Schafz\u00fcchter verpachtet, sie waren nicht einmal Chilenen. Aber genau das ist auch immer noch strittig: man f\u00fchlt sich als Polynesier, nicht als Chilene. Und wieder kommt das Wort: Kolonialismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber all das schwingt eher im Hintergrund. Wichtig f\u00fcr uns eher, dass Maria, die W\u00e4scherin uns am offiziellen Dia de la descubierta de las Americas, auch bekannt als Columbus Day, die W\u00e4sche abnimmt und s\u00e4ubert. Maururu, Maria, f\u00fcr W\u00e4sche und Schnacken und Abschiedsumarmung. Wichtig ist auch zu wissen, dass 98% der vielen Stra\u00dfenhunde freundliche Kerle sind, um die die Autos Kurven fahren. Bei den restlichen 2%handelt es sich um a. H\u00fchnerm\u00f6rder mit gutem Ged\u00e4chtnis, die mir meine Rolle als Mordverhinderer \u00fcbel nehmen und beim n\u00e4chsten Vorbeimarsch eine Scheinattacke auf mich starten. Und b. gibt es den Wegelagerer, der wei\u00df, dass in Richtung unseres eher bescheidenen Hotels am Ortsrand &#8211; sehr sch\u00f6n, weil im normalen Leben! &#8211; manchmal G\u00e4ste mit Plastikt\u00fcten und Picknickzubeh\u00f6r vorbeigehen; da kann Hund dann reinbei\u00dfen und klauen, was rausf\u00e4llt. Bye, bye und adios Salami!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war&#8217;s dann von der Osterinsel. Oder war da noch was? Ich schick&#8217;s mal raus und denke derweil nach&#8230; Unser R\u00fcckflug sollte sich eigentlich gerade in die Luft erheben, hat aber 6 Stunden Versp\u00e4tung, Zeit w\u00e4re noch. F\u00fcr Bilder und &#8230; noch was.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hanga Roa\/Osterinsel, 13.10.2016 Te pito o te henua, der Nabel der Welt, so sagt man hier. 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