{"id":4903,"date":"2017-01-31T23:08:44","date_gmt":"2017-02-01T02:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=4903"},"modified":"2017-02-01T15:40:10","modified_gmt":"2017-02-01T18:40:10","slug":"zwischen-punta-und-rio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2017\/01\/31\/zwischen-punta-und-rio\/","title":{"rendered":"Zwischen Punta und Rio"},"content":{"rendered":"<p>Rio de Janeiro, 23.1.2017<\/p>\n<p>Wir n\u00e4hern uns dem Ende dieser Rucksackreise. 4 Monate haben wir die Sachen gepackt, gebuckelt, Hostels gesucht, gebucht, ausgepackt, Wunder der Welt bestaunt, wieder eingepackt. Bis auf die Woche um Neujahr, und da m\u00f6chte ich eine kleine Danksagung aussprechen:<\/p>\n<p>Dear hosts &#8211; That quiet week over New Year\u20ac\u2122s Eve was pure bliss. Sleeping on a big,\u00a0 comfy bed, using a dance hall of a bath room and taking a splash in the pool from time to time &#8211; just great. We were truly lazy, because sometimes you need a rest from being on holidays.\u00a0 Thanks again for your kind invitation to use that splendid house &#8211; and next time, it would be nice to have you around, somewhere in this world!<\/p>\n<p>Richtig &#8211; der Eigner war frech genug, Freunden ein Mail, zu schicken: &#8222;\u20ac\u00a6 wir wissen, dass Ihr nicht in Punta seid, aber wenn der Schl\u00fcssel unter der Fu\u00dfmatte liegt, k\u00f6nnten wir mal nach dem Rechten schauen\u20ac\u00a6&#8220; Er kann so peinlich sein! Und so gute Ideen haben &#8211; nach all dem Rumfahren und den ganzen Stadt- und Naturschauspielen kamen uns 5 Tage &#8222;nix&#8220; im mond\u00e4nen Punta del Este gerade recht. Und es wurden 8 Tage draus, so sehr hatte es mir der Pool angetan. Nicht wirklich unsere Welt, eine Villa, in der man 7 Schritte zwischen\u00a0 K\u00fchlschrank und Arbeitsfl\u00e4che l\u00e4uft, und wo wir es uns, ganz Bootscrew, am eher kleinen K\u00fcchentisch gem\u00fctlich gemacht haben (8 Schritte vom Sp\u00fclbecken). Zum F\u00fc\u00dfevertreten konnte man gelegentlich mal eine Runde durch den Wohnzimmerbereich drehen oder die Wanderung ins Schlafzimmer dazu nutzen. Ihr seht, wir waren schwer beeindruckt. Sowieso &#8211; &#8222;Punta&#8220; wird als Klein-Monaco bezeichnet, bisschen humpeliger Vergleich, zumindest was die Motorbootgr\u00f6\u00dfen betrifft, aber schee war\u20ac\u2122s scho\u20ac\u02dc. Viele hohe Appartmenth\u00e4user (wenn nicht sch\u00f6n, dann architektonisch interessant), noch mehr luxuri\u00f6se Villen in weitl\u00e4ufiger Wald- und Parklandschaft. Wir hingen mehrfach an der Mole herum und starrten unverhohlen die ESCAPADE an, eine Schweizer Sloop unter Vanuatuflagge, eine alte Bekannte aus Puerto Williams. 124 Fu\u00df moderne Yachttechnik, besonders das gebogene, gl\u00e4serne Niedergangsluk, das sich hydraulisch zur Seite bewegt, rief kindische Begeisterungsst\u00fcrme hervor. An Silvester wurde der ESCAPADE allerdings der Rang abgelaufen, von ebenfalls einer\u00a0 alten Bekannten, der Do\u00e0\u00b1a Francisca aus Montevideo. 173 Fu\u00df altmodischer Schoner. Wir hatten die sch\u00f6ne, alte Dame schon in Buenos Aires aus der Ferne bewundert, aber in Punta waren wir mit der Nase dran. Der Riss von 1868, Beschl\u00e4ge in klassischem Glanz, hochglanzlackiertes Holz. Und doch, siehe oben, alles moderne Yachttechnik, Kohlefaser von oben bis unten im Vintage-Kleid, und hier haben wir dann so frech herumgelungert, dass sich ein Gespr\u00e4ch mit dem K\u00e4pt\u20ac\u2122n ergab. Franciscas Eigner gr\u00fc\u00dfte lediglich huldvoll\u20ac\u00a6 Beide Boote aus dem Jahr 2014, die Do\u00e0\u00b1a Francisca in\u00a0 Montevideo gebaut (auf der eigenen Werft, der Besitzer ist Herr &#8222;Buquebus&#8220;, der den F\u00e4hrdienst zwischen Argentinien und Uruguay unterh\u00e4lt, und sicher nicht nur das\u20ac\u00a6) Die ESCAPADE wurde f\u00fcr ihre Schweizer Eigner &#8211; ihr erstes eigenes Schiff, ein mutiger Einstieg! &#8211;\u00a0 in Neuseeland gebaut (dort ging die Werft dann Pleite, shit happens\u20ac\u00a6). Beide Yachten ganz knapp au\u00dferhalb unseres Budgetbereiches. AKKA, wir kommen &#8211; Du bist die Beste!<br \/>\nNach dem Erholsamen und\u00a0 Mond\u00e4nen stiegen wir wieder ganz profan in den Bus, fuhren eines Abends die 2 Stunden nach Montevideo zur\u00fcck und um Mitternacht weiter nach Salto am Rio Uruguay. Fr\u00fchmorgens ist man dort, lungert etwas herum um den dritten Bus innerhalb 16 Stunden zu erreichen, ins argentinische Concordia, das direkt gegen\u00fcber am Flussufer liegt, aber nur \u00fcber einen 1 1\/2st\u00fcndigen Umweg via Staudamm zu erreichen ist. Und dann ein taktischer Fehler von uns: weiter ging die Reise erst um 21:00, wir laden am Vormittag das Gep\u00e4ck bei der Busgesellschaft ab und dackeln in die Stadt. Es ist grotten-grottenhei\u00df, wir sind ausreichend m\u00fcde und der Tag zieht sich. Am Abend &#8211; spannender Moment: schlie\u00dft noch einmal jemand das Gep\u00e4cklager auf? &#8211; sind wir froh, als\u00a0 wir ungeduscht und ermattet in\u00a0 die Semicamasitze vom Bus nach Pousadas sinken k\u00f6nnen. Beim n\u00e4chsten Mal gibt es in dieser Situation ein Zimmer f\u00fcr den Tag. Wie die Anf\u00e4nger&#8230;<br \/>\nVon Pousadas sehen wir nicht viel. Am fr\u00fchen Morgen fallen wir aus dem Bus und stolpern wenige Meter daneben \u00fcber einen, der mit &#8222;San Ignacio&#8220; beschriftet ist, da wollen wir hin, und er nimmt uns f\u00fcr ganz kleines Geld mit. Schick! Die Arbeiter der Matefabrik auf dem Weg zur Sonntagsschicht. 2 Stunden hoppeln wir durch weites Gr\u00fcn und laden Dorfpolizisten und andere Landbev\u00f6lkerung\u00a0 an entlegenen Posten ab. Und alles\u00a0 mit\u20ac\u00a6ja klar, Mate.<\/p>\n<p>In San Ignacio m\u00fcssen wir zwar l\u00e4nger auf unser Zimmer warten, aber es gibt einen Pool, eine Dusche, alles fein. Das Reiseziel San Ignacio hatte ich mir gew\u00fcnscht, weil ich gern ein bisschen von den Urspr\u00fcngen der Besiedlung dieses 3-L\u00e4nderecks Paraguay\/Argentinien\/Brasilien sehen wollte, das ist n\u00e4mlich etwas Besonderes.<br \/>\nNach der Eroberung Amerikas durch die Conquistadores machte man &#8211; schon 1604 gab es dazu eine p\u00e4pstliche Synode! &#8211; sich Gedanken, wie denn mit den Einheimischen in S\u00fcdamerika umzugehen sei. Die Siedlungspolitik nannte sich &#8222;Encomienda&#8220;, ein h\u00fcbsches Wort daf\u00fcr, dass, wer erobert, auch das Sagen hat und freie Hand, Hauptsache die erwarteten Gewinne, vor allem in Form von Bodensch\u00e4tzen, flie\u00dfen. Das &#8222;Menschenmaterial&#8220; war dabei wilkommene Hilfe und wurde zwangsverpflichtet &#8211; und es gab viele Menschen. In manchen heute argentinischen Provinzen lebten im 16. Jahrhundert Zehntausende, und man machte Gebrauch von der Arbeitskraft, die sie zur Verf\u00fcgung stellten &#8211; bis man (verwundert?!) feststellte, dass es eigentlich immer weniger wurden.\u00a0 Neue k\u00f6nigliche Idee, eigentlich ganz l\u00f6blich: die Einheimischen sind von den Conquistadoren zu trennen, um ihnen die Abscheu vor den Eroberern und deren Religion zu nehmen. Kurz nachdem Ignacio de Loyola seine &#8222;Jesusgesellschaft&#8220; gegr\u00fcndet hatte, warb der portugiesische K\u00f6nig dort erste Priester an, die sich in den s\u00fcdamerikanischen Weiten um die Ortsans\u00e4ssigen k\u00fcmmern und sie nat\u00fcrlich missionieren sollten. Es dauerte noch ein paar Jahre, aber dann begannen diese Jesuiten-Priester Siedlungen zu gr\u00fcnden, im Spanischen &#8222;reducciones&#8220; genannt. Die Einheimischen waren ein bisschen entgeistert, denn wer will, wenn er eigentlich halbnomadisch lebt, schon in Siedlungen europ\u00e4ischen Stiles ziehen? Der Druck von au\u00dfen machte die Entscheidung allerdings leicht, denn in den Reduktionen war man den Angriffen durch Conquistadores und Sklavenh\u00e4ndlern nicht mehr ganz so wehrlos ausgesetzt, und so nahm ein merkw\u00fcrdiges Siedlungsmodell seinen Anfang, es entwickelte sich ein kleines Utopia: 2 Jesuitenpatres lenkten zwar die Reduktion, sicher nicht besonders zimperlich, aber die Gemeinschaft der Bewohner war im Rahmen der \u00fcberkommenen Traditionen organisiert &#8211; es gab einen \u00c4ltestenrat, die Kaziken, die Medizinm\u00e4nner behielten ihre Funktion. Eines der Hauptanliegen der Jesuiten war und ist die Bildung also wurden Kinder ab dem 6. Lebensjahr schulpflichtig &#8211; M\u00e4dchen mussten zwar nur Lesen und schreiben lernen, aber immerhin. Kleine Jungs durften dagegen auch Rechnen und andere K\u00fcnste erlernen. \u00e0\u20ac propos Kunst: gerade die Guaran\u00e0\u00ad, in deren Lebensbereich San Ignacio liegt, waren sehr kunstsinnige Leute, mit Farb- und Formensinn, und es ergab sich eine ansehnliche Mischung, eine christlich-sakrale Indiokunst, von beiden Seiten sehr gesch\u00e4tzt. Nur wurde die Utopie immer wieder gest\u00f6rt, denn Conquistadoren und freie Sklavenh\u00e4ndlertrupps griffen die Reduktionen, von denen es schnell 40 gab, immer wieder an, und nach einer Weile erwirkten die Jesuiten, dass man eine bewaffnete und berittene Miliz bilden d\u00fcrfe. Erfolgreich, nicht nur milit\u00e4risch &#8211; auch wirtschaftlich waren die Reduktionen ein Erfolg, der Neid und Hass bei den Conquistadoren hervorrief und nach Macht roch, nach einem Staat im (Kolonial-)Staat. Nach etwa 150 Jahren hatte sich der utopische Spa\u00df so weit verselbst\u00e4ndigt, dass der K\u00f6nig von Spanien auf Druck der Portugiesen per Dekret das Ende der Reduktionen beschloss. Im Endeffekt wurden die 7 gr\u00f6\u00dften Reduktionen am Paran\u00e0\u00a1 gegen &#8211; siehe oben! &#8211; den strategisch wichtigen Hafen Colonia del Sacramento getauscht. Alle Priester wurden deportiert, die Bewohner wurden ihrem Schicksal \u00fcberlassen, und das war entsprechend bald besiegelt. So sind in der Gegend um den Rio Paran\u00e0\u00a1 von den 40 Reduktionen nur vom Urwald \u00fcberwachsene Ruinen \u00fcbrig. Bis auf San Ignacio Min\u00e0\u00ad &#8211; das hat man ein bisschen restauriert. Und wir waren dort. San Ignacio selbst ist ein weitl\u00e4ufiges Landst\u00e4dtchen, am Ankunftstag stapfen wir \u00fcber roten, aufgeweichten Lateritboden zum Hostel &#8211; sonst ist nicht viel los, bis auf &#8222;Ignacio Min\u00e0\u00ad-Tourismus&#8220;. Und Mateanbau. Wir versuchen, die Reduktion zu finden und werden erst einmal fehlgeleitet&#8230; Hier muss es doch irgendwo sein? Es ist da &#8211; und wir sind vom Ausma\u00df der Anlage \u00fcberrascht. Hier haben als 2 Jesuitenpriester mit mehreren Tausend Guaran\u00e0\u00ad gelebt. Die Reduktionen sind streng durchorganisiert &#8211; traditionelle indianische Langh\u00e4user, hier aus Stein, umgeben in ordentlichen Stra\u00dfenz\u00fcgen eine riesige Plaza, auf deren Gegenseite die Reste der gewaltigen Kirche und der Schulgeb\u00e4ude liegen. Werkst\u00e4tten, B\u00fcrgermeisterei, alles ist da. Ein bisschen dumm ist f\u00fcr uns, dass wir keinen Guide erwischt haben und allein durch die Weiten der Anlage laufen &#8211; die Informationsst\u00e4nde, eigentlich mit Ton und ordentlichen Informationstafeln, sind teilweise au\u00dfer Betrieb. Dennoch &#8211; der Eindruck sitzt. Toll war es f\u00fcr Halbnodmaden vielleicht nicht, in solche Verh\u00e4ltnisse zu ziehen, das Leben war nicht wirklich selbstbestimmt, aber es war auch nicht das Schlechteste angesichts der Bedrohung von au\u00dfen. \u00dcbrigens war die Christianisierung nicht unbedingt vollst\u00e4ndig &#8211; und das wurde in Ma\u00dfen toleriert. Dass die Jesuiten daf\u00fcr sorgten, dass die Guaran\u00e0\u00ad ihre Sprache beibehalten durften, war \u00fcbrigens einer der Stolperstiene in dieser Geschichte: seitens der Kolonialherren wurde vermutet, dass man dies tue, um die Erfolgsgeheimnisse der Reduktionen in einer &#8222;Geheimsprache&#8220; weiterzureichen. Da muss man nat\u00fcrlich dreinschlagen.<br \/>\nAm Abend nahmen wir dann noch an einer Sound- und Lichtshow auf dem Gel\u00e4nde Reduktion teil. Ein bisschen k\u00fcnstlich, aber dennoch beeindruckend, weil man etwas mehr politisch korrekte Guaran\u00e0\u00adgeschichte eingebaut hatte und etwas \u00fcber die Lebensverh\u00e4ltnisse erz\u00e4hlte. Jesuiten-Disney, sozusagen &#8211; aber doch ganz empfehlenswert.<\/p>\n<p>Und das war dann das letzte Weltkulturerbe dieser Rucksackreise. Fehlt nur noch ein Naturerbe, und das folgte auf dem Fu\u00dfe. Die Wasserf\u00e4llen von Iguaz\u00e0\u00ba. Wie sagt man da heute? Boah! Wow! Der erste Eindruck von der argentinischen Seite war noch &#8222;ach.. da kommen die Vic-Falls in Zambia\/Zimbabwe aber leicht mit!&#8220; Kamen sie nicht. Unglaublich, diese Wassermassen! Unglaublich, das Get\u00f6se am Teufelsschlund! Unglaublich&#8230; diese Touristenmassen &#8211; nun gut, Hauptferienzeit in S\u00fcdamerika, da nimmt das nicht Wunder. Von der brasilianischen Seite das Ganze noch einmal. Die gro\u00dfen Wasser- und Touristenmassen ganz in Greifn\u00e4he. Toll. Wirklich beeindruckend, und weil das Getpse nach Kontrast verlangt, erst eine kleine, 8 km lange Wanderung durch den Regenwald ganz ungest\u00f6rt zu einem kleinen Wasserfall &#8211; und am Tag drauf Wassermassen mal von der technischen Seite. Eine &#8222;special Tour&#8220; im Wasserkraftwerk von Itaip\u00e0\u00ba, das sich mit dem Beinamen &#8222;Binacional&#8220; schm\u00fcckt, weil der Staudamm die Grenze zwischen Paraguay und Brasilien \u00fcberbr\u00fcckt, am &#8222;Singenden Felsen&#8220;, dem Itaip\u00e0\u00ba. Bis die Chinesen 2006 ihr Drei-Schluchten-Kraftwerk fertig gestellt hatten, stellten die 22 Turbinen in Itaip\u00e0\u00ba das gr\u00f6\u00dfte Kraftwerk der Welt dar, der Wasserdurchsatz ist etwa 9mal so gro\u00df wie der der Wasserf\u00e4lle von Iguassu ein paar Kilometer flussabw\u00e4rts. Der Stausee ist \u00fcber 170 km lang und und viele Kilometer breit; ich fand ganz fansizinierend, dass es nur 14 Tage dauerte, bis die &#8222;Wanne&#8220; voll war. Von der Leistungsausbeute bleibt Itaip\u00e0\u00ba auch weiterhin der Weltmeister und man ist darauf wahrlich stolz. Das liegt daran, dass der Wasserstand \u00fcber das ganze Jahr gleichbleibend ist &#8211; in China kann nur zur Regenzeit die volle Ausbeute erzielt werden. Die Besichtigung ist noch einmal &#8222;boah&#8220;. Riesenhaft der Damm, vom Scheitel bis zur Sohle \u00fcber 200 m tief, der Besucher darf auf Level 92 runterschauen. Die dicken Turbinensch\u00e4fte, die \u00dcberlaufkan\u00e4le, alles XXL. Und interessant zu sehen, wie dieses Kraftwerk wirkllich &#8222;binacional&#8220; ist &#8211; zu gleichen Teilen zwischen Paraguay und Brasilien organisiert. In den Steuerzentralen sitzen&#8230; rechts 3 Paraguayer, links 3 Brasilianer. Der Supervisor wechselt regelm\u00e4\u00dfig &#8211; einen Tag Paraguay, einen Tag Brasilien. 15% der Ausbeute geht an Paraguay, mit steigender Tendenz, die verbleibenden 35% wissen sie gewinnbringend an die Brasilianer zu verscherbeln, und die Brasilianer wiederum schauen eifers\u00fcchtig auf den steigenden Energiehunger auf der Westseite des Paran\u00e0\u00a1: bleibt das noch was f\u00fcr uns \u00fcbrig?! Egal, unser Guide sagt: toller Arbeitgeber, der beste in Brasilien, wie er findet, mit Krankenversicherung, guten Schulen, Housing Projects. Und mittags fahren 2 Buskolonnen \u00fcber den Damm: die brasilianische Belegschaft zur Mittagspause nach Osten, die Paraguayer nach Westen. Alles streng &#8222;binacional&#8220;.\u00a0 Schon die Planung des Kraftwerkes finde ich an ein Wunder grenzend, denn in den 70er Jahren war man sich eigentlich in den drei beteiligten Milit\u00e4rdiktaturstaaten (im S\u00fcden h\u00e4ngt ja zumindest geografisch noch Argentinien dran!) alles andere als gr\u00fcn, aber man hat sich zusammengerauft. Die gr\u00f6\u00dfte Bef\u00fcrchtung der Argentinier war \u00fcbrigens, dass die Brasilianer den Stausee im Krisenfall \u00fcberlaufen lassen w\u00fcrden und dann Buenos Aires unter Wasser st\u00fcnde. So sind sie, die Staaten untereinander&#8230;<\/p>\n<p>Und dann kam noch Rio. Und Donald&#8230;\u00a0 Bis ganz bald, Politik und AKKA besch\u00e4ftigen uns ausreichend!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rio de Janeiro, 23.1.2017 Wir n\u00e4hern uns dem Ende dieser Rucksackreise. 4 Monate haben wir die Sachen gepackt, gebuckelt, Hostels gesucht, gebucht, ausgepackt, Wunder der Welt bestaunt, wieder eingepackt. Bis auf die Woche um Neujahr, und da m\u00f6chte ich eine &hellip; <a href=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2017\/01\/31\/zwischen-punta-und-rio\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9lYZL-1h5","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4903"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4903"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4903\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4911,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4903\/revisions\/4911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}