{"id":4956,"date":"2017-04-15T09:31:31","date_gmt":"2017-04-15T09:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=4956"},"modified":"2017-04-15T07:27:00","modified_gmt":"2017-04-15T10:27:00","slug":"das-192er-etmal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2017\/04\/15\/das-192er-etmal\/","title":{"rendered":"Das 192er Etmal"},"content":{"rendered":"<p>Unterwegs &#8211; 15.4 2017  .. noch 50 Meilen bis zu den Iles du Salut. Werden, wie der Bruder schreibt, nicht auf Winlink gezeigt, aber man kann ja einfach nach &#8222;Teufelsinsel&#8220; googeln, oder nach Dreyfuss oder gar &#8222;Papillon&#8220;. Genau, da wollen wir hin. War sch\u00f6n dort, Weihnachten 2008, und das wird sicher jetzt nicht anders sein. In jedem Falle eine angenehme Unterbrechung unserer Passage. Die war insgesamt prima, und f\u00fcr alle Elektrowitze hat sich AKKA heute Nacht rehabilitiert: als ich vorhin zur letzten Nachtwache antrete, sehe ich im Logbuch ein kleines Schild gemalt: &#8222;192!&#8220; Ein Etmal von 192 Meilen. Premiere! 192 Meilen \u00fcber 24 Stunden, das macht nach Adam AKKA 8 pro Stunde. Und sie musste sich nicht mal anstrengen, die alte Dame, denn der Eigner schreibt zum Schildchen dazu: &#8222;Wir segeln gem\u00fctlich mit 5,5 Knoten durch&#8217;s Wasser und rauschen mit 9 \u00fcber Grund&#8220;. So isses. Dieser Strom ist unerm\u00fcdlich, und deswegen geht der Satz auch weiter  &#8222;&#8230; hier m\u00f6chte ich nicht nach S\u00fcden segeln!&#8220;  Vers\u00f6hnlicher Abschluss der Passage also. Der kurzweiligste Tag war der vor und am \u00c4quator. Da schl\u00e4ft einem abends schon der Wind vollends ein, alle M\u00fchen, alles Zuppeln hilft nichts. Die Wahl ist: Drift oder Maschinenhilfe. Am \u00c4quator gibt es da f\u00fcr mich keine Alternative als &#8222;Maschine an!&#8220;, denn hier muss ich weg. \u00c4quator ist eben Windstille, fiese Gewitter und wenn doch Wind, dann in Form von Squalls. Und das Ganze kann dauern, die alten Rahsegler wussten ein Lied davon zu singen. Rossbreiten. Wir h\u00e4tte zwar anstatt der schweren R\u00f6sser ein paar \u00fcberz\u00e4hlige Bleibatterien \u00fcber Bord gehen lassen k\u00f6nnen, aber das w\u00e4re nicht umweltgerecht, also: Maschine an. Was in diesem Fall eine sch\u00f6ne, neue Versuchsanordnung in der Achterkammer erzeugt, denn mit ladender Lichtmaschine geraten die doofen, neuen, alten Batterien in Schwei\u00df. Die Kojenbretter sind schon seit Natal hochgeklappt und es ist st\u00fcndliche Temperaturkontrolle (mit meinem guuten Joghurt- und Milchschaumthermom  eter! Das elektronische hat schon lange das Zeitliche gesegnet) angesagt. Wir tragen treulich ein. Zeit, Temperatur, Spannung sm Controller und an der Batterie, Ladung&#8230; Das h\u00e4lt einen munter! Der Eigner sagt: &#8222;bei 40 h\u00f6ren wir auf!&#8220; und die 40 Grad sind dann auch am Morgen erreicht. Motor aus. Drau\u00dfen ist es eklig grau und dunkel bew\u00f6lkt, die See schwubbelt vor sich hin &#8211; aber immerhin treibt uns ein kleiner Strom in die richtige Richtung. Und dann wird der Tag doch ganz sch\u00f6n, denn der \u00fcbliche Eiertanz entf\u00e4llt, es rollt bur ein bisschen. Zeit f\u00fcr Rindercurry mit Ananas, Entspannung und eine gro\u00dfe Portion German Engineering &#8211; der Eigner baut eine Batteriek\u00fchlanlage. Hatten wir die in Singapur angelegten Vorr\u00e4te an PC-L\u00fcftern bislang zur F\u00e4chelung im Cockpit, an den Kojen oder an der N\u00e4hmaschine benutzt, schl\u00e4gt heute ihre Stunde als Batterieretter, und tats\u00e4chlich, am Nachmittag k\u00f6nnen wir nochmals ein paar Stunden motoren, und dann ist er auch schon da, der Nord  ostpassat. Wir sind zur\u00fcck auf der Nordhalbkugel, der fette Strom setzt wieder ein. Off we go!  Das Wetter bleibt gemischt, Strahlesonne, dicke Bew\u00f6lkung, Wolkenbruch und Pieselregen wechseln sich ab. Und die K\u00fchlung k\u00fchlt dazu. Prima!  Der Rest war &#8222;normal&#8220;. Normal erm\u00fcdend, normal routineerzeugend. Gewitter hatten wir \u00fcberhaupt keine, nur 5 Mal Wetterleuchten in der Ferne &#8211; keine Elektronik-in-den-BAckofen-Aktionen, sehr gut.  Dass wir den genauen Zeitpunkt dss \u00c4quator\u00fcbertritts vers\u00e4umt haben, ist doof, ich w\u00e4re gern ins Wasser gesprungen und h\u00e4tte mich r\u00fcbertragen lassen. Mit Taufe hatten wir ja bei diesem 6. Mal nichts am Hut, und Herr Neptun und Kollegen (von Arielle bis K\u00e4ptn Blaub\u00e4r haben alle Anteile am \u00c4quatortaufgeschehen) waren es zufrieden. Was mich auf das Stichwort Aberglaube bringt. Da bei uns nichts getrunken wird au\u00dfer selbst gemachtem Wasser, entfallen die obligatorischen Opfergaben an Rasmus. Schlecht. Nun gut &#8211; wir sind nicht am Freitag losgefahren, das bringt uns in die N\u00e4he abergl\u00e4ubischen Handelns, obwohl es eigentlich nur unsere Tr\u00e4gheit war. Aber f\u00fcr die Batterieprobleme l\u00e4sst sich ganz klar eine Ursache feststellen: Bananen an Bord! Geht \u00fcberhaupt nicht!  Allen Ernstes: e  s fragt mich in Jacar\u00e9 der Mitsegler eines anderen Schiffes, ob wir denn Bananen an Bord h\u00e4tten, und ich antworte so wahrheitsgem\u00e4\u00df wie fr\u00f6hlich: &#8222;&#8230;sure! Sollte f\u00fcr eine Woche reichen!&#8220; Nicht wissend, dass dieser Mann soeben einen Spaziergang wegen einer schwarzen Katze (von links, rechts oben? ich wei\u00df es nicht&#8230;) abgebrochen hatte, wie man mir sp\u00e4ter zutrug. Und ich kriege einen Anti-Bananen-Einlauf &#8211; Bananen an Bord sind ganz schlecht! Wir haben&#8217;s gemerkt.\u000b\u000bDie gute AKKA segelt gerade mit 9 Knoten in den Sonnenaufgang hinein, sie w\u00fcrde gern noch einmal 192 Meilen an einem Tag f\u00fcr uns hinlegen &#8211; aber daf\u00fcr reichen die Meilen nicht mehr.  \u000bFrohe Ostern dann!  &#8212;     <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterwegs &#8211; 15.4 2017 .. noch 50 Meilen bis zu den Iles du Salut. Werden, wie der Bruder schreibt, nicht auf Winlink gezeigt, aber man kann ja einfach nach &#8222;Teufelsinsel&#8220; googeln, oder nach Dreyfuss oder gar &#8222;Papillon&#8220;. 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