{"id":535,"date":"2009-01-16T14:28:00","date_gmt":"2009-01-16T13:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/01\/16\/trinidad-and-tobago\/"},"modified":"2009-01-16T14:28:00","modified_gmt":"2009-01-16T13:28:00","slug":"trinidad-and-tobago","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/01\/16\/trinidad-and-tobago\/","title":{"rendered":"Trinidad and Tobago"},"content":{"rendered":"<p>Scarborough, 15.1.2009<\/p>\n<p>Tja, jaa &#8230; Manchmal sind Seestrecken einfach nicht dazu angetan, sich hinter den Rechner zu schwingen und ein paar launige Worte \u00fcber das Segeln und insbesondere das Wunderbare am Segeln in den \u00c4ther zu plaudern. &#8222;Choppy&#8220; sagt der Engl\u00e4nder dazu, was wir vor der K\u00fcste Guyanas vorfanden, in der Ostsee nennen wir das &#8222;Hack&#8220;. Auf die Seekarte geguckt, ist die Sachlage klar : Guyanastrom schiebt uns genau da hin, wo wir hinwollen, nordwestlich, Wind ist der ganz normale Nordostpassat, also ein sch\u00f6ner<br \/>\nHalbwindt\u00f6rn &#8211; wir tippten auf &#8222;ein bisschen vorlicher als halb&#8220;, wegen Abdrift. Am Montagmorgen um 0800 losgefahren, schubste uns die Tide den Surinamfluss hinunter, und um 11:30 waren wir an der Ansteuerungstonne.<br \/>\nWir haten in Hinblick auf Windvorhersagen und unsere Erfahrungen mit Nordostpassat und Squalls eigens die kleine Fock am inneren Vorstag angeschlagen, und Andreas entwickelte die Idee, sie doch wirklich mal hochzuziehen &#8211; und siehe da, wir hatten unsere Besegelung f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage gefunden. Es wehte gut, und tats\u00e4chlich &#8222;ein bisschen vorlicher als halb&#8220; &#8211; der Abdriftwinkel machte eine klassische Am-Windfahrt daraus, und das &#8222;sch\u00e4tze&#8220; ich schon immer besonders; baaah, Nordseewelle l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nEine Vomex A-Kapsel hatte ich vorsorglich eingeworfen, kann also losgehen. Der erste Tag ging dahin, der zweite, immer mit AKKA-untypischen 6 bis 7 Knoten Fahrt, aber es wollte einfach nicht aufh\u00f6ren zu stampfen und zu knallen. Nachtwachen, kaum Schiffsverkehr, aber daf\u00fcr Squalls, und \u00fcber all dem: keine Lust zum Kochen (Reis mit M\u00f6hrengem\u00fcse &#8211; Nachtigall, ick h\u00f6r dir trapsen&#8230;) Am dritten Tage entschloss ich mich nach l\u00e4ngerer Qual (&#8230; ist das nun Seekrankheit?!&#8220;) dann doch zu einer zweiten Vomex-Kapsel<br \/>\n(\u00fcbrigens die retard-Version, sehr empfehlenswert!). Selbst Andreas kam mal zwischendurch an Deck &#8222;Luft schnappen&#8220;; das hatte seinen besonderen Grund: Auf dieser bewegten See kann man herrliche kleine Filme mit der Digitalkamera drehen, aus allen Perspektiven, von der dahineilenden AKKA auf den tanzenden Wellen. Und die Filmchen kann man dann auch gleich Computer auslesen und angucken &#8211; da allerdings stimmt dann das reale Gehopse und Gekl\u00f6ter im Schiff wohl nicht mehr mit dem visuellen Eindruck auf<br \/>\ndem Bildschirm \u00fcberein, und so musste er doch mal &#8222;eben Luft schnappen&#8220;. Die Dinner-Menukarte sah &#8222;Rigatoni al Burro con Carne \u00e0 la AKKA&#8220; vor. Aber dieses Essen l\u00f6ste auch die oben gestellte Frage, ob dies nun Seekrankheit sei: &#8222;&#8230; im Prinzip ja, aber so ein leerer Magen tut auch nicht gerade was f\u00fcr&#8217;s Wohlgef\u00fchl&#8220;; letzteres stellte sich nach dem Genuss von Butternudeln und selbst eingekochten Fleischkl\u00f6pschen  &#8211; zu mehr waren ich echt nicht in der Lage &#8211; sofort wieder ein. Noch eine Nacht mit reichlich<br \/>\nSqualls, und die gute AKKA samt Pedder, dem Windpilotenwunder, hatten uns in sensationeller Geschwindigkeit nach Tobago getragen. Nicht ohne dass es zum Sonnenaufgang nicht doch noch einen kleinen &#8222;Einsteiger&#8220; gegeben h\u00e4tte; nun fahren wir schon eine Mittelcockpityacht und Relingskleider, aber manche Wellen suchen sich wirklich heimt\u00fcckisch die letzte freie L\u00fccke. Ich liebe salzwassernasse Klamotten, und wenn es dann auch noch so sch\u00f6n den Niedergang runterl\u00e4uft&#8230; Aber wir waren ja bald da. Um 10:00<br \/>\nOrtszeit fiel der Anker in Scarborough &#8211; genau 75 Stunden nach der Abfahrt und mit 6,5 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit. Letzteres muss mal erw\u00e4hnt werden, nicht f\u00fcr die Statistik, sondern weil unser Schiff echt ein tolles ist. Und f\u00fcr das Geholpere kann sie ja nicht wirklich was, die dicke Gans.<\/p>\n<p>Jetzt gibt es erst einmal ein paar Tage Pause: Baden, Basteln, Regenwald. Karibik ist schon lustig, allein die ganzen Reggae-Typen vor ihren wummernden Kisten sind immer eine Reise wert. Und es ist schon wieder anders als Guyana, viel schw\u00e4rzer, viel l\u00e4ssiger, auch nachl\u00e4ssiger. Morgen abend ist auf irgendeinem Parkplatz &#8222;Soca &#8211; The Best of the Best&#8220;, mal gucken. Was sagte der Z\u00f6llner eben?! Tobago ist sch\u00f6n, aber &#8222;Carnival in Trinidad &#8211; that&#8217;s &#8211; well, dangerous!&#8220;. Da haben wir ja mal wieder genau<br \/>\nden richtigen Zeitplan geschmiedet. Ersatzteilparadies Trinidad calling&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Scarborough, 15.1.2009 Tja, jaa &#8230; Manchmal sind Seestrecken einfach nicht dazu angetan, sich hinter den Rechner zu schwingen und ein paar launige Worte \u00fcber das Segeln und insbesondere das Wunderbare am Segeln in den \u00c4ther zu plaudern. &#8222;Choppy&#8220; sagt der &hellip; <a href=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/01\/16\/trinidad-and-tobago\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9lYZL-8D","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=535"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}