{"id":6735,"date":"2020-07-25T12:12:39","date_gmt":"2020-07-25T16:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=6735"},"modified":"2020-07-27T09:52:03","modified_gmt":"2020-07-27T13:52:03","slug":"tadaaa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2020\/07\/25\/tadaaa\/","title":{"rendered":"Tadaaa!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_6737\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2020\/07\/25\/tadaaa\/akka-deltaville-2\/\" rel=\"attachment wp-att-6737\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6737\" data-attachment-id=\"6737\" data-permalink=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2020\/07\/25\/tadaaa\/akka-deltaville-2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?fit=2048%2C1536&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2048,1536\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"AKKA Deltaville\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?fit=584%2C438&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-6737\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1-300x225.jpg?resize=300%2C225\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?resize=400%2C300&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?w=2048&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?w=1168&amp;ssl=1 1168w, https:\/\/i0.wp.com\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-content\/AKKA-Deltaville-1.jpg?w=1752&amp;ssl=1 1752w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6737\" class=\"wp-caption-text\">Das Bild von Flora:<br \/>AKKA in Deltaville<\/p><\/div>\n<p>Deltaville, 25.7.2020<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo fangen wir an?&nbsp; Dass es Akka gut geht? Dass die Crew gemault hat, dass sie weder Pest noch <del>Cholera<\/del> &#8222;Choronera&#8220; an Bord hatten? Der alte B\u00e4r und seine Kumpane hatten was l\u00e4uten h\u00f6ren, sind aber mit der Nomenklatur nicht so ganz auf dem Laufenden. Oder ist es wichtig zu sagen, dass es in der Chesapeake Bay hei\u00dfer ist als am Fluss in Guatemala?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Yes, Ihr Lieben &#8211; die Akkanauten sind zur\u00fcck bei ihrem Schiff.&nbsp; Spannend war das schon, und auch ein bisschen traurig, weil wir uns von der Insel und den Insulanern, vor allem von den Hunden trennen mussten. Getriggert hat den schon l\u00e4nger angedachten Vorgang ein Foto, das uns die Segelyacht Flora von der Durchreise durch die Fishing Bay schickte. Akka ging es augenscheinlich gut &#8211; selbst die Sonnensegel (Urteil des Segelmachers, der eine neue Sprayhood gefertigt hatte: blo\u00df nicht drauf lassen im Winter!)&nbsp; standen noch wie eine Eins.<br \/>\nIrgendwie, ach irgendwie&#8230; m\u00fcsste man doch langsam versuchen zur\u00fcckzureisen. In Guatemala steigen seit Wochen die Infektionszahlen, in unserem departamento zwar nur leicht, aber insgesamt zieht sich die Schlinge zu, und weitere Ma\u00dfnahmen &#8211; zum Beispiel 14 Tage Total-Lockdown, wenn die Tageszahlen \u00fcber 500 steigen &#8211; kann sich Guatemala einfach nicht mehr leisten. Mittlerweile sind die Zahlen \u00fcber 1.000, mit Schwerpunkt in den dicht bev\u00f6lkerten westlichen Regionen des Landes. Also schauen wir uns die Lage in den USA an. Insgesamt niederschmetternd, die Gesamt-USA und besonders die S\u00fcdstaaten, aber wir vergleichen Coronasituation am Rio mit Middlesex County\/Virginia, wo Akka steht. Und siehe da: der alte B\u00e4r hat recht, auf Akka und umzu gibt&#8217;s &#8222;gar kein Choronera*&#8220;, sogar noch weniger als im Departamento Izabal. Die gedanklichen M\u00fchlen fangen an zu arbeiten. Wir diskutieren mit den Mitinsulanern. Dave, das 85j\u00e4hrige Einhandseglerwunder, m\u00f6chte gern f\u00fcr eine Weile nach Seattle. Jim hat Gesch\u00e4ftliches und Familiendinge an der Ostk\u00fcste &#8211; aber beide haben ein Problem, das wir nicht teilen: sie wollen wieder zur\u00fcck ins hermetisch abgeschlossene Guatemala. Das ist der Schl\u00fcssel, denn das m\u00fcssen wir nicht.<br \/>\nFl\u00fcge in die USA gibt es aus Guatemala City regelm\u00e4\u00dfig bis unregelm\u00e4\u00dfig, alles l\u00e4uft unter &#8222;repatriation&#8220;, und nur noch eine Fluglinie bedient die Strecken. Maximal 5x pro Woche nach Houston &#8211; ohne Corona w\u00e4re das unser Lieblingsziel, kurzer Flug, lange Autofahrt (auf Bus haben wir &#8222;irgendwie&#8220; keine Lust mehr) durch die Mitte zur Atlantikk\u00fcste. Start unter Coronabedingungen im schwer gebeutelten Texas? &#8230;eher nicht so verlockend. 2 Fl\u00fcge pro Woche jeweils nach Los Angeles (zu weit, und Kalifornien ist nicht besser dran als Texas), New York (merkw\u00fcrdiger Umweg, dahin k\u00f6nnen wir auch segeln, wir d\u00fcrfen sogar&#8230;)&nbsp; Also das n\u00e4chstliegende Ziel:&nbsp; Washington. Wir buchen, und wir suchen uns einen Flug aus, der f\u00fcr 100 Dollar extra Business Class bietet, will sagen: fort von der m\u00f6glicherweise infizierten Menge (als so voll wird sich der Flug nicht erweisen, aber dennoch angenehm). Wir ziehen aus!<br \/>\nBleibt nur die Frage, was Customs and Border Protection zu unserem &#8222;Besuch&#8220; sagt. Und in der Tat, das macht es f\u00fcr die letzten 24 Stunden noch einmal spannend. Montagmorgen. Schon unterwegs auf dem (5 Stunden langen Taxi-)Weg nach Guatemala City sendet United Airlines die Nachricht, dass man unseren Reisezweck pr\u00fcfen m\u00fcsse, die USA erlauben derzeit keine Einreise f\u00fcr Besucher auf Touristenvisa, sondern unsere B1\/B2-Visa gelten nur f\u00fcr gesch\u00e4ftliche oder anderweitig wesentliche Einreisen. Wir sitzen im IN\/OUT-Hotel am Flughafen und schwitzen ein bisschen nerv\u00f6s. Die bis zum Feierabend versprochene Freigabe erfolgt nicht. Himmel &#8211; was tun wenn das nicht klappt? Der Eigner sendet schon mal ein &#8222;&#8230; please hold our cabin!&#8220; an Jim nach Rio Dulce.<br \/>\nUm 05:30 schultern wir die Rucks\u00e4cke und laufen hin\u00fcber zum Airport, noch ist die Schlange nicht lang, wir werden ein letztes Mal von Guate-Souvenir- , nun auch Desinfektionsgel-\/Masken-\/Handschuhverk\u00e4ufern belagert, dann r\u00fcckt die United-Bodencrew an. &#8222;Bitte bleiben Sie vor der T\u00fcr, wir versuchen uns zu k\u00fcmmern!&#8220; Wir pfeifen uns ein Lied &#8211; unser Taxifahrer aus Rio Dulce, OtiTours, hat versprochen, uns im Zweifelsfall am gleichen Tag mit zur\u00fcckzunehmen. Das ist so ungef\u00e4hr Plan D oder E aus unseren ratternden Hirnen. Und dann&#8230; &#8222;&#8230;we got news from CBP, you have been cleared!&#8220; Juhuu! Wir konnten dank mitgef\u00fchrter Bootspapiere und Marinabest\u00e4tigung nachweisen, dass wir einen triftigen Grund f\u00fcr die Reise haben. Oder andersherum: ein freundlich gesonnener CBP-Mensch hat das als triftig anerkannt. Das h\u00e4tte auch anders kommen k\u00f6nnen. Der Rest ist einfach: einchecken, durch einen gespenstisch leeren Flughafen laufen, der eigentlich berstend voll mit Mayas und anderen Guatemalteken und mit mayageschichtsgierigen Touristen sein sollte. Wir finden eine Kaffeestation, au\u00dfer einer kleinen Apotheke das einzig offene Gesch\u00e4ft &#8211;&nbsp; die Damen freuen sich \u00fcber eine Handvoll Passagiere. Es ist wirklich elend. Abflug. 4 Stunden sp\u00e4ter erreichen wir wiederum einen gespenstisch leeren Flughafen, diesmal Dulles International Airport, Hauptflughafen der US-Hauptstadt. Wahnsinn. Die erste CBP-Kontrolle ist freundlich, m\u00fcndet aber im Verweis an eine Zweitpr\u00fcfung, dem jungen Officer ist die Yachtgeschichte ein bisschen unheimlich. Der Zweitpr\u00fcfer versteht und nickt und fragt&nbsp; nach Yachtreisen und dem Ozean &#8211; au\u00dfer Plaudern ist ja auch sonst nix zu tun: in dieser Stunde landen 3 (drei!) internationale Fl\u00fcge. Irgendwie ersch\u00fctternd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir greifen ein Auto bei Enterprise ab &#8211; ein gigantisches &#8222;midsize SUV&#8220;, das billigste Angebot. Als wir gestern auf dem Supermarktplatz zwischen zwei richtige SUVs der US-Kategorie rutschen, wird uns klar, warum dieses &#8211; an ein 7-sitziges Leichenauto gemahnende &#8211; Auto nur &#8222;mittelgro\u00df&#8220; ist. Wir \u00fcbernachten in Dumfries, weil wir keine Lust auf Leitersuche im Dunklen haben, essen standesgem\u00e4\u00df H\u00fchnerfutter von Kentucky Fried Chicken (super Show, zu Fu\u00df durch die Drive-Through-Spur, Restaurants sind ja geschlossen! Amerikaner h\u00e4tte f\u00fcr die 100 m nat\u00fcrlich die Karre angeworfen&#8230;). Wir fr\u00fchst\u00fccken in einem vergleichsweise maskenfreien &#8222;Dumfries Caf\u00e9&#8220; (T-Shirtaufschrift: &#8222;Always on the left in Dumfries&#8220; &#8211; ob da ein St\u00fcck Politikprogramm drinsteckt? Eher nicht. Der Diner ist voller star-spangled banners und Veteranensouvenirs &#8211; das Etablissement steht lediglich auf der Verkehrsinsel zwischen zwei Einbahnspuren&#8230;) . Danach rollern wir durch die mittlerweile schon bekannte Landschaft Virginias und erinnern uns an die Hitze des letzten Jahres &#8211; in Gloucester besorgen wir uns kurzerhand eine Fenster-Klimaanlage. Die Virginians sind \u00fcbrigens ziemlich dispzipliniert im Maskentragen. Bis auf den sehr breitschutlrig auftretenden Herrn bei Home Depot, der es gern mit Tuchf\u00fchlung hat. Ich spreche ihn nicht an, sondern weiche zur\u00fcck. Gut so &#8211;&nbsp; beim Rausgehen sehe ich die R\u00fcckseite seines TShirts : &#8222;You may give peace a chance, but I cover for you if it doesn&#8217;t work out&#8220; steht da um ein fettes AK 47 Schnellfeuergewehr herum gepinselt. So sind die USA. Freundliche Leute (in der gro\u00dfen \u00dcberzahl), doofe Leute (umso auff\u00e4lliger).<br \/>\nAbends sitzen wir im Kreise von mehr oder weniger bekannten Yachtcrews (Arcadia, Worlddancer, Tin Lizzie und Obelix, f\u00fcr die Insider), grillen und reden Zeugs. Die kleine deutsche Deltaville-Yachtwelt. AKKA hat uns wieder.<\/p>\n<p>Jetzt ist Schluss! Wir m\u00fcssen die Klimaanlage montieren! Tadaa! Zur\u00fcck in den USA!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>* kleine Anleihe beim ZDF aus dem M\u00e4rz: Stra\u00dfeninterview in Kassel. &#8222;Ei, hier is nix! In Kassel gibts kein CONORA!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deltaville, 25.7.2020 Wo fangen wir an?&nbsp; Dass es Akka gut geht? Dass die Crew gemault hat, dass sie weder Pest noch Cholera &#8222;Choronera&#8220; an Bord hatten? 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