{"id":71,"date":"2007-08-27T00:26:00","date_gmt":"2007-08-26T22:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=71"},"modified":"2022-10-02T11:40:49","modified_gmt":"2022-10-02T15:40:49","slug":"pilger-burgen-wiedersehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2007\/08\/27\/pilger-burgen-wiedersehen\/","title":{"rendered":"Pilger, Burgen, Wiedersehen"},"content":{"rendered":"<p>Islas Cies. Vor Anker, bei einem riesigen Wetterleuchten in der Ferne<\/p>\n<p>&#8230;.es ist 23 Uhr. Wer sonnabends zum Feierabend kein gutes Brot gefunden hat und am Sonntag zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben. Ich habe gerade noch schnell ein Brot in den Ofen geschoben, denn hier, auf den Inseln, gibt es wohl kaum etwas &#8211; au\u00dferdem m\u00fcssten wir noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck das Dinghi ausgraben und aufpumpen. Nee, nee. Wir sind am Abend noch aus Bayona ausgelaufen, fix noch die letzte W\u00e4sche gesp\u00fclt, denn das Wasser daf\u00fcr hatten wir teuer bezahlt&#8230; Das war nun die teuerste Marina<br \/>\nbisher &#8211; 42 Euro. Der Schwede neben uns mit seiner 8 m-Albin Vega zahlte UNSERE Ostsee-Rate, so um und bei 15 \u20ac. Und wir dachten schon, Dieppe w\u00e4re der Hit. Oder La Coruna vielleicht, obwohl wir es da ja schon ganz gut ausgehalten haben.<br \/>\nVon dort hatten wir am Donnerstag noch einen Busausflug gemacht. Um unter Jakobsmuscheln ein Bocadillo mit Schinken zu essen, einen Caffe con leche zu trinken und dabei Wandererwaden zu betrachten, und so etwas tut man in Santiago de Compostela. Wir sa\u00dfen an strategisch g\u00fcnstiger Stelle &#8211; genau da, wo diverse Pilger auf dem Camino de Santiago durch die Altstadt abw\u00e4rts laufen und erstmalig auf das Ziel der Pilgerfahrt schauen, die Kathedrale mit den Gebeinen des Heiligen Jakob. Und bei dem Anblick war dann so mancher doch ganz sch\u00f6n ger\u00fchrt, hatten wir das Gef\u00fchl. Ganz gewiss der junge Mann, dessen Freundin uns an einer Ampel nach dem Weg zur Kathedrale fragte: sie war in Pamplona gestartet, und wir zogen schon den Hut, als sich herausstellte, dass der Freund aus Ferrara\/Italien kam. Zu Fu\u00df. So einen gro\u00dfen Hut hatten wir gerade nicht dabei, den wir dazu h\u00e4tten ziehen m\u00fcssen. Rund um die Kirche ein ziemlicher Rummel &#8211; wer immer Lust darauf hat, stattet sich noch schnell mit einem Wanderstock samt den Camino-Insignien, Jakobsmuschel und Flaschenk\u00fcrbis, aus. Oder schie\u00dft ein schnelles Photo vom Jakobsschrein. Eine wilde Mischung von Guckern, sportlich motivierten Camino-Wanderern, ergriffenen Pilgern oder Mountainbikefahrern, die sich nach getaner Heldentat auf dem Kathedralenvorplatz abklatschen.<\/p>\n<p>Zeit, mit der AKKA ums Kap Finisterre zu zuckeln. Wieder mal kommen wir sp\u00e4t los &#8211; es einfach so sp\u00e4t hell hier\u00a0 &#8211; und es reicht gerade mal bis Corme. Aber ums Eck in die Ria de Mouros schiebt uns ein guter Wind. Ausbaumen ist mal wieder angesagt, wir n\u00e4hern uns den L\u00f6sungen, zumal uns die Kira-von-Celle einen freundlich-kritischen Kommentar zu unserer Frage nach ihrer Methode der Vorwindsegelei und insbesondere zum doch wieder mal ins Auge gefassten Erwerb eines Parasailors schickt, das ist eine<br \/>\nMischung aus Spinnaker und Kite. &#8222;&#8230; tolles Segel. Bis der Fehler passiert. Und der passiert bei kleiner Crew unweigerlich, und dann ist das Segel fort oder unbrauchbar&#8230;&#8220; Wir werden es uns merken, Beate und Detlev, danke! Es lebe das Mailen per Kurzwelle!<br \/>\nBayona erscheint uns zun\u00e4chst mal nicht so attraktiv, aber der ausgedehnte Gang durch die alte Burganlage entsch\u00e4digt uns sehr. Nicht nur, dass wir uns lebhaft vorstellen k\u00f6nnen, wie der alte Alfons, der Neunte, hier klippe-di-klapp \u00fcber die alten Steinwege reitet. Beim Kaffee hoch \u00fcber der Steilk\u00fcste, Blick auf die Islas Cies im Dunst, kommt uns die Idee: S\u00f6nke und Judith hatten ja die Kanalinseln zu einem potentiellen Altersruhesitz erkoren &#8211; wir beantragen betreutes Wohnen in dieser Burg, mit Blick auf Meer und Inseln. Schlie\u00dflich ist die Burg seit den 60er Jahren ein h\u00f6chst feines Parador-Hotel. Und wenn uns dann \u00fcber kurz oder lang das Geld ausgehen sollte (wohl eher \u00fcber kurz!), k\u00f6nnte man sich in style von den mittelalterlichen Zinnen ins Tiefe st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, wir haben eine gute, alte Bekannte wiedergetroffen. Am Steg lag eine deutsche Swan 48&#8230; Dant\u00e9s. Wei\u00df mit un-Nautor-m\u00e4\u00dfig schwarzem Maling. Ich denke mir nichts B\u00f6ses, quatsche mit den Leuten \u00fcber mein Dauerthema Amateurfunk, und irgendwie kommen wir auf unsere Atlantik\u00fcberquerung 1991. Auch mit Swan 48. &#8222;&#8230;&#8220;Morning Sun&#8220; hie\u00df die&#8230;&#8220; Kurzes Schweigen, der Eigner stutzt: &#8222;&#8230; ich wusste gar nicht, dass die schon mal in der Karibik war&#8230; Sie stehen n\u00e4mlich gerade davor!&#8220;<br \/>\nDa isses wieder! Das Schiff, mit dem zwar nicht alles anfing, aber mit dem die Sache mit der Langfahrtsegelei ernst wurde. Hmmh. Wirklich top in Ordnung. Und alles wie immer\u00a0 &#8211; der Autopilot streikt gerade. Und eine Windsteueranlage hat sie immer noch nicht &#8211; ts, ts, ts&#8230;<\/p>\n<p>Es klingelt &#8211; das Brot ist fertig und riecht sehr gut! Kojenzeit! Na, dann: Gute Nacht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Islas Cies. Vor Anker, bei einem riesigen Wetterleuchten in der Ferne &#8230;.es ist 23 Uhr. 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