{"id":745,"date":"2009-07-15T15:58:00","date_gmt":"2009-07-15T13:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/07\/15\/eine-kleine-portion-karibik\/"},"modified":"2009-07-15T15:58:00","modified_gmt":"2009-07-15T13:58:00","slug":"eine-kleine-portion-karibik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/07\/15\/eine-kleine-portion-karibik\/","title":{"rendered":"&#8230; eine kleine Portion Karibik"},"content":{"rendered":"<p>Clifton Harbour\/Union Island, 15.7.2009<\/p>\n<p>Seit Grenada befinden wir ja wirklich in der Karibik, das war uns schon auf dem verpennten Sonntagsspaziergang in St. Georges, auf den Busreisen zum Segelmacher in die Tru Blue Bay aufgegangen. Richtig in Worte fassen kann man das nicht &#8211; Trinidad war einfach anders. S\u00fcdamerikanischer? Afrikanischer? In jedem Fall eiliger und anstrengender.<br \/>\nNat\u00fcrlich machen wir das, was man eigentlch nicht tun sollte &#8211; wir gleichen unsere Wahrnehmung mit dem ab, was wir schon kennen und denken zur\u00fcck an die 90er Jahre und unsere Segelanf\u00e4nge in den Antillen (&#8222;&#8230; fr\u00fcher war das alles &#8230; !&#8220;, Leitspruch der Langzeitsegler!). Nach einer ganz entspannten Woche Grenada kommen wir in Carriacou an und damit genau in diesen vergangenen Charter-Zeiten.  Hillsborough, &#8222;the town&#8220;, wie man dort sagt, ist schon SEHR entspannt. Und SEHR klein. Ungef\u00e4hr so, wie wir vor Jahren Statia oder Nevis erlebt haben. Eine offenes Lagerhaus, durch&#8217;s Tor schaut man auf das Zolllager, und w\u00e4hrend Abholer auf zusammengewurschtelte Sendungen &#8222;von aller Herren Inseln&#8220; warten und wir auf Ausklarierung , schl\u00e4ft der Z\u00f6llner an seinem Schreibtisch den Schlaf der Gerechten &#8211; nur dass er das heutzutage ein bisschen versteckter tut als fr\u00fcher: er legt den Kopf vor die Tastatur seines Laptops. Vor dem Zolltor &#8222;brodelt&#8220; das Leben so gut es geht: 5 Taxis, ein gut Teil der Dorfbev\u00f6lkerung, eine Frau br\u00e4t in einem improvisierten Grill leckeres Huhn auf &#8222;Jerk Chicken&#8220;-Art. &#8222;The town&#8220;. Carriacou hat mitsamt dem Inselchen Petit Martinique ungef\u00e4hr 8000 Einwohner und Hillsborough weist 3 parallele Stra\u00dfen auf, von denen die k\u00fcstenseitige nat\u00fcrlich &#8222;Main Road&#8220; hei\u00dft; dazu ein paar Querstra\u00dfen. Auf einem Balkon kehren wir gleich zwei mal bei Ruth ein, die einen karibischen Mittagstisch f\u00fcr kleines Geld bietet, mit Ausblick auf die Inseljugend, die eifrig Basketballunterricht nimmt. Langer Anlauf, donk, donk, dann bleiben Werfer oder -in ein Weilchen stehen und &#8222;Yeah!&#8220; Korb! Eine Handvoll Superm\u00e4rkte und L\u00e4dchen gibt es. Die Gem\u00fcsefrau hat mit PRESENT und uns einen Bombenumsatz an gr\u00fcnem Salat, von denen sie t\u00e4glich vielleicht 5 vorh\u00e4lt, ein paar Gurken dazu, und ist am Sonnabend schon entsprechend nerv\u00f6s, ob wir denn die bestellten und eigens gepfl\u00fcckten Papayas auch wirklich abholen. Frischer geht&#8217;s nicht. Nebenan geht es schon anders zu, ein richtiger kleiner Gem\u00fcsemarkt, mit guten Mangos, frischen Muskatn\u00fcssen und allerlei Importiertem. Nette Insel, sch\u00f6ner Ankerplatz. Wenn es hoch kommt sammeln sich vor Hillsborough gerade mal 6, 7 Yachten &#8211; die anderen verschwinden nach dem Einklarieren schnell um die Ecke, entweder gleich nach Grenada oder zumindest in die Tyrell Bay, wo es Pizza gibt und ein bescheidenes &#8222;Nachtleben&#8220; in Form von ein paar Happy Hour-Lokalen. Zugegeben, windgesch\u00fctzer ist es dort auch. Wir ziehen dennoch die Hauptstadt vor.<\/p>\n<p>Da wir auf dem R\u00fcckweg nach Grenada wohl wieder in Carriacou einklarieren, k\u00f6nnen wir uns auch noch die zahlreichen und gut erhaltenen Friedh\u00f6fe angucken, zwecks Geschichtsstudium. Und noch einmal einen Blick auf die augenf\u00e4llig &#8222;neu&#8220; erscheinende Bebauung werfen &#8211; dieser Eindruck entsteht aus den vielen, pfuschneuen D\u00e4chern in allen Farben des Dachdeckereibedarfes. Der Nachlass von Ivan und Emily: 2 Hurrikans in 10 Monaten, wirklich gemein, so erz\u00e4hlen uns Godwyn und Kimberley, man war gerade mit den Reparaturen fertig, als Emily, die eigentlich auf St. Vincent zielte, sich es noch einmal \u00fcberlegte und einen kleinen Haken schlug. Ist ja auch zu sch\u00f6n in Carriacou&#8230; Godwyn hatte uns aufgegabelt, als wir am Sonntag mal wieder unser Sight-Seeing-Gl\u00fcck versuchten und durch die Ortschaft spazierten. Sehr ruhig, nat\u00fcrlich, es ist ja Sonntag, aber irgendwann hupt es hinter uns. Godwyn sammelt uns auf, mit seinem quietschneuen Maxitaxi &#8222;&#8230; the maiden tour, came in yesterday with the ferry! YOu are the very first passengers&#8220;. Stolz wie Oskar bummelt er mit uns Richtung Tyrell Bay. Mittlerweile ist Kimberley noch aufgesammelt worden, die sonnt\u00e4glich h\u00fcbsch gemacht durch die abflauende Nachmittagshitze &#8222;die paar Kilometer&#8220; (2 Stunden!) zu ihrem Arbeitsplatz stakselt &#8211; leider hat ihr die Pizzeria nicht gesagt, dass sie heute &#8222;pl\u00f6tzlich&#8220; geschlossen hat. Kimberleys  Unmut verfliegt aber rasch, als wir die beiden anl\u00e4sslich der Jungfernfahrt auf eine Dose Brause einladen  &#8211; und h\u00f6ren daf\u00fcr Ivan &amp; Emily-Geschichten aus erster Hand.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind wir da, wo wir mit AKKA mindestens hinwollten: Union Island, der s\u00fcdlichste Punkt unserer Charterreisen, womit, wenn man \u00fcberhaupt so will, der Bogen der kleinen Antillen f\u00fcr uns geschlossen ist. Wir liegen erstmalig wieder hinter einem Riff, der Passat gibt sein Bestes, was immer ungeheuer faszinierend ist: der Windgenerator dreht und dreht und dreht &#8211; aber die AKKA liegt ganz ruhig. Vor uns, mitten im Riff, hat sich ein Inselchen aufgetan, das es 2001 noch nicht gab. Jonte, der Mann mit der hohen Rastam\u00fctze, bastelt an einer &#8222;Sundowner&#8220;-Station, ein Landh\u00e4ufchen aus viel Sand und Muschelschalen, etwas Beton und Treibholz. Palme drauf,fertig. Seit 3 Tagen gucken wir auf dieses &#8222;Idyll&#8220;, das sich aber wirklich ganz niedlich ausmacht, also: Besuch bei Jonte, schlie\u00dflich hat er zum Sonnenuntergang die Reggae-Lautsprecher angeschmissen. Der Fruit Punch nimmt sich Akkanauten-freundlich und harmlos aus, wir verquatschen die Zeit mit unserem Nachbar-Katamaran, UNISONO aus Schleswig. Zumindest urspr\u00fcnglich mal Schleswig, aber wenn man seit 1997 unterwegs ist, muss man als Herkunft wohl eher &#8222;UNISONO&#8220; anf\u00fchren. Wir sind die einzigen G\u00e4ste, es wird sp\u00e4t und sp\u00e4ter und zwischen den Fruit Punches und Popcorn-Braten gibt Jonte schon mal seinen Dread Locks die Freiheit und legt das m\u00fcde Haupt auf die Bank. Wir m\u00fcssen ihn sch\u00fctteln, als wir aufbrechen wollen.<\/p>\n<p>Eine kleine Portion Karibik. Demn\u00e4chst in dieser Wundert\u00fcte: Die Tobago Cays&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clifton Harbour\/Union Island, 15.7.2009 Seit Grenada befinden wir ja wirklich in der Karibik, das war uns schon auf dem verpennten Sonntagsspaziergang in St. Georges, auf den Busreisen zum Segelmacher in die Tru Blue Bay aufgegangen. 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