{"id":76,"date":"2007-09-10T16:13:02","date_gmt":"2007-09-10T14:13:02","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=76"},"modified":"2007-09-10T16:16:43","modified_gmt":"2007-09-10T14:16:43","slug":"was-langfahrtsegeln-wirklich-ausmacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2007\/09\/10\/was-langfahrtsegeln-wirklich-ausmacht\/","title":{"rendered":"Was Langfahrtsegeln wirklich ausmacht"},"content":{"rendered":"<p>Standort: Povoa de Varzim<br \/>\nSonntagabend, der zweite unseres Aufenthaltes in Povoa.<br \/>\nAm Wochenende ruhen sie definitiv nicht, die AKKAnauten, und auch die ganze letzte Woche fiel uns regelm\u00e4\u00dfig was zum Basteln ein. Am letzten Sonnabendmorgen erlitt die Druckwasserpumpe ihren finalen Defekt. Geahnt hatte man es ja schon: Der Wasserflu\u00df vor allem an den entfernteren Abnahmestellen war schon lange ein bisschen pieselig, so dass frau beim Haareaussp\u00fclen in der Dusche gern mal in die Hocke ging: man lasse \u00fcber die Schwerkraft ein bisschen Wasser ablaufen, dann springt die Pumpe auch irgendwann wieder an. Im d\u00fcnnen Strahl, aber immerhin. Aber nun war Ende der Fahnenstange, und die &#8222;neue&#8220; hatten wir ja in weiser Voraussicht schon im Winter erworben und eingelagert. Andreas weint noch ein bisschen &#8211; die alte Pumpe soll doch so gut gewesen sein! &#8230;sagt Bussi Bussmann jedenfalls&#8230; &#8211; aber das hilft nun nix, und so verschwindet der Cheftechniker f\u00fcr die n\u00e4chsten St\u00fcndchen im Motorraum. Jede Montage bedeutet ja auch gleich ein bisschen Optimierung der Aggregateanordnung im Allgemeinen. Ich begebe mich mit dem Rechner und allerbester Absicht ins Cockpit und b\u00fcffele mal ein bisschen Spanisch. Ja, ja, wir sind in Portugal, aber das Spanische wird uns noch \u00f6fter \u00fcber den Weg laufen. Und da schon die Fischverk\u00e4uferinnen freundlich, aber bestimmt mein Portugiesisch-Radebrechen korrigieren (&#8222;&#8230; nao dois douradas &#8211; DUAS DOURADAS!&#8220;) verlege ich mich doch lieber auf das Spanische; die beugen wenigstens die Zahlw\u00f6rter nicht&#8230;<br \/>\nUnd dann &#8211; sie l\u00e4uft! Die Wasserpumpe. Und wie! Haaresp\u00fclen leicht gemacht, und ohne Verrenkungen! Ab sofort ist aktives Wassersparen angesagt &#8211; mit diesem Durchfluss ist unser Wassertank fix leer.<br \/>\nAber der Sonnabend ist dahin &#8211; wir machen noch einen kleinen Radausflug zum MODELO-Supermarkt und decken uns mit all dem ein, was man vor 20 Jahren definitiv nicht erwerben konnte. Prospekth\u00fcllen. Eine Mappe f\u00fcr einen repr\u00e4sentativen Bootspapierordner f\u00fcr die Hafenautorit\u00e4ten, der unsere Loseblattsammlung abgegrabbelter Fotokopien ersetzen soll. Tesa-Film in Topqualit\u00e4t. Und vieles mehr, egal ob Food oder Non-Food. Den R\u00fcckweg, den machen wir auf unseren Dahons dann so, wie fr\u00fcher die LKWs in Portugal waren: schwer beladen und unbeleuchtet.<br \/>\nAus dem samst\u00e4glichen &#8222;&#8230; und morgen fahren wir nach Porto&#8230;&#8220; wird allerdings auch am Sonntag nichts. Wo wir gerade so sch\u00f6n beim Basteln sind &#8211; das zwar selten genutzte Landstromladeger\u00e4t (Solarpaneele und Windgenerator machen uns wirklich weitgehend autark!) machte schon in La Coruna nicht mehr mit. Warum blo\u00df? Diese Suche zieht sich bis zum Nachmittag hin, die Skipperin hat derweilen die Vorr\u00e4te an Kuchen im Glas wieder aufgef\u00fcllt (Zitronenkuchen &#8222;AKKA&#8220; \ud83d\ude09 ) und nebenbei noch 20 Schnacks mit den Nachbarliegern gehalten. Der arme Eigner hat f\u00fcr das defekte Aggregat eine knappe (und treulich befolgte) Installationsanleitung, nicht jedoch eine Bedienungsanleitung, und so endet die Fehlersuche schlie\u00dflich in einem verzweifelten Anruf bei Michael Bartels. www.bootstechnik.de &#8211; Micheal ruft zur\u00fcck, staubbedeckt, denn er schleift sein SChiff. Kurz gefragt, und schon haben wir eine &#8222;reset&#8220;-Anweisung f\u00fcr das Ger\u00e4t. Die Liste dessen, was wir an Elektro-Rat und Hilfe von Michael &#8222;so nebenbei&#8220; und h\u00e4ufig fernm\u00fcndlich erhalten haben, ist lang, eine unbezahlbare Unterst\u00fctzung. N\u00e4chstes Jahr wird es allerdings schlecht damit &#8211; TRAMP III wird gerade f\u00fcr eine mehrmonatige Segelreise vorbereitet. Mal gucken, dass wir uns bis dahin aller Elektrikw\u00fcrmer entledigt haben.<br \/>\nAber morgen &#8211; da fahren wir dann wirklich nach Porto! Stimmt &#8211; bastelfreier Montag, Anreise mit der Metro. Aber schon auf der R\u00fcckfahrt (&#8222;&#8230; bisschen wenig Wind zum Segeln, oder?&#8220;) denken wir uns aus, dass wir nun endlich mal den Wassertank reinigen k\u00f6nnten, Undichtigkeit am Wassereinlass mit Epoxy behandeln. Und mal wieder die Peeke unter den Bodenbretter beseitigen. Und so fort.<br \/>\nAch, es f\u00e4llt einem immer was ein, und wenn einem mal nichts einf\u00e4llt, dann spinnt das so hoch gelobte wie gesch\u00e4tzte K\u00fchlaggregat mal kurz, was wieder ausgedehnte Fehlersuche und Mailverkehr mit Italien nach sich zieht, und pl\u00f6tzlich ist Freitag und man muss &#8211; nomen est omen &#8211; wenigstens doch noch EINEN freien Tag einlegen; ab in die Berge. Aber das Wochenende, das war wieder den Tanks vorbehalten. Nun sind wir fertig damit, vier Tage ohne Bodenbretter im Salon, mit offenen Mannl\u00f6chern und Wasser aus dem Gardenaschlauch sind vor\u00fcber. Und daher brechen wir auf nach Lissabon. Langfahrers Reisemotto: &#8222;Rumbasteln k\u00f6nnen Sie auch woanders&#8230;&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Standort: Povoa de Varzim Sonntagabend, der zweite unseres Aufenthaltes in Povoa. Am Wochenende ruhen sie definitiv nicht, die AKKAnauten, und auch die ganze letzte Woche fiel uns regelm\u00e4\u00dfig was zum Basteln ein. 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