{"id":860,"date":"2009-12-19T21:56:48","date_gmt":"2009-12-19T20:56:48","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=860"},"modified":"2009-12-20T08:46:36","modified_gmt":"2009-12-20T07:46:36","slug":"dhl-oder-zwischen-thriller-und-slapstickfilm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2009\/12\/19\/dhl-oder-zwischen-thriller-und-slapstickfilm\/","title":{"rendered":"DHL oder: Zwischen Thriller und Slapstickfilm"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Cartagena de Indias, 19.12.2009<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es muss ja auch mal was nicht so dolle klappen, oder? Wie der Titel schon sagt, wir sind derzeit im falschen Film: wenn wir lachen wollen, wird&#8217;s gerade spannend, und wenn uns die Haare zu Berge stehen, muss man lachen. Wir versuchen n\u00e4mlich, einen Brief mit der angesammelten Post aus Deutschland zu kriegen. Agent Manfred steuert die Empfangsadresse in Cartagena bei, Heiner packt den Poststapel in einen Umschlag, Adresse drauf und weg damit. Ganz einfach. DHL-Sendungen beauftragt man ja heutzutage online, auch ganz einfach. So geschehen am Mittwochabend hiesiger Zeit, es dauert zwar ein Weilchen bis frau sich in diesen servicearmen Zeiten durch die virtuelle Prozedur gewurschtelt und dann auch noch die VISA-Karte belastet hat, aber Ende gut, alles da: man kriegt eine Sendungsnummer, den Frachtbrief zum Ausdruck, die Quittung, die \u00dcbergabequittung f\u00fcr den Fahrer, alles v\u00f6llig easy. Mail mit den entsprechenden Anh\u00e4ngen an Heiner:\u00a0 wird morgen abgeholt, zwischen 15:30 und 17:00, bitte den Brief und die Ausdrucke bereithalten.  Donnerstag, 10:30 kolumbianischer Zeit &#8211; die deutsche Empf\u00e4ngerin in den fernen Tropen ist ja neugierg und will schon mal gucken, ob sich bereits was getan hat, wir sind im Internetcaf\u00e9 und Sendungstracking ist unser Liebstes. Einloggen, Sendungs\u00fcbersicht (sehr \u00fcbersichtlich, es gibt ja nur eine!) und &#8211;\u00a0 Tiefschlag: please contact DHL! Erstes Skypegespr\u00e4ch mit der Hotline: &#8222;&#8230; hm ja, die Datens\u00e4tze sind verloren gegangen&#8230;Am besten ruft der Absender die Hotline an und veranlasst die Abholung neu!&#8220;. Mir ist mulmig &#8211; &#8222;der Absender&#8220; fertigt gerade die letzten Schweinegrippe-Patienten des Jahres ab, aber es hilft wohl nichts, und so f\u00fchrt er denn auf unsere Bitte ein anstrengendes Gespr\u00e4ch mit der Hotline: &#8222;&#8230; nein, ich will nicht wissen wie &#8212; ich m\u00f6chte nur gern dass der vorhandene Brief hier abgeholt&#8230;&#8220; O.K. &#8211; sie schicken einen Fahrer. 18:30. Feierabend, der Brief liegt immer noch und wir kriegen eine Mail: &#8222;&#8230; hoffentlich morgen dann, ab mittag ist die Praxis zu&#8230;&#8220;. Skypegespr\u00e4ch 2 mit der Hotline, um dies sicherzustellen, vom Schiff aus (das ist dann auch immer sch\u00f6n anstrengend f\u00fcr beide Seiten!),\u00a0 gleicher Mitarbeiter. Der findet nun GAR NICHTS mehr zu dem Vorgang. Konnte er vor ein paar Stunden noch Abhol- und Empfangsadresse zitieren, scheinen die Datens\u00e4tze nun vollends in die Weihnachtsferien gefahren zu sein. Wir verabreden eine g\u00e4nzlich neue Abholung am n\u00e4chsten Morgen, vor Ort bar zu zahlen zum fast doppelten Preis als die online-Buchung es vorgegeben hatte, aber immerhin, und die geschieht auch. Fantastisch &#8211; Heiner schreibt: &#8222;&#8230; der DHL-Onkel hatte es ziemlich eilig, wusste nicht, was die Sendung kosten soll, ich habe mal voll bezahlt, er hat aber eine Versandantragsnummer\u00a0 hinterlassen!&#8220; Es l\u00e4uft also. Am Abend bricht bei uns wieder die Neugier durch, vorsichtiges Sendungstracking: Tataaa! Sendung unbekannt. Es folgen am Morgen die DHL-Hotline-Gespr\u00e4che 3 bis 6 &#8211; von &#8222;&#8230; das k\u00f6nnen wir Ihnen nicht sagen, Sie sind nicht der Versender&#8230;&#8220; (wie nett! Aber der Empf\u00e4nger&#8230;) \u00fcber &#8222;&#8230; da m\u00fcssen Sie schon die lokale DHL-Station anrufen&#8230;&#8220; (gibt es aber nicht, das macht die Hotline&#8230;) bis ich endlich, nun wieder im Internetcaf\u00e9, jemand finde, der auf meinen Vorbemerkung, dass wir BEIDE jetzt sehr geduldig sein m\u00fcssen, nicht durch die Decke geht, sondern mal guckt, ob gestern im Ostfriesischen eine entsprechende Sendung abgeholt wurde. Schlichte Antwort: &#8222;&#8230; leider nein!&#8220; Was bei der Online-Buchung schief gegangen ist, auch mit dem erfreulich niedrigen Preis, l\u00e4sst sich nicht feststellen, der h\u00f6here scheint in jedem Fall der realistischere zu sein, nur dass das Online(Ohnmachts-!?)-Buchungssystem sich wohl selbst\u00e4ndig etwas ausdenkt und die Daten dann in die H\u00f6lle schickt, aber das ist nun nur noch Nebenschauplatz. Wir beschlie\u00dfen das Gespr\u00e4ch in freundschaftlicher Stimmung, nicht ohne einen Suchantrag vereinbart\u00a0 zu haben. Nun warten wir auf&#8217;s Christkind. In Form einer Mail von DHL Bremen, was denn wohl der Fahrer mit der Post und den sage und schreibe 130 Euro gemacht hat.  Spannend?\u00a0 Oder doch eher lustig?! Wir sind f\u00fcr &#8222;Slapstickfilm&#8220;.<\/p>\n<p>A propos Film:\u00a0 Um mal zu zeigen, wie es (nicht nur bei uns!) auf See zugeht, verlinke ich mal zu einer sch\u00f6nen <a href=\"http:\/\/hippopotamus.de\/Logbuch\/Bilder\/20091213-Video\/index.htm\">Dokumention auf Hippopotamus<\/a>. Viel Spa\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cartagena de Indias, 19.12.2009 Es muss ja auch mal was nicht so dolle klappen, oder? 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