{"id":877,"date":"2010-01-14T15:24:00","date_gmt":"2010-01-14T14:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/01\/14\/immer-langsam\/"},"modified":"2010-01-14T15:24:00","modified_gmt":"2010-01-14T14:24:00","slug":"immer-langsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/01\/14\/immer-langsam\/","title":{"rendered":"Immer langsam&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Isla Grande \/ Los Rosarios, Kolumbien, 13.1.2010<\/p>\n<p>Samstagmorgen, Abfahrt in Cartagena &#8211; was f\u00fcr ein &#8222;ankerauf&#8220;&#8230; Besonders die Ankerkette machte mir echten Spa\u00df, mit all dem Bewuchs und Gematsche dran; und so etwas dauert&#8230; In einer amerikanischen Reisebeschreibung hatten wir gelesen, dass man &#8222;ernsthaft in Erw\u00e4gung gezogen habe, den Anker im Hafendreck liegen zu lassen&#8220;. Ganz so schnlimm war es dann doch nicht, aber immerhin erw\u00e4gen WIR nun in Panama eine Hochdruckpumpe zu erwerben, f\u00fcr weitere Eventualf\u00e4lle&#8230; Dann Motoren und Wassermachen, und nach 5 Stunden: Platsch! Endlich. Sch\u00f6n war&#8217;s ja in Cartagena, aber die Wasserqualit\u00e4t&#8230;<\/p>\n<p>Nun, nach 3 Tagen Ankern im klaren Wasser gibt es mal wieder eine Verschnaufpause, die einen Blogeintrag erlaubt. Wir haben wirklich ordentlich geschrubbt, begonnen mit einer Runde &#8222;Wasserlinie&#8220; &#8211; und danach 3 Portionen &#8222;Freediver-Batterie leeren&#8220;, am erstaunlich dick bewachsenen Rumpf. Schaut man sich die Kruste an, die sich seit Spaanse Water angesammelt hat, k\u00f6nnte man meinen, dass unsere spezielle Art von &#8222;Hartantifouling&#8220; nichts nutzt, aber die Kielsohle hatte schlie\u00dflich gar keinen Coppershieldauftrag erhalten, und was AKKA dort angesetzt hatte, kann man getrost mit &#8222;Bart&#8220; umschreiben. Die Rumpffl\u00e4chen lassen sich ganz einfach mit dem Spachtel abziehen, Marke &#8222;Schneeschieben&#8220;, aber dieser Bart erfordert richtigen Kraftaufwand und erzeugt eine Menge feiner Schnitte und Kratzer an den Fingern (gegen die es ein einfaches Mittel gibt, stimmt. Handschuhe. Aber ich liebe es nun mal , wenn man beim Kochen den Einsatz von Limone und Salz so hautnah sp\u00fcrt &#8230;). Die BAERNE hatte uns in Curacao schon gewarnt, dass es in Cartagena so kommen w\u00fcrde, und als ich gestern zur Entspannung mal zur ENOLA r\u00fcberschwamm, gab es auch dort ein langes Gesicht: SO viel Bewuchs auf dem erst in Willemstad aufgetragenen Antifouling (und das ist ein wirkliches Schweinezeug, mit Zinn und all dem, was sonstwo nicht erlaubt ist&#8230;). Also sind wir mit dem Coppershield wieder vers\u00f6hnt. Und ehrlich gesagt macht mir das Schrubben ja auch Spa\u00df &#8211; ausgiebiges Schwimmen und Tauchen ganz ohne das Gef\u00fchl, die kostbare Zeit zu verdaddeln. Zu diesem Spa\u00df tr\u00e4gt auch der stete Besuch bei, den wir ums Schiff versammeln &#8211; nicht so eine Augenweide wie in den Inseln, die hinter uns liegen, aber doch lustig anzuschauen: ein riesiger (!) Schwarm winziger Sardinen, d\u00fcnn, kleinfingerlang, die in AKKAs Schatten Schutz suchen und im Gleichtakt alle m\u00f6glichen Formationen einnehmen: in langer Kette rings um Schiff, locker um die Taucher gruppiert oder dicht gedr\u00e4ngt als dunkle Wolke, alles je nach Bedrohungszustand. Wild durcheinander hei\u00dft: &#8222;&#8230;haha! Kein Feind in Sicht!&#8220; Aber fern sind die Fressfeinde nie: Unterm Kiel steht n\u00e4mlich noch ein Schwarm kleiner Jacks, die offensichtlich kleine Sardinen m\u00f6gen, und dann gibt es noch eine Gruppe halbstarker Toninos, die torpedoartig um ihre Beute pfeilen und ab und zu f\u00fcr gewaltige Unruhe sorgen. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Sardinen in ihrer Panik die Taucher \u00fcberrennen und man welche aus dem Ausschnitt grabbeln muss. F\u00fcr die 5 Sardinchen, die wir zur Abendfahrt aus dem Dinghy lesen konnten, kam allerdings alle Hilfe zu sp\u00e4t.<br \/>\nNoch etwas Gutes ist an den Sardinen. Fischer Reynardo, der uns vor zwei Tagen schon einen Snapper verkauft hatte, zeigte uns vorhin, womit er den sch\u00f6nen Thun gek\u00f6dert hat, der jetzt in unserer K\u00fchlbox liegt: Sardinen eben. Netter Mensch, der Reynardo, und freut sich, dass wir so ausdauernd hier liegen; sein Absatzmarkt f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage scheint gesichert. Au\u00dfer Snapper und Thuns bringt er auch Papaya von der Insel; mal gucken, was er sonst noch so auf Lager hat. Wir freuen uns \u00fcber den Fisch, er kassiert sicher gut bei uns ab und kriegt als Belohnung f\u00fcr AKKA- und andere Schmeicheleien noch einen Trunk aus dem bordeigenen Wassertank &#8211; f\u00fcr uns ein Vorgeschmack auf die San Blas Inseln, wo die Kuna-Indianer ganz hei\u00df auf &#8222;selbstgemachtes&#8220; Wasser sein sollen.<br \/>\nF\u00fcr den Sprung hin\u00fcber warten wir noch das richtige Wetter ab. Und welches ist das richtige Wetter?! Viel Wind, wenig Welle?! Derzeit ist wenig Wind, viel Welle angesagt. Ist aber auch zu und zu sch\u00f6n hier&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Isla Grande \/ Los Rosarios, Kolumbien, 13.1.2010 Samstagmorgen, Abfahrt in Cartagena &#8211; was f\u00fcr ein &#8222;ankerauf&#8220;&#8230; Besonders die Ankerkette machte mir echten Spa\u00df, mit all dem Bewuchs und Gematsche dran; und so etwas dauert&#8230; In einer amerikanischen Reisebeschreibung hatten wir &hellip; <a href=\"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/01\/14\/immer-langsam\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9lYZL-e9","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=877"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}