{"id":943,"date":"2010-04-24T04:22:29","date_gmt":"2010-04-24T02:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=943"},"modified":"2023-12-16T19:08:49","modified_gmt":"2023-12-16T23:08:49","slug":"oh-wie-schoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/04\/24\/oh-wie-schoen\/","title":{"rendered":"Oh, wie sch\u00f6n&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Panama City, 23.4.2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, ich vervollst\u00e4ndige das Zitat nicht weiter, jeder einigerma\u00dfen aufmerksame Leser von Janoschs B\u00fcchern wei\u00df, was ich meine. Es ist wirklich sch\u00f6n hier, jedenfalls empfindet die etwas naive Schipperin das so, der man ja anderenboots schon mal &#8222;Sch\u00f6nf\u00e4rberei&#8220; vorwarf. Ich kann nix daf\u00fcr, ich stehe einfach gern im ganz normalen Leben, fahre gern \u00d6ffi-Busse in &#8222;unm\u00f6glichen&#8220; Gegenden, und so stehe ich gern in Panam\u00e1s Altstadt, dem Casco Viejo.\u00a0 Hier schwallen mir Son- und Mambo-Kl\u00e4nge entgegen sowie noch nicht weiter identifizierte Grillschwaden. Ums Eck: ein von der Zeit und tropischem Wetter angenagtes Wohngeb\u00e4ude. Unter einem Wohnzimmerfenster &#8211; der Mieter schl\u00e4gt zwischenzeitlich mal den roten Samtvorhang zur Seite und pliert heraus &#8211; hat ein rundlicher Mensch seine Mittagessenstation aufgeschlagen und Panamanians stehen geduldig Schlange nach gebratenen Schweinebauchscheiben, Reis mit Bohnen und Kochbananen. Cartagena kommt mir in den Sinn &#8211;\u00a0 so fein restauriert wie deren Alstadt ist PC noch nicht, daf\u00fcr vielleicht ein bisschen nat\u00fcrlicher. Havanna f\u00e4llt mir ein\u00a0 &#8211; das werden wir so nicht mehr erleben, aber ein bisschen so kann ich es mir vorstellen. Mag ja sein, dass ich das sch\u00f6nf\u00e4rbe, aber &#8230; ich mag es einfach.\u00a0 Es ist gute Laune, Gelassenheit, Lautst\u00e4rke, Duft, alles zusammen.\u00a0 Ein paar hundert Meter weiter sitzen wir auf der Hafenmauer, die in unserem R\u00fccken steil abf\u00e4llt. Da unten sind die ehemaligen Zellen der B\u00f3vedas, wo H\u00e4ftlinge im 17. Jahrhundert warteten, bis die Ebbe die Zellen wieder trockenlegte &#8211; bis zum Hals stand man bei Springtide im Hochwasser. Heute sind die B\u00f3vedas alles M\u00f6gliche, Kunstgalerie, Restaurant und vor allem Souvenierl\u00e4dchen. Davor treffen wir so viele Kunafrauen wie sonst nirgendwo auf dieser Welt (naja, mal abgesehen von Mamitupu), alle mit Molabluse, Wickelrock und die d\u00fcnnen Beine sch\u00f6n in Perlenschn\u00fcre gewickelt. &#8222;Molas, Molas!&#8220; Ich gebe zu, ich finde wieder mal ein paar sch\u00f6ne, kann aber widerstehen&#8230; Stattdessen zieht es uns magisch zum alten Herrn, der sich auf der Plaza Francia postiert hat, direkt vor der franz\u00f6sischen Botschaft, und &#8222;granizado&#8220; anbietet. Er schabt uns eine Papiert\u00fcte voll Wassereissp\u00e4ne, die mit obskurem Fruchtsirup gef\u00e4rbt und geschmacklich aufgepeppt werden.\u00a0 Auf der Hafenmauer genossen ziemlich s\u00fc\u00df, aber sch\u00f6n kalt in dieser schw\u00fclen W\u00e4rme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder ein paar hundert Meter weiter stolpern wir \u00fcber das Kanalmuseum, dem wir einen langen Besuch abstatten. Der Kanal &#8211; eine lange Geschichte von Begehrlichkeiten, Finanz-Skandalen, technischen Herausforderungen und meisterhafter Ingenieursleistung und politischen Verwicklungen, nicht zuletzt aber die Geschichte eines hohen Blutzolls. Unsere Bewunderung bleibt. Die alten Schleusentore, entworfen vom ber\u00fchmten Herrn Eiffel, sind noch immer die gleichen. Wir haben sie gesehen, nicht nur im Museum, wir haben dahinter gelegen, sie haben sich f\u00fcr uns ge\u00f6ffnet. Beeindruckend. Sch\u00f6n!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panama City, 23.4.2010 Nein, ich vervollst\u00e4ndige das Zitat nicht weiter, jeder einigerma\u00dfen aufmerksame Leser von Janoschs B\u00fcchern wei\u00df, was ich meine. 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