{"id":956,"date":"2010-05-19T17:59:24","date_gmt":"2010-05-19T15:59:24","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/?p=956"},"modified":"2010-05-20T04:07:54","modified_gmt":"2010-05-20T02:07:54","slug":"insel-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/05\/19\/insel-news\/","title":{"rendered":"Insel-News"},"content":{"rendered":"<p>Baquerizo Moreno\/Galapagos, 19.5.2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Angekommen&#8220; sind wir, in jeder Hinsicht. Ziemlich zauberhafte Insel ist das hier&#8230;<br \/>\nZun\u00e4chst mal ein paar von unseren Fakten f\u00fcr Nachfolgesegler.\u00a0 Wie die meisten Orten in den Galapagos-Inseln hat auch unser Ankerplatz zwei Bezeichnungen: Baquerizo Moreno oder &#8222;Wreck Bay&#8220;, San Cristobal war &#8222;Chatham&#8220; und der schlafende L\u00f6we, ein der langen Anna \u00e4hnelndes Felseninselchen namens Leon Dormido hei\u00dft auch &#8222;Kicker Rock&#8220;. Sehr praktisch f\u00fcr nordamerikanische oder neuseel\u00e4ndisch\/australische Zungen, die des Spanischen bzw. dessen Aussprache nicht so recht m\u00e4chtig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gestern wurde eingecheckt, ein Vorgang, \u00fcber den die gruseligsten Geschichten unter Seglern grassieren, und wir haben den Eindruck, dass manche unserer Kollegen zu keiner Revision ihrer Vorurteile f\u00e4hig sind. Man muss einfach \u00fcber den Tisch gezogen werden, sonst war man nicht in Galapagos, und wenn es nicht so ist, dann sucht man mit der Lupe, ob nicht doch noch&#8230;<br \/>\nBei FEE und MOMO und ENOLA war es jedoch ziemlich einfach, so auch bei uns: beim Ankern kam ein Wassertaxi n\u00e4her, mit einem dicken Mann und einem wei\u00df gekleideten an Bord, man sah aber, dass wir mit dem ersten Versuch nicht zufrieden waren und noch einmal ankerauf gingen. Also lie\u00df der wei\u00df uniformierte Hafenkapit\u00e4n den Zeigefinger kreisen: &#8222;&#8230; wir kommen wieder!&#8220;. Das passierte am Montag nicht, willkommene Pause f\u00fcr Kleinstwartungen; das Klima ist so, dass sogar die Arbeitslust zu neuem Leben erwacht! Das k\u00fchle Wasser macht&#8217;s!<br \/>\nDienstagmorgen: Wassertaxi mit dickem Mann in Sichtweite, aber er ignoriert uns. Funk mit der ENOLA, ob das wohl der Agent Bolivar sei. Hm, ja, isser. Tr\u00f6te angesetzt, Taxi wendet: er kommt. Man hatte uns \u00fcbersehen&#8230;\u00a0 Innerhalb 90 Minuten waren wir mit dem Papierkram durch, bei der Polizei und Einwanderungsbeh\u00f6rde &#8211; sehenswert in the middle of no-where! &#8211;\u00a0 gewesen und hatten sodann bei Bolivar 305 Dollar bezahlt. Drei Wochen Aufenthalt auf San Cristobal sind damit genehmigt. Der Agent bekommt davon 100 Dollar, das ist viel und geht geringf\u00fcgig billiger mit anderen Agenten, ist aber grunds\u00e4tzlich unumg\u00e4nglich &#8211; ich vergleiche das mit Helgoland und den B\u00f6rtebooten: selbst wenn nicht geb\u00f6rtet wird, ist die B\u00f6rte-Geb\u00fchr f\u00e4llig. Die restlichen 205 Dollar entfallen auf die jeweiligen Beh\u00f6rdenvorg\u00e4nge &#8211; Immigration, Landwirtschaftsbeh\u00f6rde (gelegentliche Kakerlakenkontrolle! Wir kamen allerdings mit einem Ausr\u00e4ucherungszertifikat aus Panama&#8230;), dazu das\u00a0 Zarpe\u00a0 f\u00fcr die Weiterreise sowie das Einklarieren, das eine Geb\u00fchr nach Tonnage nach sich zieht. Wie sch\u00f6n, dass in unserem Flaggenzertifikat das Kataloggewicht eingetragen ist&#8230; spart 6 teure Tonnen.<br \/>\nDa wir vorab kein Autografo beantragt haben &#8211; leider hatten wir es erfolglos versucht! Das muss man mindestens 2 Monate im Voraus tun und muss auch den richtigen Kontakt haben &#8211; haben wir jetzt keine Fahrtgenehmigung f\u00fcr mehrere Inseln, sondern m\u00fcssen AKKA in San Cristobal lassen, wie \u00fcbrigens die meisten anderen Yachten hier auch.<br \/>\nDa dies so ist, gehen wir morgen &#8222;auf Tour&#8220;. Eigentlich wollten wir nur ein paar Infos von Tina, die mit ihrem Mann sehr engagiert das kleine Tour-Operator-B\u00fcro &#8222;SHARKSKY&#8220; betreibt, aber es stand gerade ein Haufen anderer Segler da mit gleichem Anliegen und schon war eine 4-Tagestour &#8222;voll&#8220;. Absolut gesehen sicher f\u00fcr viel Geld, 430 Dollar pro Nase, aber davon sind 100 Dollar die Park-Geb\u00fchr und der Rest ist &#8222;all inclusive&#8220;, Hotel, Essen, F\u00fchrungen. So werden wir in den n\u00e4chsten Tagen schon mal per Motorboot die Highlights der Inseln beschnuppern: Floreana, Isabela, Santa Cruz, und wir hoffen auf viele sch\u00f6ne Viecher. Inklusive &#8222;Lonesome George&#8220;; ob er es auf seine alten Riesenschildkr\u00f6ten-Tage nun doch noch zu Nachwuchs gebracht hat? Aber vielleicht mag er ja die ausl\u00e4ndischen Damen nicht. Nicht nur, dass ihm Partnerinnen von der Nachbarinsel Isabela vermittelt wurden, nein, die geh\u00f6ren auch noch einer anderen Unterart an. Geschmacklos, diese Biologen-Kuppler.<br \/>\nMeine Wunschreise zur Insel Espanola\/Hood wird allerdings wohl schwierig &#8211; Genehmigung daf\u00fcr bekommen nur die kleinen Kreuzfahrer mit den gelangweilten Gringo-Touristen. Und dabei h\u00e4tte ich doch gern Blaufu\u00df-T\u00f6lpel beim Br\u00fcten gesehen, vor allem aber Galapagos-Albatrosse. Aber VIELLEICHT gibt es ja eine Tauchtour nach Espanola, und dann kann frau doch noch ein Auge werfen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis dahin genie\u00dfen wir aber San Cristobal &#8211; das w\u00fcrde vielen von Euch gefallen, zumindest all denen, die Griechenland mochten. Dass man neben der Fischerei vom Tourismus lebt ist unverkennbar und schl\u00e4gt sich in einer Reihe von Andenkenl\u00e4den und bescheidenen Restaurants nieder. Karger Bewuchs bedeckt den sehr groben Vulkanauswurf. Vom Aussichtspunkt im &#8222;Centro de Interpretacion&#8220; guckt man tief hinunter auf balgende, r\u00fclpsende Seel\u00f6wen, die ber\u00fchmten Finken lassen sich auf mit MOMOs professioneller Kameraausr\u00fcstung nicht einfangen (unsere Knipser sind dazu ohnehin zu langsam&#8230;). \u00fcber uns schweben mal wieder Fregattv\u00f6gel und vor der Nase Heerscharen von Libellen.\u00a0 Auf dem R\u00fcckweg setzen wir uns eine Weile zu den Sands\u00e4cken, die sich auf den Strand gew\u00e4lzt haben &#8211;\u00a0 ein Seel\u00f6wen-Harem schnarcht im groben Muschelsand. Manche im Schatten unter einem Machineelbaum, anderen w\u00e4lzen sich auf dem R\u00fccken, bis eine tiefe Kuhle entstanden ist. Im Brandungssaum k\u00e4mpfen zwei junge M\u00e4nnchen spielerisch um den Vorrang. Aufmerksam sind sie schon, aber \u00fcberhaupt nicht scheu. Und da sie sich den Strand mit Schwimmern und Schnorchlern teilen, gibt es auch schon mal das, was MOMO beobachtete: eine Sonnenbaderin zieht erschrocken die Beine an sich. Eine Seel\u00f6win hatte sich diese sch\u00f6nen Schienbeine als Kinnablage ausgesucht. Das wollen wir auch&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir finden: diese Inseln sind mal wieder jeden Umweg wert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baquerizo Moreno\/Galapagos, 19.5.2010 &#8222;Angekommen&#8220; sind wir, in jeder Hinsicht. 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