{"id":988,"date":"2010-07-25T19:26:00","date_gmt":"2010-07-25T19:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/07\/25\/suppe-vom-huhn-mit-kokos-und-tun\/"},"modified":"2010-07-25T19:26:00","modified_gmt":"2010-07-25T19:26:00","slug":"suppe-vom-huhn-mit-kokos-und-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-akka.de\/wordpress\/2010\/07\/25\/suppe-vom-huhn-mit-kokos-und-tun\/","title":{"rendered":"Suppe vom Huhn &#8211; mit Kokos und Tun"},"content":{"rendered":"<p>Fakarava, 24.7.2010<\/p>\n<p>Der Titel reimt sich \u00fcbrigens&#8230; So eine Wochenr\u00fcckschau k\u00f6nnte auch &#8222;Ein Kessel Buntes&#8220; hei\u00dfen, aber eine Kokos-H\u00fchnersuppe mit Tunfisch ist ja auch eine wilde Mischung, und die gibt es jetzt.<br \/>\nWir sind in den Tuamotus gelandet, auf Fakarava, und haben damit unseren ersten Pass in ein Atoll geschafft &#8211; aber davon sp\u00e4ter mal mehr.<\/p>\n<p>Chronologisch gesehen war die Woche so:<br \/>\nSonntag: L\u00f6sung des Elektrowunder-R\u00e4tsels. 5 mal durfte ich den Eigner ins Masttopp bef\u00f6rdern, zu mehreren Testzwecken und dann zur feierlichen Einsetzung eines neuen Leuchtmittels, das auch dort oben leuchten w\u00fcrde. F\u00fcr die, die es interessiert: Wir hatten beabsichtigt, die Lampe noch besser zu machen als zuvor, aber nun leuchtet dort oben wieder eine LED-Leuchte des gleichen Typs wie vorher. Der neue Birnentyp w\u00e4re zwar heller gewesen, aber leider ist er falsch, oder besser: anders herum gepolt; mal abgesehen davon, dass es ein Weilchen gedauert hat, bis wir das gemerkt haben, lie\u00df sich weder lampen- noch leuchtmittelseitig daran irgendwas \u00e4ndern. Aber Masttoppwinschen ist gut f\u00fcr die Kondition der Schipperin und deren \u00c4rmchen (und gut gegen &#8222;allit&#8220;, wie die Finnen sagen*).<br \/>\nMontag: AKKA als Kauffahrteischiff. SANNY hatte aus dem Tahuatas Inseldorf gemeldet, dass buchst\u00e4blich NICHTS zu kaufen sei, drum nahmen wir Bestellungen auf und machten wir uns auf den Weg nach Hiva Oa, der dann so beschwerlich gar nicht war. Nach zwei Stunden Segeln und Bolzen waren wir in Atuona. Anker schmei\u00dfen im deutlich geleerten Ankerfeld, Andreas bleibt an Bord, und ich unternehme eine Eilfahrt in den Ort; schlie\u00dflich ist es schon fast 11 Uhr, und auf den Marquesas wird die Mittagsruhe streng gehandhabt. Hitchhiking mit franz\u00f6sischen Beamtenfrauen bergauf, das kostete mich nur ein paar in den Bauch gefragte L\u00f6cher &#8211; was eine gelangweilte Expat-Frau eben eine &#8222;Abenteurerin&#8220; so fragt, sehr nett. Aufkaufen, was die Gem\u00fcsefrau noch anzubieten hat, Pak Choy und Kohl, Gurken und Tomaten, Salat, na alles halt, was AKKAnauten auf den eher unterversorgten Tuamotus brauchen k\u00f6nnten, und die ENOLANER auf ihrer Reise zu den n\u00f6rdlichen Marquesas. Nach mir die S&#8230;ervicew\u00fcste: Pampelmusen &#8211; ausverkauft. Gurken: ausverkauft, dito Auberginen und gr\u00fcne Bohnen. Von der Fischfrau im Truck nebenan 3 kg Tun und Maki=Schwertfisch. Gl\u00fcckstag! Ich deponiere die schweren Taschen und Rucks\u00e4cke gleich am Platz und eile weiter zum Supermarkt: Buying wild, K\u00e4se, Wurst, Sahne, Terrine de Campagne, Zwiebeln, Kekse, Kartoffeln, Butter &#8211; nicht zu vergessen Eier f\u00fcr das halbe Ankerfeld in Tahuata. Es ist VIEL, eindeutig und es kostet&#8230; Taxi suchen: Fehlanzeige! Es ist 12 Uhr, der Marktbesitzer scheppert schon mit dem Schl\u00fcssel, ich schleppe mich (und meine Taschen) zur\u00fcck zum Gem\u00fcse- und Fischberg, mit all dem Supermarkt-Ger\u00f6del. Was finde ich?! Gem\u00fcse ja &#8211; Fisch: nein! Truck weg, mein Fisch auch&#8230; Mist, und ganz billig war der nicht.  Aber die Polynesier SIND nett und gastfreundlich, kaum einer, der nicht sofort das Handy z\u00fccken w\u00fcrde, um schnell ein Taxi herbeizurufen (oder einen Freund, der schnell mal zum Taxifahrer mutiert&#8230;), und so kl\u00e4rt sich die Situation: der Standplatz neben dem Gem\u00fcsetruck an der Police Municipale ist nur ein Marketing-Gag, die Leute betreiben in Laufentfernung in ihrer Garage (siehe Fatu Hiva, ungef\u00e4hr so&#8230;) einen richtigen Fischladen und wollten meinen Fisch nicht ungek\u00fchlt im Schatten des gro\u00dfen Mangobaumes stehen lassen. Umsichtig. Fehlt noch was?! Brot. Das allerdings gab es heute leider nicht, pas de baguette&#8230; Die Gem\u00fcsefrau hat, w\u00e4hrend ich dem Fisch hinterher renne, eine B\u00e4uerin \u00fcberzeugt, dass auf ihrer Ladefl\u00e4che Platz f\u00fcr meine Eink\u00e4ufe ist, und so schmei\u00dft mich nach erstaunlichen 80 Minuten die freundliche Dame wieder am Anleger raus. Nicht unentgeltlich. 1000 Francs waren f\u00e4llig &#8211; ob die mit ihrem LKW eine Taxilizenz hatte?! BESTIMMMT!<\/p>\n<p>Geschwinde R\u00fcckreise nach Tahuata, die Besteller warteten schlie\u00dflich schon. Und weil Andreas w\u00e4hrend meiner Einkaufstour eMails geladen hatte, gab es einen Grund, den Tag feierlich zu beschlie\u00dfen: Gute Familiennachrichten &#8211; eine Hochzeit wurde in Aussicht gestellt. Wenn das kein Grund ist, eine Suppe vom Huhn aufzusetzen, mit Kokos und Tun. Das ist n\u00e4mlich nicht nur eine wilde Mischung, sondern  unsere traditionelle Festtagsspeise, Fischfondue AKKA. Auf Euch, Ihr Berliner!<\/p>\n<p>Dienstag bis Samstag: Seestrecke zu den Tuamotus. Was dieses Mal das R\u00e4tsel der Woche war, erfahrt Ihr in der n\u00e4chsten Folge. Ich sag nur: Tidennavigation&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n*Die meisten Finnen wissen angeblich nicht mehr, warum die schlaffen Trizepse \u00e4lterer M\u00e4dchen &#8222;allit&#8220; hei\u00dfen. Allit, das ist das, was wir Fledermaus\u00e4rmel nennen oder die Amerikaner &#8222;bingo wings&#8220;, und Alli war die Frau vom Pr\u00e4sidenten Paasikivi in den 50er Jahren, und die trug mit ihren 80 Jahren die gewagtesten Ballkleider. Und eben ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte &#8222;bingo wings&#8220; zur Schau&#8230; Ist es nicht toll, was man in der internationalen Gemeinschaft der Segler alles lernt?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fakarava, 24.7.2010 Der Titel reimt sich \u00fcbrigens&#8230; So eine Wochenr\u00fcckschau k\u00f6nnte auch &#8222;Ein Kessel Buntes&#8220; hei\u00dfen, aber eine Kokos-H\u00fchnersuppe mit Tunfisch ist ja auch eine wilde Mischung, und die gibt es jetzt. 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