Archiv für März 2nd, 2008

So ist das Leben

…. hier im Senegal: Sonntagmorgen, 10 Uhr. Es geht los. Am Strand wehen Segel auf kleinen Hobie-Kats, die bald ?ber unsere Ankerkette stolpern werden, und die ersten Jetskifahrer sind auch schon aus den Betten gefallen – wahrscheinlich haben sie ein franz?sisches Fr?hst?ck hinuntergeschlungen und dann ungeduldig gewartet, endlich wieder durch die Wellen knallen zu k?nnen. Muss das sch?n sein! Wendemarke: Das Seglerdreigestirn – AKKA, PRESENT, PETITE FLEUR. Abends gibt es dann wahrscheinlich eine
Portion Ibuprofen oder Diclo zum Diner…
Dakar, das sich zum Schluss schon ganz heimatlich anf?hlte, liegt hinter uns. Wir sind in Saly. Der Reisef?hrer sagt: “Afrika scheint abwesend zu sein, man hat es verjagt. …k?nstliche D?rfer, antiseptisch…” An Land waren wir noch nicht, das wird bestimmt der n?chste Kulturschock nach dem Moloch: in der Ger?uschkulisse ?berwiegen bis 10 Uhr abends noch die nahegelegenen Moscheen (extrem weit scheint Afrika also nicht gejagt worden zu sein?!), dann ?bernehmen f?r eine (?berraschend kurze) Weile
die Hotels mit Diskogedudel. Aber da wir sehr weit drau?en liegen, st?rt uns das weniger als das gelegentliche Geschaukel im Schwell vor der offenen K?ste. Und nun sind wir mal gespannt, wie sich das touristische Umfeld pr?sentiert, denn der Reisef?hrer schreibt auch eindr?cklich von alternden Orientalen und Westler(inne)n, die sich dem Charme der jungen Senegales(inn)en hingeben. Das Zentrum des Sextourismus im Senegal, voil?. Und unser Zwischenstopp auf dem Weg nach Gambia. Daf?r konnten wir am
Abend nach einem halben Tag Motoren und Wassermachen ein paar Mitbringsel aus Dakar vom Rumpf ernten: eine Handvoll Entenmuscheln. Man kann n?mlich schwimmen! Wenn das kein Grund ist hier zu ankern.
Schwimmen konnten wir gestern auch unterwegs. IN der AKKA… Naja, jedenfalls beinahe. Die automatische Bilgepumpe hat ihren Test bestanden. Entsprechend ?berrascht waren wir: 30 cm hoch stand das Wasser, in der K?hlbox. Man k?nnte sagen: so ein Quark, denn der hat’s gemacht. Mittags gab es einen Abschiedsgru? aus Dakar, Obst mit frischem, k?hlem, teurem Quark aus dem CASINO-Supermarkt; dass ich den leeren Becher auf den Sp?lenabfluss gestellt hatte, fiel uns erst auf, als es zu sp?t war. Peu ? peu
hatte der Salzwasserabfluss vom Wassermacher erst das Becherchen gef?llt ( und das ?berlaufende Becherchen h?bsch fest auf den Abfluss gedr?ckt), das Becken gef?llt, und dann die Arbeitsfl?che, von wo es fr?hlich in K?hlkiste und Bilge gluckerte. So eine Ferkelei…
Jetzt ist Sonntag angesagt. Sahara entfernen, ehe sie wieder angeflogen kommt. Und das tut sie. Unsere gestern in Salzwasser gesp?lte Moskito-Festung f?r das Cockpit nimmt schon wieder leicht br?unliche F?rbung an. So ist das Leben…

Erstellt am Sonntag 2. März 2008
Unter: AKKA Online | Keine Kommentare »