Archiv für März 7th, 2008

Viecher, Viecher

Wieso blo? habe ich die “Birds of East Africa” nicht an Bord? Und alle die anderen Bestimmungsb?cher??
Als wir uns n?mlich von Dakar kommend der K?ste wieder ann?herten, hatten wir die ersten Besucher. Eine Wegwespe, Schmetterlinge, Fliegen… Meine Begeisterung nahm zwar schlagartig ab, als sich auch eine Schabe an Deck einfand, aber im Endeffekt freut es mich ja doch. Was mich nicht so freut, ist, dass ich eigentlich jegliche Art von Artenkenntnis in allertiefsten Schubladen vergraben habe. Wenn ich fr?her froh war, mal eine Insekten-oder Pflanzenfamilie zu erkennen, muss ich mich heute schon mit Ordnungen begn?gen ;) … So sa? ich dann wie der letzte Tourist auf dem Pick-Up, der unsere Seglergemeinde vorgestern in ein kleines Reservat karrte, 15 km von hier. “Visit Bandia” hiei? es, und wir nutzten den Ausflug als Appetizer f?r die afrikanische Wildnis. Len meinte, sicher noch unter Dakar-Eindruck stehend, dass er “now understands that people fall in love with Africa…” ;) . Nicht wirklich umwerfend, dieses kleine St?ck Savanne, aber doch sch?n anzuschauen. Leider hatte das dort wirkende Nashornpaar gerade seinen freien Tag – es hatte uns zwar ein paar dufte Kugeln auf dem Weg hinterlassen, aber auch l?ngeres Umherrumpeln zwischen den B?umen konnte sie nicht hervorlocken. Andere Kollegen waren aber “on duty”: Kap-Elands, Pferdeantilopen, Impalas, alles Gastarbeiter aus S?dafrika, wie einiges andere, das sich hier unter Hunderte von gro?en, kleinen und einigen riesigen Affenbrotb?umen versammelt. Giraffen fummelten mit spitzen Lippen die Akazienbl?ttchen zwischen den Dornen heraus. Riesenschildkr?ten hatten sich schattensuchend in L?cher verkrochen. Krokodile plierten auf die Touristen am anderen Ufer – ob da nicht doch ein appetitlicher Brocken zum Lunch dabei w?re? Vielleicht eine hirnlose ex-Biologin, die sich angesichts der Vogelwelt gerade mal der Hornbills entsann, der kurz- und langschw?nzigen Glanzstare und nach minutenlanger Bedenkzeit beim Afrikanischen Perlhuhn auf “Guinea Fowl” kam… Zum Insektengucken konnte es gl?cklicherweise nicht kommen, weil wir ja auf dem Pickup eingesperrt waren. Sehr gut, es h?tte mich nur weiter desillusioniert.
Aber sch?n war es doch, mal wieder Viecher in halbwegs freier Wildbahn anzuschauen, und nun werde ich in Banjul mal zu “TimBookToo” gehen. Soll ein guter Buchladen sein. Hoffentlich hat er Bestimmungsb?cher vorr?tig.

Erstellt am Freitag 7. März 2008
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