The easy way, the hard way…

Baie de Maa, 7.7.2013 Manche mögen’s hart. Wir nicht so sehr. Wer hat da „…ach was!?“ gerufen? Frechheit. Nach 3 Wochen sind wir raus aus Nouméa, das zwar teuer ist, aber auch eingies zu bieten hat. Das Aquarium hatte es mir letztes Wochendende sehr angetan – einen Anomalops-Schwarm hatte ich noch nicht „glühen“ sehen im Dunklen, und dann gab es auch noch einen zyllindrischen Tank, in dem richtie Nautilus ihre Runden drehten. Wirklich ein Erlebnis, absolut empfehlenswert. Auch das städtische Museum ist den Blick in die Geschichte wert – und dieses Mal auch wirklich nicht teuer: wir gehen mangels Kleingeld als Kinder durch, für 200 Francs. Na, bitte, wer meckert da noch über die hohen Lebenshaltungskosten? Der Keller des museums wartet nicht nur mit den erhofften Informationen zur Nickelindustrie auf, sondern auch mit einer schwerst beeindruckenden Ausstellung zum 1. Weltkrieg, der „Grande Guerre“. Da schleicht man sich dann etwas beklommen aus dem Haus und muss erst mal einen tiefen blick in die französische Kaffeetasse tun. Solchermaßen zur Besinnung gekommen haben wir dann unsere Entscheidung getroffen, was die Weiterreise betrifft. Eigentlich war es uns schon länger klar, aber nu‘ kann es raus: wir bleiben in dieser Saison noch in der Region. Noch eine Weile in Neukaledonien, danach Vanuatu, und zum 1. Dezember haben wir eine Bestätigung für einen Liegeplatz in Scarborough/Queensland, in unmittelbarer Nähe von Brisbane. Danach werden wir im kommenden Jahr, ab Mai vielleicht, das Great Barrier Reef hinauf segeln, und vielleicht wird mein Wunsch doch noch wahr, und wir drehen die Kurve über Darwin. Damit wir in den Nordwesten von Australien schauen können. Rick, ein australischer Segler aus der „Nachbarschaft“ in Nouméa, fasste meine begeisterten Erzählungen von unseren Ozzie-Landreisen mit den Worten zusammen: „… then you MUST go to the Kimberleys!“ Das wäre schön. Was heißt, dass wir die Louisaden und Solomonen auslassen würden. Bahnt sich da schon wieder eine schwierige Entscheidung a n? Es bahnt sich jedenfalls jede Menge Hausputz an – die Australier sind nämlich recht niffelig, was den Zustand der Schiffe betrifft und heben gern zum Willkomm‘ jedes Bodenbrett hoch. Wir fangen schon mal an mit dem Putzen… Während ich schreibe – wir hängen am Anker ein paar Meilen nördlich von Nouméa – konnte ich erstmalig nach Verlassen des 3-Wochen-Funkloches namens Port Moselle wieder die übliche Funkrunde besuchen, wo wir gleich eine Serie von Tipps kriegten, für New Cal, wie der Kiwi locker sagt, und vor allem von der LOP TO, die wir doch eigentlich auf ihrem eiligen Weg nach Indonesien begleiten sollten. Die waren gerade eine offentsichtlich wunderbare Woche im Huon Reef, das auf dem Weg von Vanuatu nach Autralien so genau auf der Route liegt, dass man schon einen Bogen drum herum fahren müsste. Also… Wir müssen es nur so timen, dass wir im Oktober zusammen mit den Schildkröten dort sind. Bis dahin versuchen wir hier ein paar Wale zu fangen, ist ja auch eine schöne Beschäftigung. Noch waren keine in Sicht, aber es kann nicht mehr lange dauern – wir halten den Kescher bereit.

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